Patienten werden häufiger Opfer von Behandlungsfehlern

Bericht der Techniker Krankenkasse
Bericht der Techniker Krankenkasse

Mehr und mehr Patienten geben an, fehlerhaft oder falsch behandelt worden zu sein. 2016 ist die Zahl auf etwa 4.400 Verdachtsfälle gestiegen – das ist ein Plus von 26 Prozent, wie ein Bericht der Techniker Krankenkasse zeigt. Als Folge forderte die Krankenkasse im vergangenen Jahr rund 14 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken zurück.

Etwa 4.400 Fälle über den Verdacht von Behandlungsfehlern gingen 2016 bei der Techniker Krankenkassen (TK) ein. Das sind 26 Prozent mehr als im Jahr zuvor, heißt es von der Krankenkasse. Insgesamt hat die TK im vergangenen Jahr deshalb 14 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten der Fehlbehandlungen zurückgefordert.

Die meisten Verdachtsfälle sind laut TK-Bericht im chirurgischen Bereich zu finden (1.372 Fälle), gefolgt von Zahnärzten (606), Allgemeinmedizinern (382), Orthopäden (378), Gynäkologen (222) und Augenärzten (155).
Die Techniker führt den Anstieg nicht auf eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung, sondern auf das erhöhte Risikobewusstsein ihrer Versicherten zurück. 2016 habe sie nämlich das Hilfsangebot bei möglichen Fehlbehandlungen verbessert.
Nach dem neuen Patientenrechtegesetz sind gesetzliche Krankenkassen verpflichtet, ihre Patienten bei möglichen Beratungsfehlern zu unterstützen. So hat die TK 2016 insgesamt 1.492 Gutachten beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) erstellen lassen. 61 davon landeten vor Gericht.

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Roland

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