Bankschließfächer: Große Preisunterschiede, teils kein Versicherungsschutz

Bankschließfach – hier sind Ihre Wertsachen sicher
Roland
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Wer Wertsachen und Dokumente sicher lagern will, sollte bei der Wahl eines Schließfaches die Preise vergleichen und prüfen, ob die Schließfachmiete eine Versicherung enthält. Finanztest hat die Angebote für Schließfächer von 29 Banken und 3 privaten Anbietern untersucht und große Preis- und Leistungsunterschiede festgestellt. Für Kunden der Banken reichen die Preise von 40 bis 200 Euro pro Jahr, bei einigen fehlt der Versicherungsschutz oder er reicht nicht aus.

 

Nicht alle Banken haben eigene Schließfachanlagen, zum Beispiel die Targobank und die Postbank. Andere vermieten nur an eigene Kunden, die ein Girokonto bei ihnen haben. 10 von 29 Banken im Test vermieten Schließfächer auch an fremde Kunden. Fünf Banken, die Schließfächer an Nichtkunden vermieten, verlangen von diesen einen höheren Preis. Die Förde Sparkasse zum Beispiel nimmt statt 110 Euro dann 220 Euro im Jahr.

 

Bei 6 der 29 Banken ist im Mietpreis keine Versicherung enthalten, bei anderen ist die Versicherungssumme zu niedrig. In der Regel kann der Mieter des Schließfaches gegen Aufpreis zusätzlichen Schutz abschließen. Finanztest rät, zu prüfen, ob die Hausratversicherung bereits Wertgegenstände in Schließfächern abdeckt.

 

Der Test Bankschließfächer findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/bankschliessfach abrufbar.

Was kostet es, Schmuck, Gold und wichtige Dokumente in einem Bank­schließ­fach vor Verlust und Beschädigung zu schützen? Die Stiftung Warentest hat die Konditionen von 29 Banken und 3 banken­unabhängiger Anbietern getestet. Der Test zeigt: Bei Preis und Versicherungs­schutz gibt es große Unterschiede. Die Miet­preise für unseren Modell­fall reichen von rund 40 bis knapp 500 Euro im Jahr. Etliche Banken vermieten nur ihren eigenen Kunden ein Schließ­fach.

 

Schließ­fach von fremder Bank kostet extra

Nur 10 von 29 Banken, die uns ihre Miet­preise mitgeteilt haben, vermieten ihre Schließ­fächer auch an fremde Kunden. Diese müssen dann teil­weise den doppelten Preis zahlen. Die Nach­frage ist seit Jahren hoch: Bei den Banken in unserem Test lag die Auslastungs­quote zwischen 50 und 92 Prozent.

Das bietet der Schließ­fach-Test der Stiftung Warentest

Miet­preise. Die Tabelle zeigt die Miet­preise für Schließ­fächer bei 29 Banken und 3 privaten Anbietern. Unser Modell­fall ist ein Stahlfach, in das ein breiter Akten­ordner passt. Neben dem Preis für unser Modell­fach nennen wir für jeden Anbieter die Preise des kleinsten und des größten Schließ­faches. Außerdem zeigt unsere Tabelle, welche Banken nur an eigene Kunden vermieten und welche Aufpreise einzelne Banken von Nicht­kunden nehmen.

Versicherungs­schutz. Wir führen auf, bis zu welcher Höhe die Schließ­fächer versichert sind. Die Tabelle zeigt, wie viel eine Erhöhung der Versicherungs­summe gegebenenfalls kostet. Und wir sagen, ob ein eigener Tresor zu Hause eine Alternative zum Bank­schließ­fach ist.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 04/2020.

Große Preis­unterschiede bei Bank­schließ­fächern

Für den Test hat die Stiftung Warentest die Konditionen von 80 Banken und 9 alternativen Anbietern abge­fragt. 36 Geldhäuser und drei Anbieter von banken­unabhängigen Schließ­fächern haben uns ihre Konditionen mitgeteilt. 31 Anbieter reagierten nicht auf unsere Anfrage, 26 weitere haben uns keine Auskunft zu ihren Schließ­fächern gegeben.

Ein Akten­ordner muss reinpassen.

Banken bieten oft verschieden große Schließ­fächer an. Deshalb haben wir für die Vergleich­barkeit, jeweils den Preis für ein Fach abge­fragt, in das ein breiter Akten­ordner passt (Breite: 29 cm/ Höhe: 8 cm/ Tiefe: 32 cm). Die güns­tigste Bank verlangte dafür 40 Euro Jahres­miete, die teuerste stolze 200 Euro. Bei den alternativen Anbietern lag die Miete sogar noch höher: Einer verlangt knapp 500 Euro.

Auf den Versicherungs­schutz achten

Wer ein Schließ­fach mietet, sollte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den darin enthaltenen Versicherungs­schutz achten. Warum das wichtig ist, verdeutlicht ein Beispiel aus Nieder­sachsen: Durch ein Hoch­wasser wurde im Juli 2017 der Tresorraum einer Filiale der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine geflutet und der Inhalt vieler Schließ­fächer zerstört. Die meisten Kunden bekamen den Schaden nicht ersetzt. Der Grund: In der Miete fürs Bank­schließ­fach war kein Versicherungs­schutz für Elementarschäden enthalten.

Sechs Banken bieten keinen Versicherungs­schutz an

Dass dies kein Ausnahme­fall ist, zeigt unser Schließ­fach-Test. Bei sechs Kredit­instituten ist im Miet­preis kein Versicherungs­schutz inklusive. Bei anderen Geldhäusern ist die Versicherungs­summe gering und beträgt weniger als 10 000 Euro. In unserer Tabelle führen wir daher genau auf, wie hoch der enthaltene Versicherungs­schutz bei den verschiedenen Banken ist. Wir zeigen außerdem, was zusätzlicher Versicherungs­schutz kostet.

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Veröffentlicht von: Roland

Hallo, ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen. Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.

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