Paket vom Onkel aus Amerika und die ärgerlichen Nebenkosten

Roland
Follow me

Roland

Geschäftsführer und Mädchen für bei ProFair24
Hallo,
ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProFair24.
Doch ich bin noch mehr: „Ich bin verheiratet, habe ein Haus gebaut, mehr als einen Baum gepflanzt und bin stolzer Vater eines Sohnes. Zudem bin ich bekennender Glatzenträger und habe Geschichten auf meiner Haut.
Roland
Follow me
Zoll

Zoll

Präsente per Post aus Ländern außerhalb der EU können zur Zoll-Falle werden. Manche Beschenkte erhalten unerwartet eine deftige Rechnung – nach Monaten.

Der Onkel aus Amerika war spendabel. Per Paket ließ er seiner Nichte in Köln eine Kette im Wert von 90 Euro zukommen. Doch die Freude  trübte Monate später eine Rechnung. Der Paketdienst FedEx forderte plötzlich knapp 16 Euro Zoll nach, dazu 12,25 Euro Bearbeitungsgebühr. Ein Ärgernis, das immer wieder passiert.

Hintergrund: Das deutsche Zollrecht unterscheidet bei Geschenken drei Kategorien. Privatsendungen mit einem Wert bis einschließlich 45 Euro sind grundsätzlich zollfrei. Bei Waren im Wert über 45 bis 700 Euro beträgt der Zoll regelmäßig 15 bis 17,5 Prozent des Warenwerts. Ist das Präsent noch teurer, rechnet der Zoll je nach Warenart gesondert aus, was zu zahlen ist.

Kurios nur: Paketdienste wie FedEx legen oftmals die Zollkosten an der Grenze zunächst aus. Später verlangen sie das Geld nicht vom Auftraggeber, sondern vom Empfänger zurück. Darüber hinaus erlauben sich Unternehmen, für die Abwicklung eine Gebühr zu erheben. So heißt es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die z.B. beim Versand aus Deutschland greifen: „FedEx behält sich das Recht vor, Extrakosten für die Zollabwicklung oder für Dienstleistungen neben der Zollabwicklung der Sendungen anzusetzen.“

Beschenkte können die Annahme eines Paketes aus Übersee natürlich ablehnen, um sich nicht später mit dem Paketdienstleister auseinandersetzen zu müssen.

Problem jedoch: In der Praxis informiert der Bote an der Tür nicht immer über die später berechneten Kosten. Das geben Anbieter zu –  zumindest indirekt. Bei „Auslandssendungen“, erklärte beispielsweise eine Service-Mitarbeiterin von FedEx, sei es schließlich „allgemein bekannt“, dass Zoll und zusätzliche Bearbeitungsgebühren anfallen könnten.

Paketdienste empfehlen da lapidar den mit Zoll- und Bearbeitungsgebühren Beschenkten, sich an den spendablen Absender zu wenden und von ihm das Geld zurückzuverlangen. Eine heikle, die Beziehung womöglich gefährdende Empfehlung.

Doch es geht auch anders. Im Kölner Ketten-Fall beschwerte die Nichte sich vehement bei FedEx über die Rechnung.

Schließlich wurde ihr die Gebühr erlassen – „aus Kulanz“. So lief es laut Berichten in Beschwerdeforen im Internet auch in vielen ähnlichen Fällen. Danach ließen Paketdienste selbst nach mehreren Mahnungen die Forderungen fallen.

Diesen und anderen Ärger rund ums Paket können Kunden via Internet auf der Beschwerdeplattform www.paket-aerger.de melden.

Kompletter Pressetext als PDF-Anlage oder im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/Zoll

 

 

Tickets zum Selberausdrucken: OLG Bremen kippt „print@home“-Gebühr

Roland
Follow me

Roland

Geschäftsführer und Mädchen für bei ProFair24
Hallo,
ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProFair24.
Doch ich bin noch mehr: „Ich bin verheiratet, habe ein Haus gebaut, mehr als einen Baum gepflanzt und bin stolzer Vater eines Sohnes. Zudem bin ich bekennender Glatzenträger und habe Geschichten auf meiner Haut.
Roland
Follow me
TICKETS ZUM SELBERAUSDRUCKEN

TICKETS ZUM SELBERAUSDRUCKEN

VZ NRW… Eine pauschale „Servicegebühr“ in Höhe von 2,50 Euro für die elektronische Übermittlung einer Eintrittskarte zum Selbstausdrucken ist unzulässig. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Bremen (Urteil vom 15.06.2017 – AZ. 5 U 16/16) nun im Falle von „ticketdirect“ der CTS Eventim AG & Co KGaA entschieden.

Verbraucher haben bei Internet-Bestellungen von Eintrittskarten für Konzerte, Sportevents oder andere Veranstaltungen häufig eine „print@home“-Option zur Auswahl. Hierbei werden die Tickets nicht per Brief zugeschickt, sondern nach elektronischer Übermittlung, zum Beispiel per E-Mail, am heimischen Rechner ausgedruckt. Eventim, Marktführer in der Ticketvermittlung, verlangt für diese „ticketdirect“-Option pauschal eine „Servicegebühr“ in Höhe von 2,50 Euro, und das, obwohl weder Porto- noch Materialkosten anfallen.

Die Verbraucherzentrale NRW hält dieses Entgelt für unzulässig und hatte erfolgreich vor dem Landgericht Bremen geklagt. Nach Ansicht der Verbraucherschützer darf Eventim ein gesondertes Entgelt nur verlangen, wenn hierbei auch tatsächlich Kosten wie etwa das Porto beim postalischen Versand entstehen. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen hat die Entscheidung des Landgerichts nun bestätigt und die Berufung von Eventim zurückgewiesen.

Auch Eventims „Premiumversand inklusive Bearbeitungsgebühr“ in Höhe von 29,90 Euro hat das OLG Bremen im Sinne der Verbraucherschützer gekippt. Fans konnten im Rahmen des Vorverkaufs für die AC/DC-Welttournee 2015 ausschließlich den teuren Premiumversand wählen. Die Tickets kamen jedoch per einfacher innerdeutscher Postzustellung.

Wird das Urteil rechtskräftig, müsste Eventim nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW grundsätzlich sowohl eingenommene Entgelte für „ticketdirect“ als auch die zu Unrecht erhobenen Premiumversand-Entgelte an die Kunden zurückzahlen, sofern die Ansprüche noch nicht verjährt sind.

Möglicherweise wird jedoch zunächst noch der Bundesgerichtshof in letzter Instanz entscheiden. Das Oberlandesgericht hat die Revision zugelassen.

Für weitere Informationen:

Julian Graf

Tel. (0211) 38 09-671

julian.graf@verbraucherzentrale.nrw

Günstige Rechtsschutzversicherungen von Experten finden Sie bei ProFair24