Vorsorgevollmacht: Vier Gründe für den Gang zum Notar

Diese vier Gründe sprechen für eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht
Diese vier Gründe sprechen für eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht

Bei der Erstellung einer Vorsorgevollmacht, Patienten- oder Betreuungsverfügung ist eine Beratung zwar nicht Pflicht, sie kann aber durchaus Vorteile haben. Diese vier Gründe sprechen für eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht.

Laut der aktuellen Ausgabe der Verbraucherzeitschrift Finanztest (1/2017) ist die Erstellung einer Vorsorgevollmacht bei einer Betreuungsbehörde zwar kostengünstiger (um die 10 Euro).

Allerdings böte der Gang zum Notar einige Vorteile, auch wenn hier meist wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden müsse (Kosten abhängig vom Vermögen). Bei einem Vermögen von 100.000 Euro fallen Informationen der Bundesnotarkammer zufolge für eine umfängliche Vollmacht beispielsweise maximal 165 Euro nebst Umsatzsteuer und Auslagen an.

Die Kammer selbst nennt folgende Vorteile der Erstellung einer Vorsorgevollmacht durch einen ihrer Notare:

1. Individuelle Beratung und Gestaltung

Der Interessent erhalte durch den jeweiligen Notar eine umfassende Beratung, die auch Formulierungshilfen beinhalte. Auf diese Weise würde auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche eingegangen, vor Irrtümern geschützt und für Rechtssicherheit gesorgt. Dies sei bei der Nutzung eines Formulars nicht gewährleistet.

2. Geschäftsfähigkeit und Identität werden geprüft

Laut Bundesnotarkammer sei der Notar verpflichtet, bei der Beurkundung die Identität und Geschäftsfähigkeit bzw. Einsichtsfähigkeit des Vollmachtgebers zu überprüfen. Im Rechtsverkehr mit Banken oder Behörden würden beurkundete Vorsorgevollmachten aus diesem Grund eine besonders hohe Akzeptanz und Beweiskraft haben.

3. Umfassende Einsatzmöglichkeiten

Zwar würden in vielen Fällen keine besonderen Formvorschriften gelten – nichtsdestotrotz sehe es in Einzelfällen häufig anders aus. So sei der Abschluss eines Darlehensvertrages durch einen Bevollmächtigten ausschließlich durch eine beurkundete Vorsorgevollmacht möglich.

4. Für Ersatz ist gesorgt

Finanztest zufolge behalte der Notar das Original der Urkunde, während die Bevollmächtigten lediglich eine Ausfertigung erhalten. Auf diese Weise könne sichergestellt werden, dass sie im Nachgang nichts mehr veränderten.
Laut der Bundesnotarkammer könne der Notar zudem den Bevollmächtigten im Falle des Verlustes der Vollmacht weitere Ausfertigungen erstellen, die rechtlich den gleichen Wert wie das Original hätten. Bei privatschriftlichen Vollmachten bedeute ein Verlust des Originals in der Regel den Verlust der Vertretungsmöglichkeit. Bei zwischenzeitlicher Geschäftsunfähigkeit des Vollmachtgebers müsse dann ein gesetzlicher Betreuer ernannt werden. (nl)

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Roland
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Veröffentlicht von: Roland

Hallo, ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen. Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.

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