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Warum eine private Unfallversicherung für Kinder sinnvoll ist

Unfallversicherung für Kinder - sinnvoll oder nicht?
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Doch ich bin noch mehr: „Ich bin verheiratet, habe ein Haus gebaut, mehr als einen Baum gepflanzt und bin stolzer Vater eines Sohnes. Zudem bin ich bekennender Glatzenträger und habe Geschichten auf meiner Haut.
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Risiko Spielplatz

Passiert den Kleinen etwa auf dem Spielplatz etwas, kann eine Unfallversicherung die finanziellen Folgen auffangen helfen.

Eltern schätzen das Unfallrisiko ihrer Kinder oft falsch ein. Sie fürchten vor allem die Gefahren im Autoverkehr, dabei passiert über die Hälfte der Unfälle in der Freizeit. Eine private Unfallversicherung für die Kleinen kann helfen, die finanziellen Folgen eines Unfalls zu begrenzen.

Sie toben und tanzen, klettern und entdecken, sind furchtlos und neugierig – Kinder sind wahre Abenteurer. Und während in den meisten Fällen gefühlte drei Schutzengel darauf aufpassen, dass den Kleinen dabei nichts passiert, ist das leider nicht immer so.

Ein Beispiel: Die zehnjährige Lara macht mit ihren Eltern Urlaub in den Bergen. Sie klettert dort einen Hang hinauf, dabei verliert sie das Gleichgewicht und stürzt mehrere Meter in die Tiefe. Sie bricht sich dabei eine Hand, den Oberkiefer, den Gaumen und trägt Zahnschäden davon. Die Verletzungen werden nach Auskunft der Ärzte folgenlos verheilen, allerdings ist der Einsatz mehrerer Zahnimplantate zur Behebung der Zahnschäden erforderlich.

„Unfälle gehören zu den größten Gesundheitsrisiken für Kinder“, sagt Henning Folkerts, Leiter Produktmanagement Haftpflicht, Unfall, Schaden Privat bei der HDI Versicherung. „Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die jährlich nach Unfallverletzungen ärztlich versorgt werden müssen, wird auf mindestens 1,7 Millionen geschätzt“, so der Experte weiter (siehe Grafik unten).

Langfristige und teure Folgen

Besonders tragisch ist es, wenn dabei nicht nur eine Hand bricht oder eine Platzwunde davongetragen wird. „Wenn langfristige Folgen zurückbleiben, zum Beispiel, dass das Kind die Schule nicht besuchen, keine Ausbildung machen und keine berufliche Tätigkeit ergreifen kann, wird es besonders schlimm“, sagt Oliver Frohnert, Produktmanager SHUK bei der Hanse-Merkur. „Neben den psychischen und körperlichen Problemen kommen dann die negativen finanziellen Folgen noch hinzu.“

Gegen Letztere zumindest können sich Eltern absichern – mit einer privaten Unfallversicherung speziell für Kinder. Denn auch der Staat springt im Ernstfall nur bedingt ein, weiß Timo Suchert, Leiter Produktmanagement Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherung bei der VHV Allgemeinen Versicherung: „Auf dem Schulweg und in der Schule sind Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Diese bietet jedoch nur eine Grunddeckung mit eingeschränkten und vielfach pauschalen Leistungen.“ Und verletzt sich das Kind zu Hause, auf dem Spielplatz oder nimmt einen Umweg zur Schule, leistet die gesetzliche Unfallversicherung gar nicht.

Eine private Police ist also durchaus sinnvoll. Worauf sollten Eltern bei der Auswahl einer passenden Versicherung nun achten? „Der Unfalltarif für Kinder sollte so konzipiert sein, dass er möglichst viele Situationen abdeckt, die einem Kind passieren können“, empfiehlt Frohnert.

Prinzipiell gehe es darum, dass die Definition des Unfallbegriffs stark ausgeweitet sei. „In der Theorie leistet die Unfallversicherung nämlich nur, wenn eine Person durch ein Ereignis unfreiwillig gesundheitlich geschädigt wird, das plötzlich von außen auf den Körper einwirkt.“

Ein weiter Unfallbegriff ist besser

Ein weit gefasster Unfallbegriff schließt darüber hinaus auch Vorfälle wie Vergiftungen, Verätzungen, allergische Reaktionen auf Insektenstiche, Gesundheitsschäden infolge von Schutzimpfungen, Wundinfektionen und Blutvergiftungen mit ein. „Darüber hinaus sollten Folgeschäden, die durch Infektionskrankheiten wie Borreliose, Röteln, Masern oder Mumps entstehen können, ebenfalls enthalten sein“, rät Hubert Gierhartz vom Versicherungsmaklerbüro Gierhartz aus Krefeld.

Passiert dem Kind etwas und kommt es  dadurch  zu  einer  dauerhaften  Beeinträchtigung,  zahlt  der  Versicherer  eine einmalige Kapitalleistung. Damit sollen die Eltern behindertengerechte Umbauten im Haus finanzieren können. Neben dieser Einmalzahlung empfehlen Experten, auch eine lebenslange Unfallrente mit einzuschließen. Diese eignet sich unter anderem, um eine regelmäßige Betreuung zu finanzieren oder ein späteres geringeres Einkommen des Kindes zu kompensieren.

Blick in die Gliedertaxe ist Pflicht

Einen Blick sollten Eltern und Makler dabei darauf werfen, wann genau der Versicherer zahlt. Denn das kann sich je nach Anbieter und Tarif deutlich unterscheiden. Zum Teil gibt es die Leistungen ab einem Beeinträchtigungsgrad von 50 Prozent, andere zahlen bereits ab einem Prozent.

Auch die sogenannte Gliedertaxe des jeweiligen Tarifs ist dabei einen genauen Blick wert. Denn sie bestimmt, welche Verletzung zu welchem Invaliditätsgrad führt. Beim Verlust eines Auges liegt zum Beispiel meist eine Invalidität von 50 Prozent vor, das heißt, es gibt 50 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Bei besseren Gliedertaxen entspricht der Verlust eines Auges dagegen 70 Prozent Invalidität – der Auszahlbetrag ist dann deutlich höher.

Wie viel Geld im Ernstfall ausgezahlt wird, hängt von der vereinbarten Versicherungssumme ab. Wie hoch Eltern diese ansetzten sollten, da gehen die Meinungen von Experten auseinander. „Die Grundsumme der Invaliditätsleistung sollte mindestens 100.000 Euro betragen“, sagt Hanse-Merkur-Mann Frohnert. Zusätzlich dazu rät er zu einer Progression von 500 Prozent.

Kunden haben prinzipiell die Möglichkeit, einen linearen Tarif oder einen mit Progression zu wählen. Bei letzterer Variante gibt es bei zunehmender Schwere der Behinderung mehr Geld. Bei 500-prozentiger Progression bekämen die Eltern mit einem versicherten Grundbetrag von 100.000 Euro das Fünffache, also 500.000 Euro, wenn das Kind nach einem Unfall zu 100 Prozent beeinträchtigt ist.

Im Notfall ein Leben lang abgesichert

„Das sieht erst mal nach einem ziemlich hohen Betrag aus“, sagt Frohnert, „muss aber im Ernstfall auch ausreichen, um im äußersten Notfall ein Leben lang finanziell abgesichert zu sein. Gerade wenn durch die Invalidität eine Ausbildung oder ein Beruf nicht ausgeübt werden kann, ist ja eine Kompensation der gesamten Erwerbstätigenphase notwendig.“

Hubert Gierhartz empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 50.000 Euro mit 500 Prozent Progression, die VHV rät bei einem unter 18-jährigen Kind zu einer Summe von 65.000 Euro mit einer Progression von 350 Prozent. Die Empfehlungen für die Höhe der Unfallrente liegen zwischen 500 und 1.000 Euro im Monat.

Kosmetische OPs und Rooming-In als sinnvolle Zusatzleistungen

Neben diesen grundsätzlichen Leistungen gibt es weitere, die sinnvoll sein können. „Kosmetische Operationen sollten mit mindestens 50.000 Euro abgedeckt sein. Der Zahnersatz darf dabei nicht ausgeschlossen werden“, so Gierhartz. Je nach Versicherer oder Tarifvariante sind diese OPs kostenfrei mitversichert oder eben nicht. Auch das sogenannte Rooming-in ist ein wertvoller Baustein. Viele Eltern wollen ihr Kind in der Klinik auch nachts nicht alleine lassen. Der Versicherer kommt dann für die Übernachtungskosten auf.

