Internationaler Tag der Familie

Roland
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Heute ist der Internationale Tag der Familie. Dieser im Jahr 1993 eingeführte Gedenktag der Vereinten Nationen soll daran erinnern, wie wichtig Familien für die Gesellschaft sind. Familien leisten viel. Sie gewährleisten die Betreuung und Erziehung von Kindern, sie übernehmen den Großteil der Pflege von Pflegebedürftigen und sie kümmern sich um den Haushalt.

Befragungen zeigen, dass Familien für diese Arbeiten viele Stunden am Tag aufwenden. Frauen leisten täglich durchschnittlich über vier Stunden an Familienarbeit. Damit leisten Frauen über 50 Prozent mehr Familienarbeit als Männer, die etwas weniger als drei Stunden pro Tag mit Familienarbeit verbringen.
Die derzeitige Corona-Pandemie verdeutlicht die hohe Bedeutung der Familienarbeit. Familien fangen die Schließungen von Kitas, Schulen und Freizeit-Einrichtungen auf. Und sie federn auch Aufnahme-Stopps von Pflegeheimen und den Wegfall von Tages- und Kurzzeit-Pflegeplätzen ab. Während die meisten Geschäfte inzwischen wieder geöffnet haben, setzt die Politik weiterhin auf die private Übernahme der Familienarbeit durch Familien. Auf eine angemessene finanzielle Anerkennung können Familien allerdings nicht bauen.

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, sagt dazu:

„Die derzeitigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus zeigen, dass Familienarbeit politisch immer noch nicht den Stellenwert hat, den sie eigentlich haben müsste. Der Anspruch auf eine Entschädigungsleistung für Eltern, die aufgrund der Kinderbetreuung Einkommensverluste haben, ist befristet und viel zu gering. Pflegende Angehörige erhalten abgesehen von einem verlängerten Pflegeunterstützungsgeld und einem zinslosen Darlehen keine finanzielle Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit. Es ist höchste Zeit, Familienarbeit stärker anzuerkennen!“

Mit Blick auf die derzeitige Corona-Pandemie fordert der VdK:

Darüber hinaus fordert der VdK:

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