GKV-Versicherte wünschen sich mehr Aufklärung zur Krebsvorsorge

Aufklärung: Krebsvorsorge wird nur schlecht erklärt

Viele gesetzlich Versicherte fühlen sich hierzulande von ihren Krankenkassen nicht ausreichend über das Thema Krebsvorsorge aufgeklärt, wie eine aktuelle Studie zeigt. Vor allem jüngere Generationen sehen das so.

 

47 Prozent aller gesetzlich Versicherten in Deutschland fühlen sich in Sachen Krebsvorsorge nicht ausreichend von ihrer Krankenkasse beraten. Unter den Jüngeren zwischen 25 und 34 Jahren ist dieses Meinungsbild sogar noch stärker ausgeprägt (53 Prozent). Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov. Befragte ab 55 Jahren fühlen sich etwas seltener unzureichend aufgeklärt (41 Prozent). 37 Prozent von ihnen bestätigen eine ausreichende Information durch die Krankenkassen.

 

Ärzte scheinen hingegen etwas häufiger über Krebsvorsorgeoptionen zu informieren. Hier sagen 39 Prozent aller Befragten, dass sie sich gut beraten fühlen. 36 Prozent behaupten das Gegenteil. Trotzdem zeigt sich eine ähnliche Verteilung zwischen Jung und Alt: Während fast der Hälfte aller jüngeren Deutschen (47 Prozent) die Aufklärung durch Ärzte bisher nicht reicht, sagen dies nur 27 Prozent der älteren Generationen.

 

Hautkrebsvorsorge am beliebtesten

Laut Umfrage nutzen immerhin 55 Prozent der Befragten die Möglichkeit der Hautkrebsvorsorge. Fast ebenso häufig gehen Kunden der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Darmkrebsvorsorge (47 Prozent). Die letztgenannte nutzen Männern häufiger (64 Prozent) als Frauen (36 Prozent). Dafür geht die Mehrheit der Frauen (75 Prozent) zur Mammografie – also zur Brustkrebsvorsorge – und zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge (64 Prozent). Männer hingegen nehmen die Prostatavorsorge zu 64 Prozent wahr.

 

Deutsche zuversichtlich bei Behandlungsmöglichkeiten

Kommt es trotz Vorsorge zu einer Krebserkrankung, schätzen 39 Prozent der Befragten die Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland als gut ein. 30 Prozent halten sie für mittelmäßig, 8 Prozent für schlecht. 9 Prozent der Befragten würden eine Behandlung in einem anderen Land in Erwägung ziehen, wenn dort eine neuartigere und vielversprechendere Behandlung als in Deutschland angeboten wird, 14 Prozent würden diese Möglichkeit wahrscheinlich wahrnehmen, 30 Prozent vielleicht. Ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten zieht diese Option nicht in Erwägung.

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