Hilfs­mittel zur Pflege – kein Rezept notwendig

In den nächsten Jahren werden Vermögensanlagen, Häuser und Lebenswerke der Betroffenen nicht vererbt, sondern den Pflegekosten zum Opfer fallen

Damit der Gutachter sich ein umfassendes Bild vom Versicherten und seinem Unterstüt­zungs­bedarf machen kann, sollte bei der Begut­achtung mindestens eine Person dabei sein, die den Antrag­steller gut kennt – oder eine Pfle­gekraft. Vor allem bei Menschen mit Demenz ist das wichtig, da sie sich bei der Begut­achtung häufig leistungs­fähiger zeigen, als das tatsäch­lich im Alltag der Fall ist. Der Gutachter geht auch auf den Rehabilitations­bedarf und die Versorgung mit Hilfs­mitteln wie das Pflegebett ein. Er kann Vorschläge machen und das im Gutachten fest­halten. Dann wird die Hilfs­maßnahme direkt bei der Kasse beantragt – ohne dass der Arzt eine Extra-Verordnung ausstellen muss.

Folgende Pfle­gegrade sind bei der Einstufung möglich

Pfle­gegrad 1: Geringe Beein­trächtigung der Selbst­ständig­keit

Pfle­gegrad 2: Erhebliche Beein­trächtigung der Selbst­ständig­keit

Pfle­gegrad 3: Schwere Beein­trächtigung der Selbst­ständig­keit

Pfle­gegrad 4: Schwerste Beein­trächtigung der Selbst­ständig­keit

Pfle­gegrad 5: Schwerste Beein­trächtigung der Selbst­ständig­keit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

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