Oh Schreck, hier war jemand! Rechtliche Pflichten nach einem Einbruch

Wohnungseinbruch: "Wenn die Versicherung nicht zahlt!"
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ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen.
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Viele Menschen haben diese traumatische Erfahrung schon einmal gemacht: Sie finden bei ihrer Rückkehr eine aufgebrochene Haustür oder ein aufgehebeltes Fenster vor. Auch wenn der Schock groß ist, müssen umgehend Maßnahmen ergriffen werden.

Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit startet auch wieder die Hochzeit der Langfinger. Wie sich Opfer eines Haus- oder Wohnungseinbruchs verhalten sollten. “Grundsätzlich sind Sie dazu verpflichtet, der Polizei und dem Versicherer den Schaden unverzüglich nach Kenntnis von dem Einbruch anzuzeigen und eine Stehlgutliste vorzulegen. Außerdem müssen Sie Auskunft über alles erteilen, das zur Feststellung des Versicherungsfalls oder des Umfangs der Leistungspflicht des Versicherers erforderlich ist”, erläutert Rechtsanwalt Per Friedrich. Unverzüglich bedeutet ohne schuldhaftes Zögern, was im Einzelfall zu beurteilen ist. Jedoch kann eine sechs Tage nach dem Einbruch erfolgte Anzeige im Einzelfall nicht mehr als unverzüglich eingeordnet werden.

“Darüber hinaus müssen Sie jede Untersuchung über Ursache und Höhe des Schadens und über den Umfang der Entschädigungspflicht gestatten”, erläutert der Roland-Partneranwalt. Dazu gehört auch, angeforderte Belege einzureichen bzw. zu beschaffen, sofern dies dem Geschädigten zugemutet werden kann.

Welche Versicherung den Schaden übernimmt

Die genannten Pflichten gelten sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbetreibende. Die zuständige Versicherung ist allerdings jeweils eine andere: Bei Privatpersonen muss die Hausratversicherung, bei Gewerbetreibenden die Inventarversicherung hinzugezogen werden. Beim Einbruch in eine Mietwohnung ist zunächst die Hausratversicherung des Mieters Ansprechpartner. Diese kommt für die Regulierung aller Schäden auf, die mit dem Hausrat in direkter Verbindung stehen.

Dazu gehören auch vom Einbrecher verursachte Schäden an Türen und Fenstern. Diese Schäden werden auch von einer eventuell vorhandenen Gebäudeversicherung des Vermieters übernommen, falls der Mieter nicht hausratversichert ist. Die Gebäudeversicherung übernimmt jedoch nicht die Kosten für den gestohlenen oder zerstörten Hausrat. Deshalb ist es für Mieter in jedem Fall ratsam, eine Hausratversicherung abzuschließen – ansonsten bleibt man nämlich auf den Kosten für Reparaturen sitzen.

Nichtsdestotrotz gibt es Fälle, in denen der Versicherer die Zahlung verweigern kann: “Für den Fall, dass Fenster oder die Terrassentür gekippt, ganz offen gelassen oder die Haustür beim Verlassen nicht abgeschlossen wurde, wird der Versicherer dem Versicherungsnehmer grobe Fahrlässigkeit vorwerfen und die Zahlung zumindest anteilig verweigern – und das zu Recht”, sagt Anwalt Per Friedrich. Neuere Versicherungen versichern auch grob fahrlässiges Handeln, sodass in den oben genannten Fällen die Leistungen ebenfalls in voller Höhe erbracht werden. In der Regel können Versicherte den Versicherungsschutz ihrer älteren Versicherung auf grob fahrlässiges Verhalten erweitern.

Die Rolle von Social Media

Der Versicherer leistet auch dann, wenn eine Alarmanlage oder ein Sicherheitsschloss nicht richtig funktioniert – es sei denn, es ist ausdrücklich zwischen dem Versicherer und dem Geschädigten vereinbart worden, dass Letzterer eine Alarmanlage beziehungsweise ein Sicherheitsschloss einzubauen hat. Und wie ist es, wenn man Fotos aus dem Urlaub in sozialen Netzwerken veröffentlicht und ein Einbrecher diesen Hinweis genutzt hat?

“Dieses Verhalten ist zwar nicht ratsam, führt aber nicht zur Kürzung der Versicherungsleistung”, so der Rechtsanwalt. “Gleiches gilt für leicht zu findende Schlüsselverstecke oder in Fällen abhanden gekommener Schlüssel, wenn Sie nicht nachweisen können, dass Ihnen der Schlüssel gestohlen wurde.”

