Basisrente (RüRup-Rente) – wie sie funktioniert und wer profitiert

Rürup-Rente – die Vorsorge für Selbständige und Freiberufler
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Roland

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Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist nicht unumstritten. Dabei gibt es bestimmte Personen, die von dem staatlich geförderten Konzept profitieren können. Wer das ist und wie es mit der Förderung klappt, lesen Sie hier.

Die Basisrente ist vielen auch als Rürup-Rente bekannt und sollte ursprünglich vor allem Selbstständigen helfen, die weder die betriebliche Altersversorgung (bAV) noch die Riester-Rente nutzen. Dabei können neben ihnen vor allem gutverdienende Arbeitnehmer, Frauen und Menschen der Zielgruppe 50plus von der staatlichen Vorsorgemöglichkeit profitieren. 

Aber von vorn: Was macht die Basisrente aus?

Wer Rürup richtig nutzt, kann ein deutlich höheres gefördertes Volumen pro Jahr erzielen als mit anderen Vorsorgearten: Bis zu 24.305 Euro (bei Ledigen) beziehungsweise 48.610 Euro (bei Familien) sind möglich. Gerade Gutverdiener und die Generation 50plus, die vor Rentenbeginn noch das eigene Rentenkonto aufstocken will, sollten sich das zunutze machen. Das empfehlen die Experten des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP).

Auch kann man in der Basisrente auf die sogenannte Bruttobeitragsgarantie verzichten. So ist mehr Rendite möglich. Ein weiterer Vorteil ist der, dass das Fördervolumen familienintern verteilt werden kann – beispielsweise auf die Ehefrau, falls diese bisher weniger gute Karten in der gesetzlichen Altersvorsorge hat.

Wie funktioniert’s?

In der Basisrente kann man als Vorsorgender Beiträge steuerlich als Sonderausgaben geltend machen. Das wirkt steuermindernd. Das IVFP hat dazu ein Beispiel berechnet:

„Waren Beiträge in die Basisrente im Jahr 2005 nur zu 60 Prozent als Sonderausgabe steuerlich absetzbar, sind es im Jahr 2019 bereits 88 Prozent. Dieser Prozentsatz steigt jährlich um 2 Prozentpunkte auf 100 Prozent bis zum Jahr 2025 an. Und dies für Beiträge bis zu einem Höchstbetrag (steigt jährlich) von aktuell 24.305 Euro (Verheiratete: 48.610 Euro)“, so die Rechnung des IVFP.

Heißt: Sollte man im Jahr 2019 insgesamt 10.000 Euro in eine Basisrente investieren, so seien davon 8.800 Euro steuerlich absetzbar. Beim aktuellen Spitzensteuersatz erhalte man rund 4.100 Euro als Steuerersparnis zurück – dieser Betrag erhöhe sich jährlich bis auf etwa 4.600 Euro im Jahr 2025.

Im Gegenzug werde dann die Rente bei Bezug besteuert. Der steuerpflichtige Teil sei mit dem individuellen Steuersatz zu veranlagen. In der Rentenphase sei der persönliche Steuersatz dabei meist deutlich niedriger als in der Ansparphase, so das IVFP.

Die fondsgebundene Basisrente

Wer will, kann zudem Fonds in seiner Altersvorsorge einsetzen und die Niedrigzinsphase austricksen. Sowohl als fondsgebundene Rentenversicherung als auch als Fondssparplan lässt sich die Basisrente abschließen.

Dazu hat das IVFP ebenfalls ein Beispiel parat: „Spart etwa ein 35-jähriger Mann mit einem Einkommen von 40.000 Euro regelmäßig 100 Euro monatlich bis zum Rentenbeginn in einer fondsgebundenen Basisrente an, so kann er mit einer Rendite von etwa 4,0 Prozent nach Förderung, Kosten und Besteuerung rechnen. Ein alternatives Investmentprodukt müsste 5,6 Prozent vor Abgeltungsteuer erzielen, um die gleiche Rendite nach Abzug der Abgeltungsteuer zu erwirtschaften.“

Wer profitiert – und warum?

Das höhere vom Staat geförderte Volumen ist ein Vorteil, den besonders Gutverdiener mit einem höheren Steuersatz ausnutzen können. Auch Menschen, die bereits ihren 50. Geburtstag hinter sich haben und in der Altersvorsorge nochmal richtig Gas geben wollen, können sich einen Vorteil bei Rürup zunutze machen: Die steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge liegt für diese Altersgruppe in den kommenden Jahren über dem späteren Besteuerungsanteil der Rente.