Welche Bausteine Eltern im Einzelfall für sinnvoll halten, ist sehr individuell. Am grundsätzlichen Nutzen einer speziellen Unfallversicherung für die Kids sollten sie aber nicht zweifeln.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Erklär-Video Unfallversicherung

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FAQ – Unfallversicherung

Darf man zwei Unfallversicherungen abschließen?
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Rund neun Millionen Unfälle passieren jedes Jahr in Deutsch­land – manchmal mit dauer­haften gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen. Eine private Unfallversicherung kann helfen, wenigs­tens die finanziellen Auswirkungen abzu­mildern. Doch was gilt als Unfall, und was ist beim Abschluss einer Versicherungs­police zu beachten? In unseren FAQ beant­worten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Unfall­versicherung.

Vielen Dank an die Stiftung Warentest

 

Unfallversicherung: Oft ist ein Tarifwechsel sinnvoll

Unfallversicherung für Kinder: Schutz für die Kleinen
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Und schon ist es passiert: Die Leiter kippt, es gibt eine Stichflamme oder man stürzt. 10 Millionen solcher Unfälle passieren jedes Jahr in Deutschland, die meisten gehen glimpflich aus. Aber wenn nicht? Wenn gesundheitliche Schäden zurückbleiben, die nie wieder heilen? Dann greifen Unfallversicherungen. Die Stiftung Warentest hat für die Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest 117 Tarife untersucht. Das Ergebnis: Es gibt 11 sehr gute und viele gute, darunter auch preiswerte.

„Eine private Unfallversicherung ist sinnvoll, bedenken Sie aber, dass Sie damit lediglich bleibende Unfallfolgen absichern. Einen Schutz gegen die finanziellen Folgen von Krankheiten bietet diese Versicherung nicht“, so Projektleiter Michael Nischalke. Nach dem aktuellen Test können die Experten von Finanztest aber eine Reihe von Unfallversicherungen empfehlen, die im Falle eines Falles gute oder sehr gute Leistungen bieten. Dazu gehört, dass bei Vollinvalidität mindestens 500.000 Euro gezahlt werden, bei einer Invalidität von 50 Prozent sollten es mindestens 100.000 Euro sein.

Insgesamt 26 Millionen Unfallversicherungspolicen gibt es in Deutschland. Aber nicht jeder Vertrag erfüllt die Anforderungen von Finanztest. Wer bereits unfallversichert ist, sollte seinen aktuellen Vertrag mit der Checkliste im Artikel überprüfen – und gegebenenfalls wechseln.

Die Untersuchung zeigt: Verbraucher haben die Wahl zwischen sehr gutem, aber eher teurem Schutz oder guten und preisgünstigen Tarifen ab einem Jahresbeitrag von 69 Euro.

Die Testergebnisse und viele weitere Tipps finden sich in der Oktober-Ausgabe von Finanztest und online unter www.test.de/unfallversicherung (kostenpflichtig).

Auf Partys haben Studenten laut Urteil unter Umständen keinen Unfallversicherungsschutz

Auf Partys haben Studenten laut Urteil unter Umständen keinen Unfallversicherungsschutz
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Studenten genießen Unfallversicherungsschutz – allerdings nicht auf Uni-Partys. Das entschied nun das Sozialgericht Mainz.

Was ist geschehen?

Ein Mainzer Student ist auf einer Uni-Feier. Dort verfolgt er einen Partygast, der eine Bierflasche geklaut hat. Als er den Dieb zur Rede stellt, kommt es zu einer Rangelei – beide stürzen, die Flasche zerbricht und der Student verletzt sich an der Hand. Später fordert er von der studentischen Unfallversicherung Geld – es sei ein Arbeitsunfall gewesen, so die Begründung. Die Unfallkasse will nicht zahlen, also geht es vor Gericht.

