So schützen Sie sich vor einem Einbruch


So schützen Sie sich vor einem Einbruch

Im Herbst und Winter ist es für Einbrecher besonders leicht, in fremde Wohnungen und Häuser einzudringen, da die Bewohner meist noch auf Arbeit sind, wenn es schon dunkel ist. Wie Sie sich vor einem Einbruch und den finanziellen Folgen schützen können:

Mit dem Herbst beginnt die Hochsaison für Einbrecher. Ob es tatsächlich zu einem Einbruch kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Lage der Immobilie ist vor allem entscheidend, ob der Einbrecher sich einfach und unbemerkt Zugang zu ihr verschaffen kann. Dr. Klein hat Tipps für Immobilienbesitzer zum Thema Einbruchschutz zusammengefasst.

So schützen Sie sich vor einem Einbruch

In Deutschland wurde im Jahr 2016 laut Dr. Klein mehr als 150.000 Mal eingebrochen. Im Schnitt komme es also alle vier Minuten zu einem Einbruch. Viele dieser Vorfälle ließen sich durch einfache Maßnahmen verhindern, denn wenn Einbrecher nach kurzer Zeit nicht erfolgreich ist, gebe er in der Regel auf.

Neben einbruchsicheren Türen und Fenstern können der Einbau einer Alarmanlage, eines Bewegungsmelders oder die Einrichtung von Kameras sinnvoll sein. Zahlreiche Umbaumaßnahmen werden laut Dr. Klein zudem von der staatlichen KfW-Bank gefördert.

Mindestens genauso wichtig wie die richtige Technik sei jedoch das eigene Verhalten. “Das Fenster, das auf Kipp steht, oder die Haustür, die nur zugezogen ist: Das sind Einladungen für Langfinger. Einbrecher können sich so innerhalb weniger Sekunden Zugang zum Haus verschaffen. Im schlimmsten Fall hinterlassen sie dabei dann nicht einmal Spuren. Und das kann wiederum die Schadensabwicklung mit der Versicherung erschweren”, sagt Christoph Repp, Spezialist für Versicherungen bei Dr. Klein.

Diese Versicherungen zahlen im Schadenfall

Während Mieter laut Dr. Klein lediglich eine Hausratversicherung brauchen, ist für Immobilienbesitzer zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung wichtig. Diese übernehme Schäden, die durch einen Einbruch am Gebäude selbst entstehen. Allerdings decke nicht jeder Tarif alle Schäden ab. In günstigen Basistarifen der Wohngebäudeversicherung seien Einbrüche oft nicht enthalten.

Die Hausrat-Police ersetze gestohlene Wertgegenstände. Auch hier gebe es enorme Unterschiede, zum Beispiel bei der Frage, wie fahrlässiges Verhalten des Versicherungsnehmers bewertet wird. Wenn dieser etwa vergessen hat, die Tür abzuschließen, bestehe zwar grundsätzlich trotzdem Versicherungsschutz, die Gesellschaft könne den Schadensersatz jedoch kürzen, um mehrere tausend Euro.

Grobe Fahrlässigkeit könne vor allem bei günstigen oder veralteten Policen sogar zur völligen Zahlungsverweigerung führen. Um den Überblick über komplexe Versicherungsklauseln zu behalten und den individuell richtigen Versicherungsschutz zu finden, lohne es sich daher immer, einen Experten um Rat zu fragen.

Verhalten nach einem Einbruch

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Opfer eines Einbruchs wird, sollte umgehend die Polizei verständigen. Zudem sollten entwendete Bank- oder Kreditkarten sofort gesperrt werden. Damit es im Ernstfall nicht zu langwierigen Diskussionen mit der Versicherung kommt, rät Christoph Repp dazu, bereits im Vorfeld den eigenen Hausrat zu fotografieren. Wertvolle Gegenstände sollten hier mit Kaufbeleg vermerkt sein.

“Im Ernstfall spart eine solche Dokumentation Zeit und Nerven, denn die Versicherung benötigt zur Schadenabwicklung umgehend eine Stehlgutliste, also ein Verzeichnis aller gestohlenen Sachen. Wird diese Liste nicht rechtzeitig vorgelegt, ist die Versicherung unter Umständen nicht mehr verpflichtet zu zahlen”, so Repp.

Im Regelfall erhalte der Versicherte bei einem Einbruch jedoch binnen kurzem den Wiederbeschaffungswert aller entwendeten Gegenstände von seiner Versicherung. Anders als etwa bei einer Haftpflichtversicherung werde der Wertverlust der Gegenstände nicht berücksichtigt, sondern es werde genau jener Betrag gezahlt, der für den Kauf gleichwertiger Dinge zum aktuellen Marktpreis benötigt wird. (kl)

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