Cannabis als Arzneimittel

Werden Pflanzenteile der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis sativa, Cannabis indica und deren Hybride sowie Kreuzungen mit Cannabis ruderalis) so konsumiert, dass sie eine berauschende Wirkung hervorrufen, wird Cannabis als Rauschmittel verwendet.

Umgangssprachliche Namen für diese Pflanzenprodukte sind etwa „Gras“, „Weed“ oder „Marihuana“ (für die weiblichen Blüten) und Haschisch (für den daraus gewonnenen, gepressten Harzextrakt). Auch Extrakte wie Haschischöl werden als Rauschmittel genutzt. Besitz und Weitergabe solcher Cannabisprodukte sind in den meisten Ländern verboten. Das ist auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Fall, wo Cannabis die am häufigsten konsumierte illegale Rauschdroge ist.[1]

Es eignen sich jedoch nicht alle Cannabissorten als Rauschmittel. Denn der dazu notwendige Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) ist z. B. in Nutzhanfsorten, aber auch in manchen medizinischen Cannabissorten nur in äußerst geringen, nicht „spürbaren“ Mengen vorhanden. THC beeinflusst das Zentralnervensystem des Menschen und ist vorrangig für die muskelentspannende, beruhigende und übelkeitsunterdrückende Wirkung verantwortlich. Ob Cannabis als Rauschmittel oder als Arzneimittel benutzt wird, ist nicht immer scharf voneinander abgrenzbar und teilweise fließend.