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Zahnzusatzversicherungen: So überbrücken Sie die Absicherungslücke

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Zahnzusatzversicherungen

Fast jeder zweite Deutsche benötigt mittlerweile Zahnersatz – Tendenz steigend. Doch auf die Krankenkassen können Verbraucher bei hoch­wertigem Zahnersatz längst nicht mehr bauen. Eine private Zahnzusatzversicherung kann Abhilfe schaffen, erfordert aber den Blick fürs Detail.

Spätestens Mitte 40 gibt es kein Entkommen mehr: Fast jeder Deutsche muss in dieser Lebensphase auf dem ungeliebten Zahnarztstuhl Platz nehmen und sich einer Kariesbehandlung unterziehen. Oft ist es dann mit einer einfachen Füllung nicht mehr getan – eine Krone muss her. Rund 3,6 Millionen werden jedes Jahr in die Gebisse der gesetzlich Versicherten eingesetzt. Ist es auch dafür zu spät, müssen Implantate und Brücken zum Einsatz kommen: In etwa jedem zweiten Mund befindet sich Zahnersatz. Und von jenen Deutschen, die bislang ein makelloses Lächeln vorweisen können, glauben weitere 54 Prozent, später einmal darauf angewiesen zu sein, wie eine Umfrage des Verbands der privaten Krankenversicherer (PKV) ergab.

Doch diese Behandlungen können teuer werden. Denn die Krankenkassen übernehmen nur einen Bruchteil der tatsächlich anfallenden Kosten. Die sogenannte Regelversorgung sieht nämlich vor, dass nur der Zahnersatz erstattet wird, den die Kassen als medizinisch ausreichend ansehen, ästhetische Kriterien spielen dabei keine Rolle. In der Praxis sieht das dann zum Beispiel so aus: Goldlegierungen, Verblendungen von Seitenzähnen und ganze Implantate muss der Patient aus eigener Tasche zahlen.

Anspruch hat der Kassenpatient lediglich auf einen Festzuschuss, der 50 Prozent des Betrags für die Regelversorgung ausmacht. Weist der Versicherte mit seinem Bonusheft nach, dass er seine Beißerchen regelmäßig vom Zahnarzt durchchecken lässt, steigt der Festzuschuss auf maximal 65 Prozent.

Bandbreite der Zahlungshöhen groß

Für GKV-Mitglieder gehören Selbst- und Zuzahlungen längst zum Alltag. Doch verlässliche Statistiken darüber, wofür und in welcher Höhe die gesetzlich Versicherten selbst zahlten, gebe es nicht, meint man bei der Continentalen Krankenversicherung – und hat sich deshalb im Sommer 2017 bei 1.200 Kassenmitgliedern ein eigenes Bild verschafft. Ergebnis: 90 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten Leistungen für ihre Gesundheit privat bezahlt – am häufigsten in der Apotheke (75 Prozent), dahinter folgt schon der Zahnarzt (59 Prozent).

Dabei ist die Bandbreite der Zahlungshöhen groß: Befragte, die beim Haus- oder Facharzt bezahlten, kamen im Schnitt auf 126 Euro, beim Zahnarzt waren es schon satte 390 Euro, die es zu berappen galt (siehe Grafik unten).

Seit einigen Jahren habe die Selbstbeteiligung in der Zahnversorgung stetig zugenommen, weiß der Finanzdienstleister MLP auf Basis seines aktuellen „Gesundheitsreports“ zu berichten. Grund hierfür sei die Gebührenordnung für Zahnärzte. Diese bestimmt die Abrechnung von medizinischen Leistungen, die über die Standardkassenleistungen hinausgehen – an denen sich GKV-Kunden also beteiligen müssen.

„Gesetzlich Versicherten empfiehlt sich daher eine private Zusatzabsicherung“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge und Krankenversicherung bei MLP. Der Zusatzschutz reduziere nämlich den Eigenanteil bei Zahnbehandlungen und ermögliche auch weitere Sonderleistungen.

Und wie aktuelle Statistiken zeigen, haben immer mehr Verbraucher den Nutzen einer Zahnzusatzversicherung für sich erkannt: Allein 2016 haben die Bundesbürger rund 400.000 Zusatzversicherungen für Zahnbehandlungen abgeschlossen. Den Gesamtbestand der Policen beziffert der PKV-Verband auf über 15 Millionen – sehr zur Freude der Anbieter: „Die Zahnzusatzpolice ist nach wie vor das absatz- und wachstumsstärkste Produkt in unserer Zusatzversicherungspalette“, sagt Stefan Taschner, Sprecher der Universa Krankenversicherung. Von Marktsättigung keine Spur: Im Vergleich zu rund 72,3 Millionen GKV-Versicherten zeige sich, so Taschner, dass es „immer noch genügend Kassenpatienten gibt, die mit hohen Eigenbeteiligungen rechnen müssen“ – also alles potenzielle Kunden.

Marktpotenzial weiterhin groß

Ähnlich optimistisch gibt man sich bei der Halleschen: „Nach wie vor gibt es in diesem Bereich ein großes Marktpotenzial“, sagt Christian Fischer, Bereichsleiter Produktentwicklung Wettbewerb der Halleschen Krankenversicherung. „Denn erstens sind die Leistungen der GKV so eng begrenzt, dass den Patienten bei nahezu jedem Zahnarztbesuch Kosten entstehen. Zweitens ist es für sehr viele Menschen wichtig, ein gutes Gebiss zu haben.