Das Urteil

Die Richter des Mainzer Sozialgerichts schließen sich der Haltung der Versicherung an (Aktenzeichen S 14 U 45/17). Bei der Party habe es sich nicht um eine universitäre Veranstaltung gehandelt. Von einem Arbeitsunfall könne also nicht die Rede sein. Daher bestehe auch kein Schutz durch die studentische Unfallversicherung. Die Schadenersatzforderung des Studenten wird abgelehnt.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Zank mit gesetzlicher Unfallversicherung „Es ist ja nur eine kleine Wespe gewesen“

Als eine Wespe vor über 20 Jahren eine Verkäuferin stach, die in einer Bäckerei gearbeitet hatte, kam es zu einm allergischen Schock. Um ausreichend finanzielle Unterstützung zu bekommen, muss sie bis heute kämpfen.
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Wer nach Arbeitsunfällen und sogenannten Berufskrankheiten nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr arbeiten kann, kann sich an die gesetzliche Unfallversicherung wenden. Doch die ziert sich oft – man würde dort lieber erst einmal ablehnen und dann abwarten, ob sich die Leute wehrten, berichtet Juristin Monika Steinbring dem Radiosender HR-Info.

Hier geht es zum Beitrag und zum Podcast.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Welche Denkfehler es in Sachen Unfallversicherung gibt

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Ob sich eine Unfallversicheurng wirklich lohnt, darüber gibt es geschiedene Meinungen


Ob sich eine Unfallversicheurng wirklich lohnt, darüber gibt es geschiedene Meinungen

Mit rund 26 Millionen Verträgen ist die Unfallversicherung die meist verbreitete Police zur Absicherung der Lebensrisiken. Trotzdem zieht so mancher Experte ihren Nutzen in Zweifel. Zu Recht? Das erfahren Sie hier.

Eine Risikolebensversicherung zahlt, wenn ich tot bin, eine Unfallversicherung zahlt, wenn ich einen Unfall habe – so in etwa dürfte der Laie über die scheinbar simpelsten Policen denken, die in der unübersichtlichen Versicherungswelt zu finden sind.

Weit gefehlt, findet Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Internetportals Finanztip. „Verzichtbar“, urteilte er jüngst in einem Medienbeitrag über die Unfallversicherung. Denn die Police gaukle lediglich vor, „in schwierigen Lebenssituationen tatsächlich zu zahlen“.

Er begründet dies unter anderem so:

Ein Unfall sei zwar die Voraussetzung, damit die Versicherung zahlt. Die viel wichtigere Voraussetzung sei aber, dass der Geschädigte dauerhafte Unfallschäden davontrage.

„Ein Beinbruch beim Skifahren genügt eben nicht. Das Bein muss hinterher schon ziemlich schief zusammenwachsen und eine wirkliche, langjährige Beeinträchtigung erleiden“, so Tenhagen – und das passiere glücklicherweise doch ziemlich selten.

Dazu verweist er auf Zahlen des Analysehauses Morgen & Morgen:

Demnach gehen rund 91 Prozent aller Fälle, die zu einer Invalidität beziehungsweise Berufsunfähigkeit führen, auf Krankheiten zurück, aber nur gut 9 Prozent auf Unfälle.

„Schließen Sie also keine Unfallversicherung ab, bevor Sie nicht versucht haben, sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung umfassend abzusichern“, rät der Finanztip-Chef Verbrauchern, da letztere auch im Falle einer krankheitsbedingten Invalidität leiste.

Kritik an der Gegenüberstellung von Unfallversicherung und BU-Police

Auch Versicherungsmakler Philip Wenzel sieht in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) die wichtigste Form der Existenzabsicherung, allerdings hält er Tenhagens Gegenüberstellung von Unfallversicherung und BU für unangebracht – und bemüht dafür seinerseits einen Vergleich:

Das sei wie der „Vergleich der Leistungsfähigkeit einer Wohngebäude- und einer Hausratversicherung“, schreibt Wenzel in seiner Replik auf Tenhagens Beitrag. Es gebe hier zwar einige Schnittmengen, aber die eine Police sichere eben hauptsächlich das Wohngebäude und die andere den Hausrat ab.

