Studienwechsel oder Abbruch

Roland Mitarbeiter asked 2 Jahren ago

Hallo zusammen,
noch eine Frage zur BU-Versicherung für Studierende. Was passiert mit dem Versicherungsschutz, wenn Studierende das Studienfach wechseln? Oder, wenn sie ihr Studium abbrechen (statistisch: jedeR Dritte) und danach etwas anderes anfangen, z.B. eine Lehre.
Macht die BU-Versicherung, einmal abgeschlossen, solche Veränderungen einfach so mit? (Diese Frage stellt sich im Übrigen auch bei Erwachsenen: Auch wir wechseln ja manchmal den Job und machen etwas ganz anderes… )
Vielen Dank im voraus & beste Grüße!

2 Antworten
Roland Mitarbeiter answered 2 Jahren ago

Studienabbruch: Manche Versicherer haben für den Fall eines Studienabbruchs oder Studienfachwechsels Regelungen in ihren Versicherungsbedingungen. Ist nichts geregelt, bleibt der Vertrag unverändert bestehen. Teilweise fragen Versicherer bei Studententarifen nach einigen Jahren nach, ob das Studium tatsächlich abgeschlossen wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, wird nach dem ausgeübten Beruf oder der aktuellen Tätigkeit eingestuft.
Berufswechsel: Wer den Beruf wechselt, muss dies nach den aktuellen Versicherungsbedingungen dem Versicherer nicht mitteilen. Dies gilt auch, wenn im Laufe eines Berufslebens mehrere unterschiedliche Tätigkeiten ausgeübt werden. Der Versicherer prüft die Berufsunfähigkeit in der Regel immer auf Grundlage des zuletzt tatsächlich ausgeübten Berufs. Manchmal kann es sinnvoll sein, einen Berufswechsel dem Versicherer mitzuteilen, wenn der neue Beruf als risikoärmer eingestuft wird als der im Vertrag festgeschriebene – und deshalb ein geringerer Beitrag zu zahlen wäre.

Roland Mitarbeiter answered 2 Jahren ago

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch schon für Studierende sinnvoll, aus verschiedenen Gründen: Je jünger bei Abschluss, um so günstiger der Beitrag, denn die Tarife sind nach Alter gestaffelt. Außerdem spielt beim Abschluss der Gesundheitszustand eine große Rolle. Oftmals treten Krankheiten und Einschränkungen erst mit zunehmendem Lebensalter auf.
Zum Berufsbezug: Sollte ein Studierender einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente stellen, prüft der Versicherer, ob der Leistungsfall eingetreten ist. Aus Finanztest-Sicht ist es vorteilhaft, wenn der Versicherer dann das angestrebte Berufsziel als Maßstab nimmt, siehe Erklärungen im Test „So haben wir getestet“. Wer das Studium der Politikwissenschaft oder Philosophie abschließen will, sollte darauf achten, dass im Vertrag „Politologe/in“ oder „Philosoph/in“ steht. Dann kann der Versicherer auf die mit diesem Beruf in der Regel verbundenen Tätigkeiten abstellen. Studiengänge, bei denen die konkrete Tätigkeit nicht eindeutig zu definieren ist, werden vom Versicherer häufig nach prägenden typischen Merkmalen eingestuft. Ein Politologe wird sich kaum auf einem Gerüst bewegen, mit chemischen Stoffen zu tun haben oder körperlich schwere Tätigkeiten ausüben, sondern mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit einer Bürotätigkeit nachgehen (Schreibtischarbeit, Organisation, Reisen). Diese Tätigkeiten wären dann der Prüfmaßstab.