Dazu eine Liste von IVFP-Beispielen, bei denen es um einen 58-Jährigen mit fünf Beitragsjahren und Rentenbeginn mit 63 Jahren geht

  • Jahr 2019: 88 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2020: 90 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2021: 92 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2022: 94 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2023: 96 Prozent abzugsfähig

Das heißt: Im Durchschnitt liegt der abzugsfähige Prozentsatz bei 92 Prozent. Beginnt im Jahr 2024 die Rentenauszahlung, so liegt der steuerpflichtige Anteil der Rente hingegen nur bei 84 Prozent – das macht ein Steuerplus von 8 Prozent. Bei einem Beitrag von 15.000 Euro jährlich ergebe sich, so das IVFP, eine Nachsteuerrendite von 4,09 Prozent über die gesamte Anspar- und Leistungsphase.

Ein weiterer Vorteil für die Generation 50plus: Hier verfügen die Menschen meist über mehr Geld als noch in jüngeren Jahren, wodurch sie sich mit höheren Beiträgen in einer kürzeren Zeit viel erreichen können.

Auch Frauen können zu den Profiteuren der Basisrente zählen. Denn während Männer meist schnell Ansprüche aus anderen Versorgungswegen, zum Beispiel der bAV, einem Versorgungswerk oder der gesetzlichen Rentenversicherung haben, weisen viele Frauen noch Lücken in ihren Erwerbsbiografien auf – dank Kindererziehung und Co. Hier kann man sich den Familienausgleich zunutze machen. Zudem haben Frauen statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung, was ihnen in der Basisrente zugutekommt.

Das IVFP-Beispiel für diesen Fall:

„Investiert ein Ehepaar zehn Jahre lang jeweils 12.000 Euro jährlich in eine auf die Frau abgeschlossene klassische Basisrente, so kann es mit einer Rendite von knapp 3,96 Prozent nach Förderung, Kosten und Besteuerung rechnen. Um die gleiche Rendite zum Beispiel mit einer Anleihe zu erzielen, müsste diese vor Abgeltungsteuer eine Rendite von etwa 5,5 Prozent erzielen.“

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Was sich 2019 für Versicherte ändert

Von Betriebsrente bis Hochwasserschutz
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Auch diesmal müssen sich Versicherte zum Jahreswechsel auf einige Veränderungen einstellen. Der Versicherungsverband GDV hat fünf wichtige Neuerungen vorgestellt: Neben guten Nachrichten für Besitzer von Betriebs- und Rürup-Renten findet sich darin auch ein Hinweis speziell für Bürger in Bayern. Die Details gibt es hier.

Neues Jahr, neue Regeln. Das gilt natürlich auch für den Versicherungsbereich. Was sich 2019 für Versicherungskunden ändert, hat das Verbraucherportal der Versicherungswirtschaft anhand von fünf Punkten veranschaulicht. Diese lauten so:

  1. Arbeitgeberzuschuss für Betriebsrenten wird zur Pflichtsache

Arbeitnehmer, die einen Teil ihres Bruttolohns sozialversicherungsfrei in eine betriebliche Altersversorgung einzahlen, haben im neuen Jahr Anspruch auf Zuschüsse vom Arbeitgeber. Bislang ist die Beteiligung des Arbeitgebers freiwillig. Bei Neuverträgen, die ab 1. Januar 2019 geschlossen werden, müssen Arbeitgeber den umgewandelten Beitrag der Arbeitnehmer um 15 Prozent aufstocken. Für Altbestände gilt diese Regelung erst ab 2022.

  1. Entlastung von Betriebsrenten aus Pensionskasse

Dies betrifft alle Arbeitnehmer, die nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis alleine in eine Pensionskasse eingezahlt haben. Für Leistungen der Pensionskasse müssen ab 2019 keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mehr gezahlt werden (wir berichteten). Hat der Arbeitnehmer in den letzten vier Jahren zu viel Beiträge gezahlt, hat er Anspruch auf Erstattung.

  1. Höherer Steuerabzug für Rürup-Renten

Wer mit einer Rürup-Rente vorsorgt, darf im kommenden Jahr wieder einen größeren Teil seiner Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Zum einen steigt der steuerliche Höchstbetrag zur Basisrente auf 24.305 Euro. Zudem erkennt das Finanzamt nun 88 Prozent der eingezahlten Beiträge als Sonderausgaben an (2018: 86 Prozent). Somit sind 2019 maximal 21.388 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig. Für gemeinsam veranlagte Ehegatten/Lebenspartner verdoppeln sich diese Beträge.

  1. Neue Informationsblätter sollen für mehr Durchblick vorm Abschluss sorgen

Ab Januar stellen Anbieter von Sach- und Unfallversicherungen sowie bestimmter Lebensversicherungen neue Informationsblätter im Internet bereit (wir berichteten). So sollen Verbraucher möglichst frühzeitig einen schnelleren Überblick zu einzelnen Policen erhalten. Das Informationsblatt ist in den Versicherungssparten einheitlich gestaltet und gibt unter anderem Auskunft über: die Art der Versicherung, die Laufzeit, den Umfang der gedeckten Risiken und die Höhe und Zahlungsweise der Versicherungsprämie.

