Das sind die zehn Todsünden beim Testament

Das sind die zehn Todsünden beim Testament

Tipps vom Rechtsanwalt

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Jährlich werden dreistellige Milliardenbeträge vererbt. Die meisten Erblasser überlegen auch, ob sie ein Testament machen sollen oder nicht. Viele verfassen es dann selbst. Welche zehn Hauptfehler sie dabei machen, erklärt Rechtsanwalt Alexander Hendrich in seinem Gastbeitrag.

Fast jedes zweite Testament weist Fehler auf, die mitunter vor Gericht dann falsch ausgelegt werden oder sogar zur Nichtigkeit des gesamten Testamentes führen. Wir haben hier die zehn häufigsten Fehler aufgeführt.

Fehler 1: Fehlendes Testament

Viele Erblasser verzichten auf die Erstellung eines Testamentes aufgrund fehlerhafter Vorstellungen hinsichtlich der gesetzlichen Erbfolge. Verbreitet ist insbesondere der Irrglaube, dass bei Ehepaaren der Überlebende automatisch Alleinerbe des anderen wird. Dies ist aber gerade nicht so, wenn der Erblasser noch Verwandte hat. Die Folge ist dann, dass der Ehepartner eben nicht Alleinerbe wird.

Fehler 2: Formanforderungen nicht beachtet

Letztwillige Verfügungen unterliegen Formvorschriften. So muss zum Beispiel das eigenhändige Testament komplett mit der Hand geschrieben und mit Datum versehen und unterschrieben werden. Ein Verstoß hiergegen führt zur Unwirksamkeit des gesamten Testaments.

Fehler 3: Unklarer Inhalt

Unverständliche oder mehrdeutige Formulierungen können im Erbfall zu Streit oder gar falscher Auslegung des letzten Willens des Erblassers führen. Wen hat er zum Beispiel gemeint, als er von „meinen Kindern“ schrieb? Meinte er nur seine leiblichen oder auch die Schwiegerkinder oder auch die, die seine zweite Frau mit in die Beziehung brachte und zwar von ihm aufgezogen wurden aber de facto einen anderen leiblichen Vater hatten?

Fehler 4: Problem Erbengemeinschaft

Nicht bedacht wird oftmals, dass sämtliche Erben Mitglied einer Erbengemeinschaft werden, die nun einheitlich entscheiden müssen, obwohl ihre Mitglieder, die vorher nichts miteinander zu tun hatten, sich nun über die Verteilung des Nachlassvermögens verständigen müssen.

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Fehler 5: Fehlende Nach-, Ersatz- oder Schlusserben

Wenn der im Testament ursprünglich Bedachte vor oder nach Erbfall wegfällt, führt dies oft dazu, dass plötzlich die geschiedene Ehefrau, der Urgroßcousin oder der Staat erben.

Fehler 6: Lebzeitige Schenkung

Oftmals werden einzelne Abkömmlingen bereits zu Lebzeiten beschenkt. Dies wollen viele Testierende mit Hilfe ihrer letztwilligen Verfügung gegenüber den anderen Bedachten ausgleichen. Eine entsprechende Anrechnungsbestimmung, die der Erblasser selber in seinem Testament trifft, ist jedoch nichtig.

Fehler 7: Pflichtteilsrechte berücksichtigen

Viele Testierende berücksichtigen nicht das Bestehen von Pflichtteilsansprüchen. Diese entstehen, wenn die gesetzlichen Mindest-Erbquoten nicht berücksichtigt werden. Das führt dazu, dass der eigentliche Erbe, der abgesichert werden sollte, nun die anderen auszahlen muss und massive Liquiditätsprobleme bekommt.

Fehler 8: Bindungswirkung

Oft nicht bedacht wird von Ehegatten, dass ein gemeinschaftliches Testament häufig nicht einseitig abänderbar ist. Insbesondere wenn ein Ehegatte bereits verstorben ist, ist ein Widerruf von Regelungen des gemeinschaftlichen Testaments nur sehr eingeschränkt möglich.

Fehler 9: Aufzehrung des Nachlasses durch Pflege und bei Behinderung

Durch unglückliche Erbregelungen kann es dazu kommen, dass der Nachlass durch Steuern, aber auch durch Pflegekosten oder Pflichtteile gemindert oder gar aufgebraucht wird, und den Schlusserben nicht mehr viel verbleibt.

Fehler 10: Falsche Aufbewahrung des Testaments

Das beste Testament nutzt nichts, wenn es nach Eintritt des Erbfalls nicht gefunden wird oder in falsche Hände gerät. Abhelfen kann hier eine sichere und professionelle Aufbewahrung.

Über den Autoren

Alexander Hendrich ist Rechtsanwalt bei der Anwaltskanzlei Arnold. Die Kanzlei in Berlin und Dresden berät zur Testamentserstellung bundesweit zahlreiche Mandanten und baut gezielt den tatsächlichen Willen des Erblassers in die Dokumente ein.

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Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

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Roland

Geschäftsführer und Mädchen für bei ProFair24
Hallo,
ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen.
Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.
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