Möblierte Wohnung vermieten: Das sollten Sie beachten

Checkliste für Vermieter von möblierten Wohnungen

Wer seine Wohnung inklusive der Möbel für einen begrenzten Zeitraum vermieten will, sollte einige Punkte beachten, um Ärger zu vermeiden.

Möblierte Wohnungen auf Zeit mieten zu können ist für Mieter und Vermieter praktisch. Auch wenn Mieter und Vermieter in der Regel Privatpersonen sind, müssen sie einige wichtige Punkte beachten. Der Immobilienverband IVD hat eine Checkliste erstellt.

Wer beruflich für ein paar Monate umziehen muss oder als Student ein Auslandssemester plant, will häufig seine möblierte Wohnung vermieten. So kann die Wohnung ohne hohe finanzielle Einbußen gehalten werden. Auch Mieter, die nur ein paar Monate in einer Stadt verbringen sind für diese Alternative dankbar.

In einem Urteil des Berliner Verfassungsgerichts wurde eine Nutzungsdauer von drei bis acht Monaten als vertretbar angegeben, bevor von einem Beherbergungsbetrieb die Rede ist (VG 19 L 294.11). Annett Engel-Lindner, Fachreferentin für Immobilienverwaltung beim Immobilienverband IVD, rät, sich bei diesen scheinbar unkomplizierten Vermietungen an folgende Checkliste zu halten.

1. Mietvertrag

Annett Engel-Lindner rät dazu, auch für einen Mietvertrag auf Zeit einen schriftlichen Mietvertrag abzuschließen, selbst, wenn der Mieter nur für einen Monat bleibt. “Mit einer schriftlichen Fixierung der abgesprochenen Konditionen kann vermieden werden, dass es später zu Missverständnissen kommt oder verabredete Punkte unberücksichtigt bleiben”, sagt Engel-Lindner.

Viele Portale im Internet, die sich auf temporäres Wohnen spezialisiert habe, würden juristisch geprüfte Mietverträge anbieten, die als Vorlage heruntergeladen werden können. Grundlage für den Abschluss eines Zeitmietvertrags sei, dass sich der neue Mieter ausweist und zusätzlich zum Auszugstermin auch ein konkreter Befristungsgrund angegeben werden müsse.

2. Beendigung des Mietvertrages bei möblierter Einliegerwohnung

Mieter einer möblierten Wohnung haben laut Engel-Lindner grundsätzlich die gleichen Rechte und den gleichen Kündigungsschutz wie Mieter einer unmöblierten Wohnung. Ausnahme sind laut IVD die möblierten Räume der Vermieterwohnung, diese kann der Vermieter kündigen, ohne dass ein Kündigungsgrund wie Eigenbedarf vorliegt. Die ordentliche Kündigungsfrist verlängere sich in diesem Fall aber um drei Monate.

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Mietet der Mieter allerdings möblierte Räume in der Vermieterwohnung selbst an, kann der Vermieter in der Regel kündigen, ohne dass ein Kündigungsgrund wie Eigenbedarf oder wirtschaftliche Verwertung vorliegt. Die ordentliche Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall aber um drei Monate.

3. ausführliches Übergabeprotokoll

Zum Mietbeginn und zum Abschluss des Mietverhältnisses sollte eine Übergabe der Wohnung vorgenommen werden. Bei der persönlichen Übergabe mit dem Mieter sei schriftlich festzuhalten, wann und an wen die Wohnung übergeben wird, wie viele Schlüssel übergeben werden, wie hoch die Zählerstände von Strom, Wasser und Gas sind und wie der Zustand der Wohnung ist.

Ist die Wohnung möbliert, sei es empfehlenswert, eine Inventarliste zu verwenden. Viele Vermieter würden nicht jeden einzelnen Gegenstand notieren, sondern Sammelbegriffe verwenden wie Besteck oder Geschirr.

Je wertvoller einzelne Gegenstände sind, umso eher sollten diese jedoch in der Inventarliste explizit aufgeführt werden, bei einem Fernseher zum Beispiel auch das genaue Fabrikat. Die schriftlich fixierten Punkte sollten wie der Mietvertrag in zwei Exemplaren von Mieter und Vermieter unterschrieben werden.

4. Kaution und Quittung

Auch bei möblierten Wohnungen zum Wohnen auf Zeit sei es üblich, dass der Mieter Kaution zahlt. Die Miete für den ersten Monat sowie die Kaution werden normalerweise vorab, spätestens bis zur Übergabe der Wohnung gezahlt. Barzahlungen müssen vom Empfänger quittiert werden.

5. Mietvertrag ohne Besichtigung

Seit dem 13. Juni 2014 gilt eine gesetzliche Regelung, die professionelle Vermieter beachten müssen, wenn der Mietvertrag ohne vorherige Besichtigung der Wohnung abgeschlossen wird.

Ist der Vermieter ein Unternehmer oder erfolgt die Vermietung über eine Hausverwaltung und ist der Mieter ein Verbraucher, steht diesem laut IVD ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Unterlässt der Vermieter die Widerrufsbelehrung, verlängere sich das Widerrufsrecht auf zwölf Monate ab Abschluss des Mietvertrages.

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6. Kontaktdaten für den Notfall

Für den Notfall, wie beispielsweise ein Wasserschaden, sollten Vermieter ihren Mietern die Kontaktdaten der wichtigsten Ansprechpartner geben. Der Mieter benötige die Kontaktdaten vom Hausmeister, der Hausverwaltung oder einer anderen Person, die sich in der Wohnung gut auskennt. (kl)

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Roland

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