  1. Bayern streicht staatliche Nothilfen für Hochwasseropfer

Der Freistaat Bayern hat angekündigt, ab dem 1. Juli 2019 keine staatlichen Soforthilfen nach Naturkatastrophen mehr zu zahlen (wir berichteten). Damit reagiert der Freistaat auf das steigende Risiko von Wetterextremen. Staatshilfen sind kein Ersatz für fehlenden Versicherungsschutz. Hauseigentümer sollten deshalb prüfen, ob ihre Wohngebäudeversicherung alle Naturgefahren einschließt und sich umfassend versichern, empfiehlt der Versicherungsverband.

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Privatrenten werfen auf Dauer mehr ab als gesetzliche Rente

Rürup-Rente: Altersvorsorge und Steuerersparnis in einem
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Die gesetzliche Rente habe einen Renditevorteil gegenüber vielen neuen privaten Rentenverträgen, meint SPD-Chefin Andrea Nahles. Dem sei – zumindest derzeit – nicht zu widersprechen, sagt Bert Rürup. Der Vorsprung der gesetzlichen Rente dürfte sich aber nur in einem „Schlaraffenland“ auf Dauer halten, ist der Ökonom überzeugt.

In Zeiten mickriger Zinsen kommen viele Menschen ins Grübeln, ob sie mit freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rente besser fahren als mit einer Privatrente. Der Altersvorsorge-Experte Bert Rürup hat vor diesem Hintergrund nun analysiert, wie sich die Renditen der unterschiedlichen Vorsorgesysteme in Zukunft entwickeln könnten.

Vorweg ein paar finanzmathematische Grundzüge: „Die kollektive Rendite eines kapitalgedeckten Systems entspricht der am Kapitalmarkt erzielbaren Rendite, abzüglich der Kosten und Gewinne. Im Umlagesystem bestimmt das Wachstum der Lohnsumme die kollektive Rendite“, erklärt der Wissenschaftler in seinem Gastbeitrag für das Handelsblatt. „Derzeit sind die Kapitalmarktrenditen mager, während seit geraumer Zeit die Lohnsumme kräftig wächst.“

Diese Entwicklungen spielen also der gesetzlichen Rente in die Karten. Allerdings ist Rürup der Ansicht, dass die Niedrigzinsphase „in den nächsten Jahren“ auslaufen dürfte. Zudem werde die Erwerbstätigkeit hierzulande aufgrund der Alterung der Gesellschaft spürbar sinken, selbst wenn die Zuwanderung hoch bleibe. „Sofern der Steuerzuschuss nicht deutlich steigt, wird die Rendite der gesetzlichen Rente daher sinken, während die Kapitalmarktrenditen steigen“, folgert Rürup.

Manches gehe nur im Schlaraffenland

Und weiter: Ein anhaltender Renditevorsprung der umlagefinanzierten Rente, der nicht aus einer steuerlichen Subventionierung resultiere, setze voraus, dass der Zins auf Dauer niedriger als das Wachstum der Lohnsumme sei. So etwas gebe es aber nur in „Schlaraffenländern“, schreibt der Autor. Nur dort könne dauerhaft auf Pump konsumiert und könnten fällige Zinsen aus Einkommenszuwächsen finanziert werden.

Da Finanzminister Olaf Scholz aber rechnen könne, wie Rürup anmerkt, wisse er auch, dass die Aussage seiner Parteikollegin Andrea Nahles nur dann aufgehen könne, wenn der Staat „immer mehr zur Rente zuschießt“. Laut Scholz sei die Stabilisierung des Rentenniveaus sehr wohl möglich, und zwar mit höheren Bundeszuschüssen, schreibt der Autor. Dessen Pläne würden im Jahr 2030 rund 30 Milliarden Euro zusätzlich kosten. „Diese 30 Milliarden Euro wären bei einem Haushalt von 500 Milliarden Euro finanzierbar“, betont Rürup, der jedoch anderen Maßnahmen den Vorzug geben würde. Denn wie viel Luft im Etat 2030 stecke und wie diese Luft bestmöglich zu verwenden sei, darüber könne man nur spekulieren, so der Forscher.

Rürup spricht sich für Betriebsrenten und kostengünstiges Standardprodukt aus

Sein Vorschlag: „Klug wäre es allemal, das zweite und dritte kapitalgedeckte Standbein der Alterssicherung zu stärken. Die Politik sollte daher die Verbreitung kapitalgedeckter Betriebsrenten steigern und zudem auf das Angebot eines kostengünstigen Standardprodukts der Privatvorsorge dringen.“ So könnten möglichst viele Menschen von den steigenden Kapitaleinkommen profitieren, gibt sich Rürup überzeugt – schließlich habe Diversifizierung noch keinem erfolgreichen langfristigen Anleger geschadet.

Vielen Dank an die Pfefferminzia