Kaum ein Verbraucher interessiert sich für Kosten von Versicherungsprodukten

Abschluss- und Vertriebskosten

Die meisten Sparer wissen nicht, wie viel sie ein Finanz- oder Versicherungsprodukt an Provisionen kostet. Das zeigt eine aktuelle Studie. Danach gehen den Deutschen durch dieses fehlende Wissen jedes Jahr mehrere Milliarden Euro flöten.

 

Nur etwa jeder zehnte Bundesbürger kennt die Abschlussprovisionen von Lebensversicherungen (11 Prozent), Rentenversicherungen (9 Prozent) oder Investmentfonds (9 Prozent). Das hat der Finanzdienstleister Rentablo anhand einer Umfrage herausgefunden. Auch die Bestandsprovisionen von Lebens- (8 Prozent) und Rentenversicherungen (6 Prozent) sowie Investmentfonds (7 Prozent) kennen die wenigsten.

Und weil die deutschen Sparer so wenig über Finanzen wissen, entgehen ihnen jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. „Dabei können gerade Fonds-Sparer ihre Rendite deutlich verbessern, indem sie sich Abschluss- und Bestandsprovisionen erstatten lassen“, sagt André Rabenstein, Geschäftsführer von Rentablo.

Immerhin: Bei den Abschlussprovisionen von Bausparverträgen (15 Prozent) wissen etwas mehr Leute Bescheid. Mit den laufenden Kosten eines Wertpapierdepots sind 17 Prozent vertraut. Noch besser steht es um das Wissen über Immobilien: Über Kaufnebenkosten (26 Prozent) sowie laufende Kosten (27 Prozent) wussten mehr als ein Viertel Bescheid.

Fragt man die Deutschen nach den monatlichen Kosten ihrer Girokonten, so konnten sogar 76 Prozent eine Antwort geben. Aber: Bei sonstigen Gebühren eines Girokontos, etwa für Bar-Abhebungen oder SMS für den TAN-Versand beim Online-Banking, war nur noch jeder Dritte (35 Prozent) informiert.

Auffällig: der Geschlechterunterschied

Generell sind Männer laut Studie besser informiert. Beispiel Girokonto: Während 81 Prozent der Männer angaben, die Kosten in etwa zu kennen, waren es nur 72 Prozent der Frauen, was zu dem gemischten Wert von 76 Prozent führte. „Dass Frauen unsicherer bei den Kosten sind, zieht sich durch die gesamte Studie“, so Rabenstein. „Es könnte aber auch sein, dass Frauen ihre eigenen Kenntnisse vorsichtiger einschätzen.“

Überdurchschnittlich gut Bescheid wissen hingegen Selbstständige sowie Befragte mit einem Haushaltseinkommen von über 3.000 Euro pro Monat. So meinte in diesen Gruppen zum Beispiel jeder Zweite, er würde die Erwerbskosten und laufenden Kosten einer Immobilie in etwa kennen.

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Roland
Admin

Vielen Dank an Konny,

schön das Du aufgepasst hast und mir das fehlende „sich“ zugeschickt hast. Habe es auch sofort eingesetzt und ich hoffe zu deiner Zufriedenheit platziert!