Wieso zahlen inzwischen alle Haft­pflicht­versicherer für ­Schäden bei Gefäl­ligkeiten?

Private Haftpflichtversicherung: So senken Sie Ihre Kosten

Wenn sich Freunde und Nach­barn ­unter­einander helfen, ist von einer still­schweigenden Beschränkung der Haftung auf Vorsatz und grobe Fahr­lässig­keit auszugehen. So urteilen die Gericht üblicher­weise. Das bedeutet: Helfer müssen nur zahlen, wenn sie ­gegen Sorgfalts­pflichten verstoßen, die jeder kennt und beachtet. Der Bundes­gerichts­hof (BGH) hat im Jahr 2016 allerdings entschieden: Hat ein Helfer eine Privathaft­pflicht­versicherung, ist nicht von einer solchen still­schweigend vereinbarten Einschränkung seiner Haftung auszugehen (Az. VI ZR 467/15). Dann haftet er für jedes Verschulden. Seine Privathaft­pflicht­versicherung muss zahlen, auch wenn in den Versicherungs­bedingungen zu Gefäl­ligkeiten nichts steht.

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