Gesetzliche Rente: Mit Sonderzahlungen Rente aufbessern und gleichzeitig Steuern sparen

Mit Sonderzahlungen Rente aufbessern
Roland
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Mit zusätzlichen Zahlungen in die Rentenkasse ihre spätere Rente aufbessern und dabei gleichzeitig Steuern sparen – diese Möglichkeit haben Beschäftigte ab 50 Jahren, wenn sie bis zum Rentenbeginn 35 Versicherungsjahre vorweisen können. Je nach Einkommen können sich Steuerzahler einen erheblichen Teil der Sonderzahlung über die Steuererklärung zurückholen. Das zeigen die Experten der Stiftung Warentest in der aktuellen August-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest.

Dass Arbeitnehmer mit zusätzlichen Beiträgen in die gesetzliche Rentenkasse Steuern sparen können, gilt noch als Geheimtipp. Der Spartrick ist möglich, seit Rentenabschläge durch einen früheren Rentenbeginn ab 63 ausgeglichen werden können. Denn die Sonderzahlungen dürfen bis zu einem bestimmten Betrag als Altersvorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Wer die Sonderzahlungen auf mehrere Jahre verteilt, bekommt so je nach Einkommen einen erheblichen Teil des Betrags über die Steuerersparnis zurück.

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Doch die Sonderzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse lohnen sich nicht nur steuerlich. Das zeigt der Vergleich mit einer klassischen privaten Rentenversicherung. Wird in beide Versicherungsformen der gleiche Einmalbetrag eingezahlt, erhalten die gesetzlichen Rentner am Ende netto deutlich mehr Monatsrente als diejenigen, die den Weg über eine private Rentenversicherung gewählt haben.

Für alle über 50 Jahre, die etwas Geld auf der hohen Kante haben und überlegen, wie sie damit am besten fürs Alter vorsorgen, können Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse ein attraktives Investment sein. Allerdings steht das Geld dann nicht mehr bei einer kurzfristigen finanziellen Notlage zur Verfügung. Finanztest erläutert Vor- und Nachteile einer Sonderzahlungen, erklärt, unter welchen Voraussetzungen diese möglich sind und zeigt in sieben Schritten, wie es geht.

Der vollständige Artikel „Gesetzliche Rente erhöhen“ findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/rente-extrazahlung.

 

Die Rente erhöhen und Steuern sparen

Der Ruhe­stand nähert sich, doch der Blick aufs Renten­konto trübt die Vorfreude? Keine einfache Situation, denn gute Anlage­möglich­keiten werden im letzten Viertel des Arbeits­lebens rarer. Mit zusätzlichen Zahlungen können gesetzlich Renten­versicherte ihre künftige Rente aufbessern und gleich­zeitig kräftig Steuern sparen – Die Stiftung Warentest zeigt, wie es geht.

 

Zusätzlich in die Rentenkasse einzahlen

Dass die Rente etwas höher ausfallen könnte, dürfte sich so mancher wünschen, der auf den Ruhe­stand zugeht. Doch für chancenreiche Manöver an den Aktienmärkten bleibt bis zum Renten­beginn dann nur noch wenig Zeit. Sichere Anlagen werfen kaum etwas ab. Eine Alternative für ältere Arbeitnehmer können zusätzliche Zahlungen an die gesetzliche Rentenkasse sein. Zusammen mit der Steuerersparnis, die dabei drin ist, lohnt sich das leicht.

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Das bietet der Artikel „Zusätzlich in die Rentenkasse einzahlen“ der Stiftung Warentest

Gelegenheit. Beschäftigte ab 50 können eine Regelung nutzen, die streng genommen dafür da ist, die Abschläge einer Frührente bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Genauso gut können sie damit aber ihre reguläre Alters­rente erhöhen.

Beispiel­rechnung. Warum Extrazah­lungen für kommende Ruhe­ständler interes­sant sein könnten, rechnen wir am Beispiel einer 55-jährigen Muster-Arbeitnehmerin vor, die 50 000 Euro brutto im Jahr verdient. Sie kann ihre gesetzliche Rente damit um mehr als 200 Euro erhöhen und gleich­zeitig rund 13 700 Euro Steuern sparen, wenn sie über drei Jahre verteilt zusätzlich 44 916 Euro in die Rentenkasse einzahlt.

Anleitung. Ganz so einfach wie bei einem Sparplan läuft das zusätzliche Einzahlen in die Rentenkasse nicht. Aber mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung ist das schnell erledigt. Dort nennen wir die wichtigsten Vor- und Nachteile.

 

Einzahlungs­summe ist gedeckelt

Frei wählen können Arbeitnehmer den Einzahl­betrag nicht. Die Rentenkasse rechnet einen individuellen Maximal­betrag aus. Das ist die Summe, die sie einzahlen müssten, um anfallende Abschläge bei einem vorzeitigen Renten­beginn auszugleichen. Mehr geht nicht, und damit ist auch das mögliche Plus bei der Rente begrenzt. Verglichen mit einer klassischen, aufgeschobenen Privatrente mit Garan­tieverzinsung ist die Einzahlung in die Rentenkasse gar nicht schlecht.

 

Renten­beginn frühestens mit 63 Jahren

Frühester Renten­start ist mit 63 Jahren. Das geht, wenn Versicherte bis dahin auf mindestens 35 Versicherungs­jahre kommen, sonst etwas später. Steuerlich attraktiv ist es für Beschäftigte oft, die zusätzliche Beträge von mehreren Tausend Euro in die Rentenkasse einzahlen wollen, die Summe über mehrere Jahre zu verteilen. Generell gilt: Die Steuerersparnis ist abhängig vom Brutto­einkommen pro Jahr begrenzt. Deshalb sollte jeder vor der Ausgleichs­zahlung ermitteln, wie viel Beitrag sich im Jahr steuerlich maximal auswirkt.

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Veröffentlicht von: Roland

Hallo, ich bin Roland Richert, gelernter Versicherungsfachmann und Gründer von ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanz-TÜV. Hier bekommt ihr unabhängige Informationen und bei Bedarf kostenlose Beratung von unseren angeschlossenen Versicherungs- und Finanzexperten. Für einen ersten Check wurden von namhaften Unternehmen unterschiedliche Vergleichsrechner hinterlegt.

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