Dabei spielen medizinische Fragen nicht immer die alleinige Rolle“, so Fischer. Allerdings ist es für die potenziellen Neukunden alles andere als leicht, eine passende Zahnzusatzpolice zu finden. „Inzwischen gibt es rund 200 verschiedene Zahntarife am Markt“, sagt Gabriele Bengel, Geschäftsführerin des Maklerunternehmens to:dent.ta. Dabei reiche die Bandbreite von „über ,100 Prozent für Regelversorgung‘, ,Verdopplung Festzuschuss‘ bis hin zu ,100 Prozent Erstattung für privatärztlich verrechnete Kosten‘“, so Bengel.

Worauf sollte man also aus Sicht der Maklerin achten? „Neben den Versicherungsbedingungen, die genau regeln, was wie versichert ist, sind auch die Annahmerichtlinien der Versicherer sehr wichtig“, sagt die Expertin. „Was der eine Versicherer nur mit Zuschlag oder sonstigen Einschränkungen versichert, nimmt ein anderer ohne Wenn und Aber an.“ Als Beispiel führt Bengel fehlende Zähne an, die noch nicht durch Brücken, Prothesen oder Implantate ersetzt sind. Während die DKV der Maklerin zufolge bereits für einen fehlenden Zahn mindestens 4 Euro Zuschlag verlangt und die Axa die Zahnstaffel – dabei handelt es sich um eine Erstattungsbegrenzung in den ersten Jahren – von vier auf acht Jahre verlängert, nimmt die Bayerische diesen Zahnzustand „uneingeschränkt und ohne Erschwernisse an“, berichtet sie in ihrem Blog.

Viele Versicherer fragten in ihren Anträgen inzwischen auch, ob eine Zahnbetterkrankung (Parodontitis, Gingivitis) diagnostiziert wurde. Muss der Antragsteller diese Frage mit „Ja“ beantworten, werde der Antrag „ohne weitere Prüfung abgelehnt“, weiß die Maklerin. Andererseits gebe es auch noch „Top-Dental-Tarife“, in deren Anträgen gar nicht nach dem Zahnstatus gefragt wird oder bei denen nur die Zahl fehlender Zähne und laufende Behandlungen angegeben werden müssen. Gesetzliche Versicherte könnten also durchaus „eine umfassende Absicherung bekommen – man muss nur gezielt danach suchen“, empfiehlt Bengel.

Bei der Suche behilflich sein will auch das Analysehaus Franke und Bornberg, das sich 37 Tarife einmal genauer angeschaut hat. Verglichen wurden dabei die Leistungen für Zahnersatz und Zahnbehandlungen sowie die Beitragshöhe. Der Bereich Zahnersatz wurde jedoch deutlich stärker gewichtet. Begründung: Hier können auch die Kosten weitaus höher steigen – etwa für Kronen, Brücken und Implantate.

Für ihre Analyse legten die Statistiker einen Musterfall mit einem Eintrittsalter von 30 Jahren zugrunde. Außerdem berechneten sie die Gesamtbeiträge über eine Laufzeit von 50 Jahren, wodurch die Tarife besser vergleichbar gemacht werden sollen. Das Ergebnis: Mit Gesamtkosten von etwa 14.600 Euro in 50 Jahren schnitt die Continentale mit ihrem Tarif „CEZP-U“ am besten ab (siehe Grafik). Zudem kostete der Tarif nur etwa halb so viel wie die teuersten untersuchten Angebote, wie die Analyse von Franke und Bornberg weiter ergab.

Es gibt viele leistungsstarke Tarife

Gleichwohl ist die Auswahl an leistungsstarken Angeboten in der Zahnzusatzversicherung groß, wie auch die Verbraucherzeitschrift „Finanztest“ bereits im November 2016 feststellte. Im Feld der  Gewinner befindet sich unter anderem die Universa mit ihrem Uni-dent-Tarif, der auch bei Franke und Bornberg die Höchstnote „sehr gut“ erhält. „Für uns ist neben der Produktqualität auch das Vertriebshandling entscheidend“, erklärt Universa-Sprecher Taschner. „So kann unser Top-Tarif ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Das erleichtert die Beratung und sorgt für einen einfachen Antragsprozess ohne möglichen Rücktritt wegen einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung.“ Alle erforderlichen Unterlagen, wie Verbraucherinformation und Versicherungsbedingungen, seien darüber hinaus kompakt im Westentaschenformat zusammengefasst. Damit habe der Makler alle Unterlagen „in einem Druckstück griffbereit und kann den Tarif auch ohne Einsatz von Technik rechtssicher abschließen“.

Und trotzdem: So mancher Patient stellt enttäuscht fest, dass er trotz Zusatzversicherung mit hohen Kosten auf dem Zahnarztstuhl sitzen bleibt. Liegt das an der geringen Zahlungsbereitschaft der Kunden oder wäre eine Rundumversorgung schlichtweg zu teuer in der Prämienkalkulation? Michael Schillinger, Vertriebsvorstand der Inter Versicherungsgruppe, sieht das so: „Wie quasi in allen Versicherungssparten hätte auch hier eine ‚Rundum-Versorgung‘ ihren hohen Preis, den kaum einer zu zahlen bereit wäre.“ Neben den objektiven Kriterien spielten, wie in der Kalkulation spartenübergreifend üblich, auch subjektive Parameter eine Rolle, sagt Schillinger.

„Wir kommunizieren klar und verständlich die Vertragsinhalte, sodass unsere Kunden genau wissen, von welcher Kostenübernahme sie profitieren können“, so der Inter-Vorstand. Ansonsten gilt: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie besser Ihren Makler.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

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