Pflege zu Hause – Entlastungs­betrag 125 Euro

In den nächsten Jahren werden Vermögensanlagen, Häuser und Lebenswerke der Betroffenen nicht vererbt, sondern den Pflegekosten zum Opfer fallen

Einen Entlastungs­betrag in Höhe von 125 Euro im Monat gibt es für alle Personen mit Pfle­gegrad 1 bis 5, die zu Hause gepflegt werden. Er hat die bis 2016 geltenden zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungs­leistungen ersetzt und ist zweck­gebunden. Das heißt, die Kasse über­nimmt neben Pflegegeld und Sach­leistungen noch Angebote zur Unterstüt­zung im Alltag. Das sind bestimmte Leistungen von ambulanten Pflege­diensten oder ehren­amtlichen Alltags­helfern wie Gedächtnis­training, Vorlesen oder die Hilfe beim Einkauf. Pflegebedürftige können den Betrag aber auch einsetzen, um Regel­leistungen der Tages- oder Nacht­pflege aufzusto­cken und verbleibende Eigen­kosten zu finanzieren. Das Gleiche gilt für die Kurz­zeit­pflege, wenn Pflegebedürftige für einige Zeit auf voll­stationäre Pflege angewiesen sind. Beträge, die Pflegebedürftige in einem Monat nicht ausschöpfen, können sie inner­halb eines Kalender­jahres in die Folgemonate über­tragen. Am Ende des Kalender­jahres können nicht verbrauchte Beträge ins darauf­folgende Jahr mitnehmen.

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