Stehen nun auch andere Sparformen auf der Abschussliste?

Stehen nun auch andere Sparformen auf der Abschussliste?

Nach BGH-Urteil zu Bausparverträgen

Nach BGH-Urteil zu Bausparverträgen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in der vergangenen Woche entschieden, dass Bausparkassen hochverzinste Altverträge kündigen dürfen. Jetzt fühlen sich auch andere Geldinstitute ermutigt, ebenfalls langfristige Sparverträge oder Riester-Banksparpläne zu kündigen. Das vermutet zumindest Verbraucherschützer Hermann-Josef Tenhagen in seiner Kolumne auf Spiegel Online.

Vor allem Bausparer sind seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Thema Bausparkassen aus der vergangenen Woche wohl etwas eingeschüchtert – denn die Richter haben den Kreditinstituten grundsätzlich erlaubt, hochverzinste Bausparverträge zu kündigen, wenn die Darlehen ihrer Kunden seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif sind (wir berichteten).

Durch diese Entscheidung könnten sich nun aber auch andere Anbieter von Sparverträgen ermutigt sehen, für sie selbst unvorteilhafte oder teure Verträge zu beenden, vermutet Verbraucherschützer Hermann-Josef Tenhagen in seiner Kolumne auf Spiegel Online. Vor allem langfristige Sparverträge und Riester-Banksparpläne seien betroffen.

So nennt er einige Beispiele, in denen beispielsweise Sparkassen Verträge kündigen wollten, die einst zwar Kunden durch Boni gelockt hätten, nun aber zinsmäßig eher eine Last für die Geldinstitute seien. In Sachsen tobe gerade die Auseinandersetzung um solche Verträge bei der Sparkasse Leipzig, schreibt Tenhagen.

Auch Riester-Banksparpläne passten in dieses Schema. Viele Sparer müssen sich daher nun fragen: Greift auch hier das Urteil des BGH?

Tenhagen hat daher ein paar Tipps für Bausparer, aber auch Kunden mit anderen Verträgen, zusammengestellt:

  • Trotz des BGH-Urteils gilt: Nicht in jedem Fall ist eine Kündigung des Bausparvertrags rechtens. Das muss erst geprüft werden.
  • Wenn der Vertrag aber doch in das Schema des Urteils passt, ist das entscheidende Stichwort die Zuteilung. Denn nach Erhalt der Zuteilung gilt eine Zehn-Jahres-Frist. Die sollten Sparer bis zur Grenze ausnutzen und sich auf keinen Fall vorher aus dem Vertrag drängen lassen.
  • Es gilt allgemein, auf jeden Fall alle Möglichkeiten auszunutzen, die der Vertrag hergibt.
  • Wer nach der Kündigung eine neuen Anlage sucht, sollte sein Geld nicht erneut zu einer Bausparkasse schleppen, so Tenhagen. Als Alternative schlägt er Festgeldkonten und Indexfonds vor.
weiter lesen  Aktienfonds Deutschland: In deutsche Champions investieren

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Weitere interessanten Themen:

RICHTIG VERSICHERT BEI UNWETTER

BGH-URTEIL: BAUSPARKASSE DARF KÜNDIGEN

Tipps zur soliden Planung bei der Baufinanzierung

Follow me

Roland

Geschäftsführer und Mädchen für bei ProFair24
Hallo,
ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen.
Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.
Roland
Follow me
Roland

Hallo,ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen.Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar