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Hausratversicherung - Die günstige Versicherung für Ihren Hausrat

Ob Fahrradversicherung, Glasbruch oder Cyber-Schaden – Hausratversicherungen lassen sich heutzutage um sinnvolle Bausteine erweitern. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten gibt’s hier.

One size fits all – diese englischen Wörter beschreiben ein recht gängiges Motto etwa aus der Schmuck- oder Textilindustrie. Eine Armbanduhr passt an alle Handgelenke, ein Schal passt an alle Hälse, ein Baseball-Käppi auf alle Köpfe. Ist doch eine tolle Sache. Naja, nicht unbedingt. Denn in der Gleichförmigkeit hat Individualität nun mal keinen Platz, und dann passt das Produkt im Endeffekt doch nicht so richtig. Unangenehm.

Das Beispiel lässt sich auch auf Versicherungsprodukte übertragen: Ein Versicherungsschutz passt nicht für alle Kunden. Nehmen wir die Hausratversicherung. Warum sollte jemand für einen hochwertigen Schutz bei Diebstahl seines Fahrrads bezahlen, wenn er gar keines hat? Oder: Welchen Sinn ergibt eine Glasversicherung für jemanden, der weder Glastüren in der Wohnung noch ein Cerankochfeld oder einen Wintergarten hat? Na, gar keinen.

Aus eben diesem Grund gibt es in der Hausratversicherung das Baukastensystem. Die Versicherer bieten ein Grundprodukt in meist mehreren Varianten, die die wichtigsten Risiken abdecken. Und wer mehr will, kann sich spezielle Bausteine hinzukaufen. Welche Erweiterungen können dabei für wen sinnvoll sein? Hier kommt ein kleiner Überblick.

Elementarschäden

„Die Hausratversicherung schützt zwar gegen Sturm- und Hagelschäden, aber erst die Elementarzusatzdeckung hilft etwa bei Überschwemmungsschäden durch Starkregen“, erklärt Alexis Oepen, Experte für die Hausratversicherung bei der Allianz. Auch weitere Risiken wie Schneedruck, Lawinen, Erdrutsch, Erdfall und Erdbeben sind dann versichert. Ersetzt wird der Neuwert der beschädigten Gegenstände.

Warum ist das wichtig? „Elementargefahren können existenzbedrohende Schäden verursachen“, sagt Jens Reichert, Referent Marktbeobachtung Komposit bei der Inter. „Starke Regenfälle, mit Wassermassen bis zu über 200 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden, können beispielsweise ganze Stadtteile überfluten oder regelrechte Schlammlawinen in die Wohnung spülen.“ Hier realisierten sich Risiken, die bis zum Totalschaden gehen können. Reichert: „Daher ist dieser Zusatzbaustein zur Hausratversicherung der wichtigste überhaupt und für jeden Kunden interessant.“

Besser keine Hilfe vom Staat erwarten

Im Ernstfall wird der Staat bei einem Schaden schon einspringen, mag sich nun der ein oder andere denken. Das ist allerdings ein gefährlicher Irrglaube, weiß Allianz-Experte Oepen: „Als erstes Bundesland hat Bayern jetzt bekannt gegeben, ab 2019 im Hochwasserfall keine Staatshilfen mehr an nicht-versicherte Hausbesitzer zu zahlen, wenn deren Haus versicherbar gewesen wäre.“ Höchste Zeit also, den Versicherungsstatus zu prüfen und gegebenenfalls auszuweiten.

Dabei müssen Makler und Kunden auf mögliche Selbstbehalte achten. Manche Versicherer arbeiten ganz ohne Selbstbeteiligung im Ernstfall, andere deckeln ihn etwa auf 1.000 Euro je Schadenfall oder auf 10 Prozent des Schadens.

Bestimmte Voraussetzungen sind oft zu erfüllen

Der Versicherungsnehmer muss in der Regel auch mitarbeiten, um Schäden gering zu halten. So schreiben viele Versicherer vor, dass es sogenannte Rückstausicherungen wie spezielle Klappen geben und der Versicherte sie auch funktionstüchtig halten muss.

Hausrat im Keller, wie Fernseher, muss bei manchen Versicherern auf einer gewissen Höhe oder in den oberen Regalen gelagert werden. Andere Anbieter wiederum verlangen, dass Kellerräume gefliest sein müssen. Passiert das nicht, kann die Versicherungsgesellschaft die Leistung im Schadenfall kürzen.

Fahrraddiebstahl

Alle 2 Minuten wird in Deutschland ein Fahrrad gestohlen. Das sind rund 335.000 pro Jahr. Nur etwa jeder zehnte Diebstahl wird dabei aufgeklärt. Die Konsequenz: Ist das Fahrrad nicht versichert, bleibt der Bestohlene auf dem Schaden sitzen.

„Bei Fahrrädern ist eine Tendenz zu immer hochwertigeren und damit auch teureren Fahrrädern zu erkennen. Insbesondere die aktuell sehr beliebten Pedelecs kosten deutlich mehr als ein normales Fahrrad“, sagt Timo Suchert, Leiter Produktmanagement Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherung bei der VHV Allgemeinen Versicherung. „Insofern ist es nicht nur ärgerlich, sondern auch ein großer finanzieller Verlust, wenn ein solches Fahrrad trotz Sicherung gestohlen wird.“

Standard-Schutz über die Hausrat ist oft eingeschränkt

Zwar bietet die Hausratversicherung auch ohne Zusatzbaustein einen Schutz bei Fahrraddiebstahl. Diesen gibt es aber oft – und gerade bei älteren Policen – nur bei einem Einbruchdiebstahl, also wenn Langfinger den Fahrradkeller oder die Garage aufgebrechen und das Rad klauen. Die Entschädigungshöhe ist dabei prozentual an die Höhe der Versicherungssumme des Hausrats gekoppelt. Bei den meisten Versicherern liegt der Schutz ohne Zusatzkosten bei einem Prozent der Versicherungssumme.

