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17.651 Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis haben Asthma


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Husten, Engegefühl in der Brust, Atemnot: Asthmaattacken können für Betroffene und deren Angehörige belastend sein und schränken die Lebensqualität ein. Allein im Ennepe-Ruhr-Kreis leben insgesamt 17.651 Menschen, die an Asthma bronchiale erkrankt sind und eine medikamentöse Therapie erhalten. Das geht aus dem aktuellen ‚AOK-Gesundheitsatlas Asthma bronchiale‘ hervor.Die gute Nachricht: Asthma kann gut behandelt werden. Mit Medikamenten und unterstützenden Maßnahmen wie regelmäßiger Bewegung ist es meistens möglich, weitgehend beschwerdefrei zu leben“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

 

Im Ennepe-Ruhr-Kreis leiden 5,5 Prozent der Menschen an Asthma bronchiale. Im Vergleich: In der gesamten Region Westfalen-Lippe liegt der Asthmatikeranteil bei 4,7 Prozent und damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 4,2 Prozent. Am häufigsten wird die Diagnose Asthma bronchiale bei Männern ab 80 Jahren und Frauen im Alter von 70 bis 79 Jahren gestellt. Auffällig ist, dass bei Jungen bis 14 Jahren ebenfalls häufig ein Asthma diagnostiziert wird. Hingegen erkranken Frauen mit zunehmendem Alter ab 25 Jahren über alle Altersgruppen hinweg häufiger an Asthma als Männer. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir nicht nachlassen dürfen, noch mehr Menschen von den speziellen Behandlungsangeboten für Asthmapatienten zu überzeugen“, sagt Kock.

 

Risikofaktor Übergewicht

Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) gelten als bedeutender Risikofaktor für die Entstehung eines Asthmas. Im AOK-Gesundheitsatlas wurde daher auch die regionale Adipositashäufigkeit bestimmt. Diese wurde in fünf gleich große Kategorien eingeteilt. Das Ergebnis: Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist der Kategorie mit der höchsten Adipositashäufigkeit zuzuordnen.

 

Kein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko

Und welche Gefahren hat das Corona-Virus für Asthmatiker? Der AOK-Gesundheitsatlas geht auch der Frage nach, welche Auswirkungen das Coronavirus auf Asthmapatienten hat. „Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgegangen werden kann“, so Kock.

 

Ursachen sind komplex

Die Ursachen für die Entstehung von Asthma bronchiale sind komplex. Lebensstiländerungen wie der Verzicht auf das Rauchen, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und der Abbau von Übergewicht können helfen, das Asthma-Risiko deutlich zu reduzieren. Dazu bietet die AOK NordWest ihren Versicherten spezielle Angebote im Rahmen ihres Kursprogramms. Die Angebote sind exklusiv und kostenfrei für AOK-Versicherte und werden vor Ort oder als Liveonline-Angebote im Internet von qualifizierten Fachkräften durchgeführt. Hilfe bietet auch das Disease-Management-Programm (DMP) ‚AOK-Curaplan‘, welches seit über zehn Jahren für Asthma-Patienten ein fester Bestandteil der Versorgung ist. Aktuell haben sich 1.327 AOK-Versicherte im Ennepe-Ruhr-Kreis für dieses Programm entschieden. Dabei koordiniert der behandelnde Arzt die gesamte Behandlung. „Unsere Versicherten werden aktiv an der Therapie beteiligt. In Schulungen lernen sie, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen und deren Verlauf positiv zu beeinflussen. Dann wissen sie, wie sie sich im Notfall verhalten müssen oder Asthmaanfälle sogar vermeiden können“, so Kock.


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