Carsten Maschmeyer (* 8. Mai 1959 in Bremen) ist ein deutscher Finanzunternehmer. Als Geschäftsführer der Maschmeyer Group investiert er in Unternehmensgründungen aus verschiedenen Branchen. Davor baute er die Finanzvertriebsgesellschaft AWD Holding AG auf und war Vorstand der gemeinsam mit Bert Rürup gegründeten MaschmeyerRürup AG. Maschmeyers Geschäftspraktiken und seine engen Kontakte zu Spitzenpolitikern riefen Kritik hervor. Er gehört zu den reichsten Menschen der Bundesrepublik Deutschland.

Die Verkaufstätigkeit verlief für Carsten Maschmeyer wirtschaftlich erfolgreich; 1983 stieg er zum Landesdirektor auf. 1987 kündigte Maschmeyer bei der OVB und erhielt eine Abfindung.

Wenig später stieg er mit 900.000 DM in den vermutlich 1987 von seinem späteren Schwager Kai Lange gegründeten Allgemeinen Wirtschaftsdienst (AWD) ein und übernahm Mehrheit und Leitung des Finanzvertriebs, der das Ziel hatte, unabhängig von Versicherungsunternehmen und Banken zu beraten und zu agieren. Ab 1991 begann Maschmeyer mit der Auslandsexpansion des AWD. Er gründete ein österreichisches Tochterunternehmen, den AWD Österreich mit Firmensitz in Wien. Es folgten Markteintritte in der Schweiz, Großbritannien sowie Mittel- und Osteuropa. 2000, als die Aktienkurse an den Börsen nach der Hausse bereits nachgaben, brachte er den AWD an die Börse. Bei einem Ausgabekurs von 54 Euro pro Aktie wurde ein Emissionserlös von etwa 500 Mio. Euro erzielt.