Das reicht aber eben oft bei teureren Rädern nicht aus. Kostet ein Drahtesel zum Beispiel 2.000 Euro, und es besteht eine Hausratversicherungssumme von 50.000 Euro, so müssten 4 Prozent der Versicherungssumme = 2.000 Euro eingeschlossen werden, um bei einem Diebstahl den Verlust voll abzusichern. Und: Das Fahrrad wird oft gerade dann gestohlen, wenn man unterwegs ist. Dann greift die Hausratversicherung nur mit entsprechendem Zusatzbaustein.

Unbedingt sollten Makler und Kunden dabei darauf achten, dass die Nachtzeitklausel mit eingeschlossen ist. „Das Fahrrad ist dann rund um die Uhr versichert“, sagt Eike Cornelius, Abteilungsleiter Betrieb bei der NV Versicherung, die gerade ihre Police „NV Hausratmax. 6.0“ überarbeitet hat. Dort ist jetzt der Fahrraddiebstahl ohne Nachtzeitklausel eingeschlossen. Ist das in Policen nicht der Fall, erfolgt keine Leistung, wenn das Fahrrad zwischen 22.00 und 6.00 Uhr gestohlen wird.

Welches Schloss muss es sein?

Auch müssen Makler und Kunden auf Schlossklauseln achten, weiß Cornelius. „Bei uns reicht es, wenn das Fahrrad nur durch ein einfaches Bügelschloss gesichert ist, es muss nirgendwo drangeschlossen sein. Das ist bei anderen Anbietern oft anders.“

Das beobachtet auch Tobias Kirchgäßner, Prokurist bei Leimeister Versicherungsmakler. Die vom Versicherer vorgeschriebene Sicherung sei oft sehr unterschiedlich. Reicht ein fest verbautes Felgenschloss, muss es separat oder sogar mit einem im Boden verankerten Gegenstand verbunden sein? „Ideal sind Versicherer, die hier pauschale Lösungen anbieten, dass Fahrraddiebstahl etwa bis zu 5.000 Euro oder bis zur Versicherungssumme abgedeckt ist.“

Glasversicherung

„Für Haushalte mit einem hohen Anteil an Mobiliarverglasung kann dieser Zusatzbaustein durchaus sinnvoll sein“, meint Christian Oeßwein, Spezialist für die Hausratversicherung bei Janitos. Geht also etwa die Glasvitrine, eine Scheibe des Wintergartens, das Cerankochfeld oder das Aquarium kaputt, gibt es vom Versicherer Geld.

„Ersetzt werden in einer guten Glasversicherung nicht nur Schäden an Echtglas, sondern auch an Acrylglas“, sagt Inter-Experte Reichert. Dann ist etwa auch die teure Duschkabine oder die Terrassenüberdachung aus Doppelstegplatten geschützt.

Worauf muss man hierbei achten? Reichert: „Bei großen Scheiben in luftigen Höhen können hohe Kosten für Gerüste oder Kräne entstehen. Diese Kosten sind in der Regel nur auf erstes Risiko, zum Beispiel bis 1.000 Euro abgesichert.“ Auch für künstlerisch bearbeitete Verglasungen, wie Mosaik-, Tiffanyglas oder historische Verglasungen, seien die Entschädigungsgrenzen auf erstes Risiko üblich. „Bei Bedarf sollte über eine individuelle Regelung mit dem Versicherer gesprochen werden“, empfiehlt der Experte.

Cyber-Schutz

Fast täglich gibt es inzwischen Berichte über neue IT-Sicherheitslücken, Hackerangriffe & Co. Und auch, wenn Internet-Nutzer ihren Computer mit Antiviren-Software, Firewalls und Ähnlichem ausstatten, kann es Einfallstore für Hacker geben. „Mit Abschluss eines Zusatzbausteins für Internet-Risiken kann man sich wirkungsvoll gegen die immer größer werdenden Risiken, die beim Surfen bestehen, wirkungsvoll absichern“, sagt Janitos-Mann Oeßwein.

Bei Janitos heißt der entsprechende Baustein „Online-Schutz“ und bietet Kunden vor allem Assistance-Leistungen im Ernstfall. Wenn es zum Beispiel darum geht, das Internet nach widerrechtlich geposteten Filmen, Bildern oder Texten zu durchforsten, Seitenbetreiber und Suchmaschinen aufzufordern, die Daten zu entfernen und adäquat auf Rechtsverstöße und Betrugsversuche zu reagieren, dann hilft die Janitos dabei.

Beratung vom Anwalt

Wenn juristisch relevante Bereiche tangiert werden, kann der Kunde auf eine telefonische Erstberatung bei einem spezialisierten Rechtsanwalt zurückgreifen. Bis zu 5.000 Euro und drei Fälle pro Jahr sind dabei abgedeckt.

Oft sehen diese Cyber-Bausteine auch Entschädigungsleistungen für Kunden vor, die Betrugsopfer von Online-Händlern oder Phishing-Mails geworden sind. „Verschafft sich ein Online-Gangster beispielsweise Zugang zum Amazon-Account eines Kunden und kauft sich dort eine Stereoanlage, übernimmt der Versicherer den Schaden“, sagt NV-Experte Eike Cornelius.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

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