Insbesondere in Ballungszentren wird mehr Wohnraum benötigt, weil immer mehr Menschen in Universitäts- und Großstädten leben wollen

Der Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist nach Ansicht von Experten momentan so angespannt wie zuletzt Mitte der 1990er Jahre. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsbarometer der NRW-Bank, das am Dienstag veröffentlicht wurde hervor.

Günstige Wohnungen seien nach wie vor Mangelware, daneben nehme vor allem im mittleren Preissegment ab rund sieben Euro Quadratmetermiete im Landesschnitt der Druck deutlich zu, heißt es im Wohnungsbarometer.

Für den Branchenüberblick werden jährlich über 300 Wohnungsmarktexperten befragt. Insbesondere in Ballungszentren wird demnach mehr Wohnraum benötigt, weil immer mehr Menschen in Universitäts- und Großstädten leben wollen.

Immer weniger Wohnungen gefördert

Ähnlich wie Mitte der 1990er Jahre nach der Wiedervereinigung hat nach Einschätzung der Experten heute wieder auch die Zuwanderung Einfluss auf den Wohnungsmarkt. Zeitgleich gebe es immer weniger geförderte Mietwohnungen.

Neun von zehn befragten Experten sind der Meinung, dass in ihrer Region derzeit nicht genug Wohnungen mit Mitteln der Wohnraumförderung gebaut werden.

Die Investitionsbedingungen sind laut der Förderbank des Landes zwar gut, Bauland aber ist knapp und teuer. Während im mittleren Preissegment die Nachfrage nach Wohnungen stark wachse, würden vor allem teure Wohnungen neu gebaut. (dpa-AFX)

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