Vorsicht bei einseitigen Diäten und dubiosen Schlankheitsmitteln


Vorsicht bei einseitigen Diäten und dubiosen Schlankheitsmitteln

  • Die Wunderpille gibt es nicht
  • Ernährungsumstellung ist das A und O
  • Verträge für‘s Fitnessstudio genau prüfen

Die vielen Feiern und üppigen Mahlzeiten sind Vergangenheit, und von den Keksen sind nur noch Reste übrig. Eigentlich schade, würde nicht so manche Hose unangenehm kneifen. Die Waage zeigt genauer an, welche Folgen die vergangenen Wochen haben. Kurzum: Es ist DIE Jahreszeit zum Abnehmen.

Die Wunderpille gibt es nicht. Leider.

Noch ist es kalt und nass, doch nach dem Jahreswechsel scheint der kommende Frühling nicht mehr weit weg zu sein. Im Winter lässt sich so manches „neue“ Kilo meist noch gut verstecken, bei zunehmenden Temperaturen und abnehmender Kleidung jedoch immer weniger. „Deshalb werben zu Jahresbeginn Modemagazine, Drogerien oder Online-Portale verstärkt für Schlankheitsmittel oder stellen neue Diätformen vor“, erläutert Gertraud Huisinga, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bremen. Auch viele, die sich schon jahrelang mit ein paar Kilos zuviel herumplagen, schöpfen angesichts verlockender Werbung für einen „ganz neuen“ Wirkstoff oder die „Superdiät“ wieder Hoffnung. Doch sie werden erneut enttäuscht werden. Bislang hat noch niemand eine Pille oder Diät entdeckt, die dauerhaft zur Gewichtsreduktion führen und keine Nebenwirkungen haben. „Kaufen Sie möglichst keine Diätprodukte im Internet. Sie können gefährliche Substanzen enthalten, die Ihrer Gesundheit schaden können“, warnt Huisinga.

Anders essen und mehr bewegen

Es geht kein Weg daran vorbei: Die persönliche Ernährungsweise bedarf einer Veränderung. Imbisse, Fertigprodukte, Erfrischungs- und alkoholische Getränke sind wenig hilfreich, wenn Sie abnehmen möchten. „Frisches Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte sind Lebensmittel, die lange sättigen und viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. “, sagt Huisinga. „Zuckermäulchen sollten sich Süßigkeiten jedoch nicht verbieten, sonst sind Frust und Heißhungerattacken vorprogrammiert. Entscheidend sind die Mengen an Schokolade, Eis und Co.“, führt Huisinga aus.
Mehr Bewegung hilft beim Abnehmen. „Sie müssen sich gar nicht in einem Fitnessstudio anmelden“, sagt Huisinga weiter. „Versuchen Sie einfach, sich in Ihrem Alltag mehr zu bewegen. So könnten Sie beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit und zurück schon an der vorletzten Haltestelle der Bahn oder des Busses aussteigen und das letzte Stück zu Fuß gehen. Nach und nach steigern Sie Ihre Geschwindigkeit beim Gehen. Das ist nicht nur für Ihre Figur gut, sondern stärkt auch Ihr Herz- und Kreislaufsystem“, führt die Expertin weiter aus.

Verträge für Fitnessstudios genau anschauen

Wer sich in einem Fitnessstudio anmelden möchte, sollte sich die Verträge genau ansehen. „Fitnessstudios dürfen beispielsweise die Haftung für mitgebrachte Kleidung, Geld oder Wertsachen bei Verlust nicht komplett oder generell ausschließen“, sagt Gerrit Cegielka, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Viele tun das jedoch. Behalten sich Fitnessstudios in ihren Klauseln die Änderung der Öffnungszeiten vor, ist auch das in der Regel rechtswidrig. „Ändern sie ihre Öffnungszeiten, so dass Ihnen beispielsweise abends gar kein Training mehr möglich ist, haben Sie das Recht auf außerordentliche Kündigung“ erläutert Cegielka.

Weitere Hinweise dazu finden Sie auch hier:
https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/vertraege-mit-fitnessstudios-nicht-alle-klauseln-koennen-mithalten-5421

Über die Verbraucherzentrale Bremen

Die Verbraucherzentrale Bremen mit Sitz in Bremen ist ein überparteilicher und anbieterunabhängiger, gemeinnütziger Verein. Seit mehr als 50 Jahren informiert, berät und unterstützt sie Verbraucherinnen und Verbraucher in Fragen des privaten Konsums und vertritt Verbraucherinteressen bei Unternehmen, Politik und Verbänden. Die Verbraucherzentrale hat 13 Mitgliedsverbände und 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorstand ist Dr. Annabel Oelmann.

Arbeitsschwerpunkte sind Verbraucherrecht, Telekommunikation und Medien, Versicherungen und Finanzdienstleistungen, Energie und Bauen, Lebensmittel und Ernährung sowie Gesundheit und Pflege.

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