Sustainable Finance-Strategie: Mehr Anreize für nachhaltige Investitionen

Roland
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Das Bundeskabinett hat am 5. Mai 2021 eine Strategie für nachhaltige Finanzierung („Sustainable Finance-Strategie“) beschlossen. Mit den dort beschriebenen 26 Maßnahmen möchte die Bundesregierung mehr Anreize für Investitionen in Klimaschutz und Nachhaltigkeit setzen.

Die vom Kabinett beschlossene „Sustainable-Finance-Strategie“ sieht vor,  dass der Bund sogenannte grüne Anleihen mit längeren Laufzeiten auflegt, um den entsprechenden Markt zu stärken. Die „Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur“ hatte im vergangenen Jahr erstmals ein solches Papier Investoren angeboten. Damit werden etwa Ausgaben des Bundes finanziert, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 orientieren. Bundesfinanzminiter Olaf Scholz sieht in der Kabinettsentscheidung eine Weichenstellung für die Branche: „Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden zum Leitmotiv.“

Deutschland als führender Standort

Als nächsten Schritt plant die Bundesregierung die Erarbeitung einer „Nachhaltigkeitsampel“ als Prüfmechanismus für Anlageprodukte. Nachhaltige Kapitalanlagen sollen die Umwelt schonen, die Menschenrechte achten und wirtschaftlich zukunftsfähig sein. Zahlreiche Kreditinstitute in Deutschland berücksichtigen neben den klassischen rein finanziellen Zielen vermehrt auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung oder aktiver Mitgliederförderung. Mit diesem vielseitigen Handeln nähern sich die Banken dem Gedanken von „Sustainable Finance“ zunehmend an. Insofern ist die Bundesrepublik prädestiniert, zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzen zu werden. Hinzu kommt, dass auch die KfW-Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zu den größten Green-Bond-Emittenten weltweit zählt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie beim Bundesministerium der Finanzen.

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