Riester-Bausparverträge: Ideal fürs Eigenheim

Altersvorsorge: Rentner bekommen mehr Geld

Als Spar­vertrag ein Flop – für die Baufinanzierung top. So lässt sich das Ergebnis des aktuellen Finanztest-Vergleichs der Riester-Bauspar­verträge auf den Punkt bringen. Bausparen ohne Darlehen lohnt sich wegen mick­riger Sparzinsen und hoher Gebühren nicht. Doch die Option auf ein güns­tiges Immobiliendarlehen macht Bauspar­verträge attraktiv für die Finanzierung der eigenen vier Wände. Anhand von zahlreichen Tabellen und Grafiken erklären die Finanztest-Experten, was sich für wen unter welchen Bedingungen lohnt. Ein Glossar erklärt wichtige Begriffe wie „Bewertungs­zahl“ und „Wahl­zuteilung“.

Im Test: 13 Bausparkassen, die für vier verschiedene Modell­fälle den jeweils güns­tigsten Riester-Tarif und die optimale Bausparsumme angeben sollten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test Riester Bausparen.

Weniger Bausparkassen mit Riester-Tarifen

Bausparen ist seit Jahren die beliebteste Riester-Sparform. Doch die Kritik an der staatlich geförderten Alters­vorsorge hat auch im Geschäft der Bausparkassen Spuren hinterlassen: Die Zahl der Riester-Bausparer stieg im vergangenen Jahr nur noch um 127 000. Ein paar Jahre zuvor war der Anstieg noch mehr als doppelt so hoch. Auch das Angebot schrumpft. Aachener Bausparkasse, Alte Leipziger und Bausparkasse Mainz haben den Vertrieb ihrer Fördertarife einge­stellt. Debeka, Deutscher Ring und Signal Iduna hatten bei Wohn-Riester gar nicht erst mitgemacht.

Das bietet der Test Riester-Bauspar­tarife

Zahlen für drei Modell­fälle. Die Finanztest-Tabelle zeigt Riester-Tarife von zehn Anbietern für Sparer, die in sieben oder zehn Jahren eine selbst genutzte Immobilie bauen, kaufen oder alters­gerecht umbauen wollen. Zugrundegelegt haben wir monatliche Sparraten von rund 27, 110 und 160 Euro. Aus der Tabelle geht hervor, wie viel Geld der Bausparer im Vergleich zu einer Kombination aus einem Riester-Bank­sparplan (Rendite 1,0 Prozent) und einem Bank­darlehen (Effektivzins 4,5 Prozent) spart – und wie viel er verliert, wenn er auf einen Kredit verzichtet.

Tipps und Tricks. Wir erklären, wie Wohn-Riester funk­tioniert und wie Bausparer staatliche Förderung und Steuer­vorteile optimal nutzen. Unsere Grafiken zeigen den typischen Ablauf eines Bauspar­vertrags und die Möglich­keiten, die Riester-Bausparer haben – von Hauskauf über alters­gerechten Umbau ihrer Immobilie bis zur Verrentung des Guthabens. Ein Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe von Abschluss­gebühr bis Zuteilung.

Wohn-Riester weiter attraktiv

Ein Riester-Bauspar­vertrag bleibt dennoch erste Wahl für Sparer, die mittel- bis lang­fristig in die eigenen vier Wände ziehen wollen. Auf ihre Sparraten bekommen sie zwar nur klägliche Zinsen. Doch wenn ihr Vertrag nach beispiels­weise sieben oder zehn Jahren zugeteilt wird, können sie zusammen mit ihrem Guthaben ein güns­tiges Darlehen abrufen, dessen Höhe sich aus der Differenz zwischen der vereinbarten Bausparsumme und dem Guthaben ergibt. Die Option auf das Darlehen bietet hand­feste Vorteile:

  • Der Zins­satz für das Bauspardarlehen von meist 2,0 bis 2,5 Prozent ist garan­tiert – auch wenn der Bausparer sein Darlehen erst in zehn Jahren abruft und die Zinsen am Kapitalmarkt bis dahin dreimal so hoch sein sollten wie heute. Keine andere Sparform bietet diese Sicherheit.
  • Mit einem Bauspar­vertrag brauchen Immobilienkäufer nur ein geringeres Darlehen von einer Bank. Dadurch wird die Gesamt­finanzierung oft güns­tiger.
  • Riester-Bausparer profitieren von staatlichen Zulagen und oft von zusätzlichen Steuer­vorteilen – sowohl für die Sparraten als auch für die Tilgung des Bauspardarlehens.
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