Leistungen der Pflege­versicherung im Pfle­geheim

In den nächsten Jahren werden Vermögensanlagen, Häuser und Lebenswerke der Betroffenen nicht vererbt, sondern den Pflegekosten zum Opfer fallen

Vor allem dann, wenn das Wohnen in den eigenen vier Wänden allein nicht mehr funk­tioniert, ist das Pfle­geheim eine Alternative. In der Einrichtung werden ältere Menschen stationär gepflegt und betreut. Unterkunft und Verpflegung im Heim müssen die Bewohner immer aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Kosten für die Pflege und die Betreuung trägt die Pflege­versicherung bis zu einer Höhe von

  • 770 Euro bei Pfle­gegrad 2
  • 1 262 Euro bei Pfle­gegrad 3
  • 1 775 Euro bei Pfle­gestufe 4 und
  • 2 005 Euro in Pfle­gegrad 5.

In Pfle­gegrad 1 wird ein Zuschuss von 125 Euro im Monat gezahlt.

Einheitlicher Eigen­anteil – das zahlen Pflegebedürftige selbst

Seit 2017 müssen Pfle­geheimbe­wohner einen einrichtungs­einheitlichen Eigen­anteil (EEE) unabhängig vom Pfle­gegrad aus eigenen Mitteln bezahlen. Bis 2016 stieg dieser Eigen­anteil mit jeder Erhöhung der Pfle­gestufe – zwischen mehreren Hundert bis deutlich über tausend Euro pro Monat. Durch die neue Regelung legt jede Einrichtung einen eigenen Eigen­anteil fest, der von der Bewohner­struktur abhängt. Im Bundes­durch­schnitt lag der EEE 2018 bei 655 Euro pro Bewohner. Durch die Reform von 2017 sollte niemand schlechter gestellt werden. Deshalb sah das Gesetz einen Bestands­schutz für alle Bewohner vor, die bereits vor dem Jahres­wechsel 2016/17 voll­stationäre Pflege bezogen.

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