Steuern und Sozial­abgaben der betrieblichen Alters­vorsorge

Betriebliche Altersvorsorge: Geld und Steuern sparen

Der Steuer­erlass in der Anspar­phase ist nur die eine Seite der Medaille. In der Renten­phase holt sich der Staat zumindest einen Teil der Förderung wieder zurück. Die Betriebs­rente muss in der Renten­phase komplett versteuert werden. Ein Vorteil: In der Regel ist der persönliche Steu­ersatz im Renten­alter geringer als während der Anspar­phase. Was neue Rentner jedoch häufig über­rascht: Auf die Betriebs­rente werden die vollen Sozial­abgaben fällig – anders als bei der gesetzlichen Renten­versicherung, wo nur die Hälfte der Beiträge vom Rentner gezahlt wird. Wenn der Rentner gesetzlich kranken­versichert ist, sind das derzeit – inklusive Pflege­versicherung – mindestens 17,65 Prozent, die von der Rente jeden Monat abgehen. Außerdem wichtig zu bedenken: Zwar sparen Arbeitnehmer in der Anspar­phase Sozial­abgaben. Dadurch schmälern sie aber auch ihre Ansprüche. Wer weniger in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlt, erhält später auch weniger gesetzliche Rente.

Bei der betrieblichen Alters­vorsorge greift die Krankenkasse auch dann zu, wenn die Leistung nicht als Rente, sondern auf einen Schlag ausgezahlt wird. Die Kapitalzahlung wird rechnerisch gesplittet in 120 Monats­raten. Zehn Jahre erhebt die ­Krankenkasse auf den Monats­betrag Kranken- und Pflege­versicherungs­beitrag (17,65 Prozent für Eltern, 17,9 Prozent für Kinder­lose). Auch von der Kapitalzahlung geht also insgesamt fast ein Fünftel drauf.

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