Unver­steuert sparen mit der Entgelt­umwandlung

Betriebliche Altersvorsorge: Geld und Steuern sparen

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer in Deutsch­land das Recht, in Form der so­genannten Entgelt­umwandlung über den Betrieb für das Alter zu sparen. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer das ermöglichen. Bei der Entgelt­umwandlung zahlt der Arbeitnehmer aus seinem unver­steuerten Brutto­einkommen ein. Über diesen Weg erlässt der Staat ihm einen Teil seiner Last an Steuern und Sozialver­sicherungs­beiträgen, wenn das Gehalt des Arbeitnehmers unter­halb der Beitrags­bemessungs­grenzen für die Gesetzliche Renten­versicherung (West: 80 400 Euro, Ost: 73 800 Euro im Jahr 2019) und für die gesetzliche Kranken- und Pflege­versicherung (54 450 Euro im Jahr 2019) liegt.

Bis zu vier Prozent der jähr­lichen Beitrags­bemessungs­grenze der gesetzlichen Renten­versicherung (West) dürfen auf diesem Weg gespart werden. Aktuell (Stand 2019) sind das 3 216 Euro. Für weitere 3 216 Euro entfallen nur die Steuern. Auch der Arbeit­geber spart durch die Entgelt­umwandlung Lohn­neben­kosten. Fair wäre es, wenn er diese rund 20 Prozent zum Ansparen dazugibt. Tut er das nicht, lohnt sich die Entgelt­umwandlung beim jetzigen Zins­niveau kaum.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der 2 500 Euro brutto im Monat verdient, spart 100 Euro per Entgelt­umwandlung für seine betriebliche Alters­vorsorge. Dadurch reduziert sich sein Brutto­gehalt auf 2 400 Euro. Er spart dadurch Steuern und Sozial­abgaben in Höhe von rund 48 Euro. Obwohl er 100 Euro in die betriebliche Alters­vorsorge spart, reduziert sich sein Netto­gehalt also nur um rund 52 Euro.

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