Unfallversicherung soll nicht das Einkommen absichern

Die Schnittmenge zwischen BU und Unfallversicherung sei ebenfalls „rein zufällig“, so Wenzel. Unter der „falschen Annahme“, eine Unfallversicherung sei für die Absicherung des Einkommens notwendig, folge für den Leser selbstverständlich, dass jede andere biometrische Versicherung dafür besser geeignet sei, fährt der Makler fort.

Außerdem sei es kein Fehler des Produkts, dass eine Unfallpolice nicht bei jedem Unfall zahle, sondern erst, wenn ein Dauerschaden vorliege. Sie sei „ja gerade deswegen so günstig, weil sie nur dann hohe Summen leistet, wenn eine schwere Invalidität infolge des Unfalls vorliegt“. Würde sie schon bei jedem Beinbruch eine Leistung erbringen, so Wenzel, müsste sie deutlich teurer kalkuliert werden.

Zudem merkt der Makler an, dass ein Beinbruch finanziell gesehen eben kein sprichwörtlicher Beinbruch sei – also kein Risiko, das einem ein Versicherer abnehmen müsste.

Das wäre erst bei einer schweren körperlichen Einschränkung aufgrund eines Unfalls gegeben. Hier wären beispielsweise Kosten für Umbauten und spezielle Anfertigungen nötig, schreibt Wenzel.

„Niemand von uns ist davor sicher, zu verunglücken“, warnt indes der Bund der Versicherten (BdV) in einer aktuellen Broschüre. Analog zu Makler Wenzel erklären die Verbraucherschützer darin, dass die Unfallversicherung in erster Linie den Kapitalbedarf abdecken solle, der beispielsweise für Umbaumaßnahmen von Auto oder Wohnung, zusätzliche Hilfsmittel oder Therapien, Hilfe im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung anfiele.

Grad der Invalidität zählt

Um den Verlust der Arbeitskraft finanziell abzufedern, sei hingegen die Berufsunfähigkeitsversicherung zuständig, so der BdV. Denn anders als bei der BU gebe es bei der klassischen Unfallversicherung keine vorher fest vereinbarte Leistung. Stattdessen zahlt der Versicherer im Ernstfall einen bestimmten Prozentsatz der vertraglich festgelegten Invaliditätssumme aus.

Dieser Wert richtet sich nach dem Grad der Invalidität, den der Versicherte beim Versicherer in Form eines ärztlichen Gutachtens geltend macht. So sind für einige Körperteile und Sinnesorgane feste Prozentsätze vereinbart – die sogenannte Gliedertaxe.

Beispiel:
Verliert der Versicherte nach einem Unfall ein Auge, so beträgt der Grad der Invalidität 50 Prozent. Allerdings kann die Gliedertaxe sowohl bei den Anbietern variieren als auch in den jeweiligen Tarifen. „Versicherer nutzen – je nach Qualität ihrer Versicherungsbedingungen – unterschiedliche Gliedertaxen“, stellt Finanz- und Versicherungsmakler Frank Rindermann klar.
„Dabei kann für die gleiche Beeinträchtigung bei Versicherer A ein Invaliditätsgrad von 60 Prozent vorliegen, aber bei Versicherer B ein Grad von 75 Prozent.“ Hier ist also ein genauer Blick ins jeweilige Bedingungswerk erforderlich. Auch bei der Wahl einer angemessenen Invaliditätsgrundsumme ist Sorgfalt gefragt.

Junge Menschen, Hausfrauen und -männer sollten hier mindestens 200.000 Euro veranschlagen, empfiehlt der BdV.

„Falls Sie Versorger Ihrer Familie sind, könnten Sie die Summe nach Ihrem Alter und Ihrem Einkommen festlegen“, heißt es weiter. Als Faustregel empfehlen die Verbraucherschützer, dass ein 30-Jähriger das Sechsfache seines Bruttojahreseinkommens absichern sollte, ein 40-Jähriger das fünffache Bruttojahreseinkommen, und mit 50 Jahren sollte es der vierfache Wert sein.

Zusätzlich rät der BdV dazu, eine Progression im Vertrag zu vereinbaren.

Was hat es damit auf sich?

