Zuschuss zur Wohnungs­anpassung

In den nächsten Jahren werden Vermögensanlagen, Häuser und Lebenswerke der Betroffenen nicht vererbt, sondern den Pflegekosten zum Opfer fallen

Eine weitere Leistung der gesetzlichen Pflege­versicherung: In den Pfle­gegraden 1 bis 5 wird ein Zuschuss zur Wohnungs­anpassung in Höhe von bis zu 4 000 Euro gezahlt. Voraus­setzung: Die Anpassung ermöglicht oder erleichtert das Wohnen zu Hause und hilft bei einer selbst­ständigen Lebens­führung. Der Zuschuss kann zum Beispiel für Türverbreiterungen, fest installierte Rampen und Treppenlifte oder auch der pflegegerechte Umbau des Bade­zimmers genutzt werden. Verschlechtert sich der Zustand des Pflegebedürftigen stark oder erhöht sich der Pfle­gegrad, kann ein neuer Zuschuss beantragt werden.

 

Geld für Pfle­gehilfs­mittel

Pfle­gehilfs­mittel sind Geräte und Gegen­stände, die die häusliche Pflege erleichtern und ein selbst­ständiges Leben möglich machen. Für Verbrauchs­artikel wie Einmalhand­schuhe oder Bett­einlagen erstattet die Kasse bis zu 40 Euro im Monat. Für tech­nische Hilfen wie das Pflegebett über­nimmt sie die Kosten zu 90 Prozent. Die Leistungen steht allen Pflegebedürftigen in Pflege­gerad 1 bis 5 zu.

 

Kurz­zeit­pflege bis zu acht Wochen im Kalender­jahr

Die Kurz­zeit­pflege ermöglicht pflegebedürftigen Versicherten mit Pfle­gegrad 2 bis 5 eine stationäre Versorgung, wenn die Pflege zuhause zeit­weise nicht möglich ist – also wenn die Pflege­person krank oder im Urlaub ist. Aber auch, wenn die Wohnung umge­baut werden muss oder es zu einer Krisensituation kommt. Kurz­zeit­pflege kann für acht Wochen im Kalender­jahr genutzt werden. Die Pflegekasse zahlt bis zu einem Gesamt­betrag von 1 612 Euro alle Pflege­kosten von Körper­pflege bis sozialer Betreuung (Stand 2019). Unterkunft und Verpflegung müssen selbst bezahlt werden oder der Entlastungs­betrag von 125 Euro wird dafür genutzt. Kurz­zeit­pflege kann auch mit den Leistungen zur Verhinderungs­pflege kombiniert werden.

Print Friendly, PDF & Email