Zeitumstellung 2018: Uhr vor oder zurück?
  • Blick in die Schadenstatistik: Zeitumstellung kann zu mehr Unfällen führe
  • Zusätzliche Faktoren: Frühlingswetter und Motorradsaison
  • Gesundheit: „Mini-Jetlag“ nicht zu unterschätzen

    Köln, 22. März 2018 – Die schnelle Abschaffung der umstrittenen Sommerzeit ist gescheitert, somit heißt es am kommenden Wochenende wieder: Uhren umstellen! In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 2.00 Uhr um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf und vorübergehende Dunkelheit in den Morgenstunden. Doch das sind nicht die einzigen Konsequenzen. Verschiedene Studien machen die Zeitumstellung für eine größere Anzahl von Unfällen in den Folgetagen verantwortlich.

    Zunahme der Unfallhäufigkeit nach Zeitumstellung

    Gothaer Zahlen belegen: Tatsächlich ist im Bereich Kfz-Haftpflicht am Tag nach der Zeitumstellung ein Anstieg der Unfälle zu erkennen. Im Jahr 2017 gab es montags durchschnittlich 164 Schadenfälle. Am Montag nach der Zeitumstellung hingegen waren es 198 Schadenfälle. Das entspricht einem Anstieg um 20,7 Prozent.

    Besonders steigt die Gefahr der Wildunfälle. Die Tiere orientieren sich an Lichtverhältnissen und nicht an der Uhrzeit, wodurch sie in der Morgendämmerung dem früher auftretenden Berufsverkehr in die Quere kommen können. Auf Landstraßen sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein.

    „Die Schadenzahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen“, so Dr. Harald Neugebauer, Leiter der Gothaer Schadensabteilung. „Der Anstieg muss nicht allein aufgrund der Zeitumstellung zustande kommen, sondern kann auch andere Faktoren als Ursache haben. Bei schönem Frühlingswetter ist generell mehr los auf den Straßen, was zu mehr Unfällen führen kann. Im Frühling startet auch die Motorradsaison wieder, so dass auch die Zahl der Unfälle in diesem Bereich zunimmt“.

    Woher kommt die Sommerzeit?

    Die Zeitumstellung ist in Deutschland durchaus umstritten: Ursprünglich als Maßnahme zum Energiesparen eingeführt, zeigen Statistiken wie die des Bundesumweltamtes, dass zwar abends durch die verlängerte Helligkeit Strom gespart wird, allerdings steigt in den Monaten März, April und Oktober der Energieverbrauch durch ein verstärktes Heizen in den Morgenstunden.

    Vorbereitung auf die Zeitumstellung

    Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen können mit der Umstellung auf die Sommerzeit einhergehen: Manche Menschen leiden an einer Art „Mini-Jetlag“ und klagen über Müdigkeit am Tag und über Ein- und Durchschlafprobleme in der Nacht, was Sekundenschlaf am nächsten Tag zur Folge haben kann. Auch Konzentrationsstörungen oder Schwankungen der Herzfrequenz können vorkommen. Experten raten, sich schon einige Tage vorher auf die neue Zeit einzustellen, indem die Mahlzeiten und die Bettruhe vorgezogen werden.

    Gothaer Tipps zur Zeitumstellung

    Uhren am 25. März um 2.00 Uhr eine Stunde vorstellen
    2017: 20,7 Prozent mehr Unfälle nach der Zeitumstellung
    Besondere Wachsamkeit am Steuer
    „Mini-Jetlag“ entgegenwirken
    Den Schlafentzug nicht unterschätzen

 

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