Mit einer Progression erhalten Versicherte bei schwerwiegenderen Beeinträchtigungen mehr Geld, als ihnen nach dem festgestellten Invaliditätsgrad eigentlich zustehen würde. Das heißt, dass bei einer Invalidität von 50 Prozent nicht nur die Hälfte der vereinbarten Invaliditätsleistung ausgezahlt wird, sondern – je nach Vereinbarung – 200 oder 300 Prozent, wie der Versicherungsverband GDV vorrechnet.

Dazu ein Beispiel:

Herr Meier ist mit 200.000 Euro für den Invaliditätsfall versichert. Bei einem Verkehrsunfall verletzt er sich das rechte Bein so schwer, dass es unterhalb des Knies amputiert werden muss. Der Anspruch auf Invaliditätsleistung beträgt dann nach der Gliedertaxe für den Teilverlust des Beins 50 Prozent. Dieser Wert mal 200.000 Euro ergibt dann 100.000 Euro. Hätte Herr Meier eine Progression von 225 Prozent vereinbart, würden ihm 150.000 Euro zustehen.

Doch inzwischen gibt es erste Policen am Markt zu besichtigen, die ohne die – im Einzelfall durchaus komplizierte – Berechnung von Grundsumme, Gliedertaxe und Progression auskommen. Anstelle eines pauschalen Betrags werden hier alle tatsächlich entstehenden unfallbedingten Kosten erstattet – inklusive Einkommensverlust und damit einhergehender reduzierter Rentenansprüche. Gedeckelt sind die Leistungen erst bei satten 10 Millionen Euro.

Ein entsprechendes Produkt hatte die Bayersiche vor zwei Jahren entwickelt, in diesem Jahr zog der Volkswohl Bund nach.

Das Prinzip beider Konzepte:

Bei einem Unfall agieren die Versicherer so, als wären sie der Unfallverursacher, sie haften also gewissermaßen für den Schaden. Wer hier nicht nur Paralellen zu einer Haftpflicht mit Forderungsausfall erkennen will, sondern auch zur BU – Stichwort: Einkommensabsicherung –, darf das tun, muss es aber nicht.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Von

Lassen Sie sich unabhängig und kompetent von den Versicherungsexperten bei ProFair24 beraten

 

Tierkrankenversicherung: Notfallhilfe für Hund und Halter

Tierkrankenversicherungen im Test: Stiftung Warentest prüft Tarife
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Hunde sind Familienmitglieder, Trostspender und vielfach der „beste Freund des Menschen.“ Problematisch wird es, wenn das Tier schwer erkrankt oder der Besitzer einen Unfall hat und sich zeitweise nicht darum kümmern kann. Für diesen Fall bietet die Helvetia mit PetCare nun eine neue Tierkrankenversicherung.

Haustiere bereiten ihren Besitzern viel Freude. Doch komplizierter wird es, wenn das Tier oder die Besitzerin ernsthafter erkranken.

Laut Statistik leben aktuell rund 30 Millionen Haustiere in deutschen Haushalten. Darunter allein acht Millionen Hunde. Für die Tiergesundheit geben die Deutschen pro Jahr rund zwei Milliarden Euro aus. Wobei nur etwa fünf Prozent der Tierbesitzer tatsächlich eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen haben und somit den Großteil entstehender Tierarztkosten aus eigener Tasche zahlen.

So kostet allein eine Kreuzband-Operation bei einem Hund rund 2.000 Euro. Erkrankt der Besitzer, wird die Versorgung des „besten Freundes“ zu einer logistischen Herausforderung, wenn Verwandte oder Freunde fehlen.

Eine Lösung ist die Absicherung über eine Tierkrankenversicherung mit integriertem Schutzbrief, der ähnlich wie beim Auto, eine umfassende Versorgung im Notfall sicherstellt. Zu den angebotenen Assistance-Leistungen gehören unter anderem die Organisation einer Unterbringung in der Tierpension oder im gewohnten Umfeld, die Organisation von Futter oder Medikamenten, Fahrdienste zum Tierarzt, ein Notfalltransport bei einem Unfall sowie die Vermittlung von ortsnahen Tierärzten und Fahrdienste sofern nötig.

Sollte der Tierbesitzer einen Unfall haben, reicht ein Anruf bei der Notfall-Nummer. Die Assistance-Leistungen können dort rund um die Uhr abgerufen werden. Die Mitarbeiter der Hotline organisieren die notwendigen Dienstleister.

