Was bei AU-Klauseln in der BU-Versicherung zu beachten ist

Arbeitsunfähigkeitsversicherung und BU
Roland
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Inzwischen bieten 21 von 29 BU-Versicherern Tarife mit einer AU-Klausel an. Für den Versicherten hat das den Vorteil, dass er schon bei einer länger anhaltenden Arbeitsunfähigkeit, das heißt, über eine einfache Krankschreibung, berechtigt ist, Geld vom Versicherer zu bekommen.

Bereits bei einer länger anhaltenden Arbeitsunfähigkeit Leistungen aus einer BU-Police erhalten – ohne wirklich berufsunfähig zu sein. Was es mit den verbraucherfreundlichen AU-Klauseln auf sich hat, erklärt Pfefferminzia.

Statt 30 Seiten starke Formulare auszufüllen, einfach nur den gelben Schein vom Arzt in den Briefumschlag stecken, an den Versicherer schicken und aufs Geld warten – so lautet (etwas verkürzt) das Prinzip der sogenannten Arbeitsunfähigkeitsklausel, kurz AU-Klausel. Sie ermöglicht es dem Versicherten, Leistungen aus seiner Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu erhalten – ohne wirklich berufsunfähig zu sein.

Das Konzept erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit: Inzwischen bieten 21 von 29 BU-Versicherern Tarife mit einer AU-Klausel an. Für den Versicherten hat das den Vorteil, dass er schon bei einer länger anhaltenden Arbeitsunfähigkeit, das heißt, über eine einfache Krankschreibung, berechtigt ist, Geld vom Versicherer zu bekommen.

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Wie aber unterscheiden sich Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit eigentlich? „Bei einer Arbeitsunfähigkeit ist der Betroffene aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend nicht mehr in der Lage, seinen Beruf auszuüben. Oder er erhält vom Arzt eine Krankschreibung, weil die weitere Ausübung der Berufstätigkeit seinen Genesungsprozess gefährden könnte“, erklärt Versicherungsmakler Gerd Kemnitz.

Der Kerngedanke: Bei einer Arbeitsunfähigkeit besteht Aussicht auf Besserung – im Gegensatz zur Berufsunfähigkeit. Letztere trifft laut Kemnitz nur dann zu, wenn man voraussichtlich auf Dauer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. „Bei einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung wird dieser Prognosezeitraum zwar auf sechs Monate begrenzt“, sagt der Makler. Damit aber die vereinbarte BU-Rente gezahlt wird, muss auch noch der bedingungsgemäße Grad der Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent nachgewiesen werden.

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Veröffentlicht von: Roland

Hallo, ich bin Roland Richert, gelernter Versicherungsfachmann und Gründer von ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanz-TÜV. Hier bekommt ihr unabhängige Informationen und bei Bedarf kostenlose Beratung von unseren angeschlossenen Versicherungs- und Finanzexperten. Für einen ersten Check wurden von namhaften Unternehmen unterschiedliche Vergleichsrechner hinterlegt.

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