Immer häufiger werden Alternativen zur BU vermittelt

Die Nachversicherungsgarantie ist neben der Dynamisierung eine weitere häufiger angebotene Klausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung
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ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProFair24.
Doch ich bin noch mehr: „Ich bin verheiratet, habe ein Haus gebaut, mehr als einen Baum gepflanzt und bin stolzer Vater eines Sohnes. Zudem bin ich bekennender Glatzenträger und habe Geschichten auf meiner Haut.
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Grundfähigkeits– und Dread-Disease-Policen vermitteln Makler am häufigsten an Personen, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht infrage kommt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Rating-Agentur Franke und Bornberg. Weitere Erkenntnisse zur Zukunft der Arbeitskraftabsicherung, gibt es hier.

Die Zukunft der Arbeitskraftabsicherung, wenn keine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) möglich ist, gehört der Grundfähigkeitsversicherung sowie Dread-Disease-Policen. Die Mehrheit der Vermittler (92 Prozent) nutzt bereits jetzt diese Alternativen. Nur 8 Prozent sind überzeugt, dass die BU-Versicherung als einzige Lösung ausreicht. Dreiviertel der Vermittler haben ihren Kunden schon einmal eine Grundfähigkeitsversicherung angeboten. Direkt dahinter folgt die Dread-Disease-Versicherung mit 70 Prozent. Das sind einige Ergebnisse einer Online-Befragung des Rating-Unternehmens Franke und Bornberg.

Die Grundfähigkeitsversicherung hat sich somit erstmals vor der Dread Disease platziert. In den Jahren 2014 bis 2017 lag das Produkt auf dem zweiten Rang. Auf Platz 3 landet die Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit 55 Prozent. Und das, obwohl sie deutlich länger am Markt ist als die beiden anderen Angebote. In der Zukunft wird das Produkt nach Meinung der Vermittler weiter an Bedeutung verlieren. Nur 37 Prozent geben das Produkt als Favorit an. Bei der Grundfähigkeitsversicherung sind es 68 Prozent und bei der Dread-Disease-Versicherung 53 Prozent.

Alternativen zur BU oftmals für Handwerker

Zudem sei auffällig, dass der Anteil der Vermittler, die ausschließlich auf die BU setzen wollen, wieder steigt. Im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2015 hätten dreimal so viele Berater angegeben, die BU zu favorisieren. Hauptsächlich geeignet sind diese Alternativprodukte in den Augen der Vermittler für Handwerker. Rund vier von fünf Befragten geben Handwerker (82 Prozent) und körperlich Tätige (79 Prozent) als wichtigste Zielgruppe an. Diese Berufe gehören zu den Personen, die die Versicherer wegen ihres höheren Risikos gar nicht, oder oft nur mit Zuschlägen oder Ausschlüssen versichern. Laut Franke und Bornberg müssen sie oft mehr als das Vierfache im Vergleich zu Akademikern bezahlen.

Ob eher der Preis oder die Leistung für einen Abschluss entscheidend ist, sehen die Umfrage-Teilnehmer ganz klar: Die Versicherungsbedingungen werden als das wichtigste Kriterium angesehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis folgt auf Platz 2, und auf dem letzten Platz landet die Courtage.

Antworten auf Gesundheitsfragen verhindern Vertrag

Doch nicht jedes Interesse des Kunden findet seinen Abschluss in einem Vertrag. Häufig verhindern laut Angabe der Befragten die Gesundheitsfragen beziehungsweise deren Beantwortung eine tatsächliche Absicherung. Danach ist es der Preis, der einem Abschluss im Weg steht.

Zur Methode der Umfrageauswertung: Insgesamt sind 844 Antworten eingegangen. Berücksichtigt wurden nur vollständig ausgefüllte Fragenbögen. Das waren 663, davon 613 Antworten von Vermittlern sowie weitere 50 von Beschäftigten in Versicherungsunternehmen. In zwei weiteren Teilen stellt das Unternehmen weitere Resultate der Erhebung vor.

Vielen Dank an Cash.Online

Weiterarbeiten trotz Berufsunfähigkeit – geht das?

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Rechts-Tip:Berufsunfähig zu sein, heißt nicht unbedingt, dass man seine Tätigkeit nicht mehr ausüben darf und kann.

Rechts-Tip:Berufsunfähig zu sein, heißt nicht unbedingt, dass man seine Tätigkeit nicht mehr ausüben darf und kann.

Diagnose: Berufsunfähigkeit. Und nun? Viele Betroffene fragen sich dann: Darf und kann ich meinen Beruf weiter ausüben und dennoch auf meine Versicherung zählen? Rechtsanwalt Matthias Kroll hat diese Fragen beantwortet.

Die Frage an Rechtsanwalt Matthias Kroll lautete: „Kann ich berufsunfähig sein, obwohl ich meine Tätigkeit noch ausübe?“ Darauf hat der Jurist zunächst eine klare Antwort: Ja. Denn eine bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit setze nicht voraus, dass ein Betroffener seine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben darf. „Erforderlich ist nur, dass die festgestellte Gesundheitsbeeinträchtigung die Fortsetzung der Tätigkeit vernünftigerweise und im Rahmen des Zumutbaren nicht mehr gestattet, so der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 11. Juli 2012 zu dem Aktenzeichen IV ZR 5/11“, schreibt Kroll auf dem Portal anwalt.de.

Abzustellen sei auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, so wie sie in gesunden Tagen ausgeübt wurde. Kroll: „Es muss dabei festgestellt werden, wie die Tätigkeit konkret ausgestaltet war. Hierbei ist auch der zeitliche Umfang der jeweiligen Tätigkeit zu berücksichtigen.“ Dafür bringt der Anwalt auch gleich ein Beispiel. Sei die zuletzt ausgeübte Tätigkeit teilweise im Stehen und teilweise im Sitzen ausgeübt worden und bereite dem Versicherten das Sitzen ganz erhebliche Schmerzen, „kann entscheidend sein, in welchem zeitlichen Umfang die Tätigkeit sitzend ausgeübt wurde.“

Der Versicherte darf in gesundheitlicher Hinsicht nicht überfordert werden. Das Weiterarbeiten im Sitzen bei starken Schmerzen im obigen Fall stelle eine überobligationsmäßige Anstrengung dar. Das könne der Versicherer nicht verlangen. Auch nicht, dass der Betroffene Medikamente nimmt, um die Schmerzen zu betäuben, vor allem wenn diese etwa zu Organschäden führen könnten, so der Rechtsanwalt weiter.

„Allerdings ist zu beachten, dass die weitere Tätigkeit grundsätzlich ein Indiz dafür darstellt, dass der Versicherte seine Tätigkeit weiter ausüben kann. In diesen Fällen muss der Versicherte nachvollziehbar darlegen und beweisen, dass er die Tätigkeit weiter ausgeübt hat, dies aber im Rahmen des Zumutbaren nicht mehr möglich war.“

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

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Der Kläger hat laut OLG mit seiner ursprünglichen Feststellungsklage nicht nur an einer reinen Feststellung des Rentenrechts, sondern auch bereits an der Zahlung dieser Renten Interesse gehabt.

Der Kläger hat laut OLG mit seiner ursprünglichen Feststellungsklage nicht nur an einer reinen Feststellung des Rentenrechts, sondern auch bereits an der Zahlung dieser Renten Interesse gehabt.

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Dass der Versicherer leistungspflichtig ist, ist unstrittig. Allerdings besteht Uneinigkeit bei der Höhe des gerichtlichen Streitwertes (also die Summe der BU-Leistungen, die der Versicherer nachzahlen muss).

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