Alle Kosten werden direkt übernommen und der Tierbesitzer muss nicht in Vorlage treten. Laut Helvetia wird der Schutzbrief in Rahmen einer OP-Kosten-, Hunde-Unfallversicherung oder einer Tierkrankenversicherung angeboten. (dr)

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Was sich 2019 für Versicherte ändert

Von Betriebsrente bis Hochwasserschutz
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Auch diesmal müssen sich Versicherte zum Jahreswechsel auf einige Veränderungen einstellen. Der Versicherungsverband GDV hat fünf wichtige Neuerungen vorgestellt: Neben guten Nachrichten für Besitzer von Betriebs- und Rürup-Renten findet sich darin auch ein Hinweis speziell für Bürger in Bayern. Die Details gibt es hier.

Neues Jahr, neue Regeln. Das gilt natürlich auch für den Versicherungsbereich. Was sich 2019 für Versicherungskunden ändert, hat das Verbraucherportal der Versicherungswirtschaft anhand von fünf Punkten veranschaulicht. Diese lauten so:

  1. Arbeitgeberzuschuss für Betriebsrenten wird zur Pflichtsache

Arbeitnehmer, die einen Teil ihres Bruttolohns sozialversicherungsfrei in eine betriebliche Altersversorgung einzahlen, haben im neuen Jahr Anspruch auf Zuschüsse vom Arbeitgeber. Bislang ist die Beteiligung des Arbeitgebers freiwillig. Bei Neuverträgen, die ab 1. Januar 2019 geschlossen werden, müssen Arbeitgeber den umgewandelten Beitrag der Arbeitnehmer um 15 Prozent aufstocken. Für Altbestände gilt diese Regelung erst ab 2022.

  1. Entlastung von Betriebsrenten aus Pensionskasse

Dies betrifft alle Arbeitnehmer, die nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis alleine in eine Pensionskasse eingezahlt haben. Für Leistungen der Pensionskasse müssen ab 2019 keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mehr gezahlt werden (wir berichteten). Hat der Arbeitnehmer in den letzten vier Jahren zu viel Beiträge gezahlt, hat er Anspruch auf Erstattung.

  1. Höherer Steuerabzug für Rürup-Renten

Wer mit einer Rürup-Rente vorsorgt, darf im kommenden Jahr wieder einen größeren Teil seiner Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Zum einen steigt der steuerliche Höchstbetrag zur Basisrente auf 24.305 Euro. Zudem erkennt das Finanzamt nun 88 Prozent der eingezahlten Beiträge als Sonderausgaben an (2018: 86 Prozent). Somit sind 2019 maximal 21.388 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig. Für gemeinsam veranlagte Ehegatten/Lebenspartner verdoppeln sich diese Beträge.

  1. Neue Informationsblätter sollen für mehr Durchblick vorm Abschluss sorgen

Ab Januar stellen Anbieter von Sach- und Unfallversicherungen sowie bestimmter Lebensversicherungen neue Informationsblätter im Internet bereit (wir berichteten). So sollen Verbraucher möglichst frühzeitig einen schnelleren Überblick zu einzelnen Policen erhalten. Das Informationsblatt ist in den Versicherungssparten einheitlich gestaltet und gibt unter anderem Auskunft über: die Art der Versicherung, die Laufzeit, den Umfang der gedeckten Risiken und die Höhe und Zahlungsweise der Versicherungsprämie.

  1. Bayern streicht staatliche Nothilfen für Hochwasseropfer

Der Freistaat Bayern hat angekündigt, ab dem 1. Juli 2019 keine staatlichen Soforthilfen nach Naturkatastrophen mehr zu zahlen (wir berichteten). Damit reagiert der Freistaat auf das steigende Risiko von Wetterextremen. Staatshilfen sind kein Ersatz für fehlenden Versicherungsschutz. Hauseigentümer sollten deshalb prüfen, ob ihre Wohngebäudeversicherung alle Naturgefahren einschließt und sich umfassend versichern, empfiehlt der Versicherungsverband.

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Gewerbeversicherung Leads

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