Wann die Hausratversicherung leisten muss

Apropos Versicherungsleistung: Wie lange nach der Tat muss man warten, bis man den Schaden ersetzt bekommt? “Spätestens wenn die Polizei beziehungsweise die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt hat, hat die Hausratversicherung zu leisten”, sagt der Rechtsexperte.

1. Informieren Sie die Polizei.
2. Setzen Sie sich mit Ihrem Versicherer in Verbindung und zeigen Sie ihm den Schaden an. Der Versicherer teilt Ihnen mit, wie Sie sich nun verhalten sollen. “Diese Weisungen müssen Sie befolgen, soweit es für Sie zumutbar ist”, erklärt Rechtsanwalt Per Friedrich. So sei es beispielsweise nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung unmittelbar nach dem Entdecken des Einbruchs aufzuräumen. “Das Schadenbild ist so lange unverändert zu lassen, bis die Schadenstelle oder die beschädigten Sachen durch den Versicherer freigegeben worden sind”, so der Anwalt. Und Achtung: Beschädigte Gegenstände müssen Sie aufbewahren.
3. Lassen Sie unverzüglich Ihre abhandengekommenen Kreditkarten, EC-Karten, Sparbücher und anderen sperrfähigen Urkunden sperren. So müssen zum Beispiel Wertpapiere oder andere Urkunden vor Gericht für ungültig erklärt werden (sogenanntes Aufgebotsverfahren).
4. Treffen Sie Maßnahmen zur Schadenabwendung oder -minderung, um Ihr Eigentum zu schützen. Das heißt zum Beispiel, eine Plane vor dem kaputten Fenster zu befestigen, damit es nicht hereinregnet. “Laut der sogenannten Rettungspflicht müssen Sie alle Maßnahmen ergreifen, die Sie auch dann ergreifen würden, wenn Sie den Schaden selbst zahlen müssten”, erklärt der Rechtsexperte.
5. Erstellen Sie ein Verzeichnis der gestohlenen Gegenstände (Stehlgutliste) und reichen Sie dieses unverzüglich bei der Polizei und Ihrem Versicherer ein. Beschreiben Sie darin detail

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Hausratversicherung: Höhere Beiträge durch Einbruchszahlen

Besonders in den Einbruchshochburgen der Bundesrepublik liegen die Beiträge über dem Durchschnitt
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Um das private Vermögen für den Schadenfall abzusichern ist eine Hausratversicherung beinahe unverzichtbar. Wie eine aktuelle Untersuchung des Vergleichsportals Check24 zeigt, gibt es dabei zwischen den einzelnen Bundesländern jedoch teils große Unterschiede.

In den deutschen Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie in Nordrhein-Westfalen müssen die Verbraucher laut Check24 am meisten für ihre Hausratversicherung zahlen.

Ein möglicher Grund dafür sei die Tatsache, dass es in diesen vier Bundesländern im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten polizeilich registrierten Wohnungseinbrüche gebe.

Kurzfristig keine Beitragssenkungen

Da die Hausratversicherung auch für Schäden durch Wohnungseinbrüche aufkomme, berücksichtigen die Versicherer auch Einbruchsstatistiken für die Beitragsberechnung. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Wohnungseinbrüche deutschlandweit jedoch um etwa ein Fünftel zurückgegangen.

Benjamin Brook, Geschäftsführer Hausratversicherung bei Check24 sagt: “Mit großflächigen Beitragssenkungen ist trotz des Rückgangs erstmal nicht zu rechnen. Versicherer reagieren eher mittel- bis langfristig auf geänderte Gefahren.”

Im bundesweiten Durchschnitt zahlen Kunden des Vergleichsportals im letzten Jahr 0,87 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für die Hausratversicherung. Berlin (1,07 Euro), Hamburg (1,04 Euro), Nordrhein-Westfalen (0,96 Euro) und Bremen (0,93 Euro) liegen weit über diesem Wert.

Städte unterscheiden sich noch stärker

Dabei lasse sich mit wenigen Ausnahmen ein Nord-Süd-Gefälle erkennen: So seien die Beiträge beispielsweise in Bayern, Rheinland Pfalz (jeweils 0,73 Euro), Baden-Württemberg (0,72 Euro), Thüringen und dem Saarland (jeweils 0,71 Euro) deutlich günstiger.

In diesen Bundesländern sind die Einbruchszahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl laut Check24 deutlich niedriger als beispielsweise in den Stadtstaaten.

Noch größere Beitragsunterschiede seien zwischen den 15 größten Städten der Republik festzustellen. Während Kölner mit 1,44 Euro pro Quadratmeter am meisten zahlen, liege Nürnberg mit 0,68 Euro pro Quadratmeter am Ende des Städtevergleichs. Auch in Dresden, Stuttgart und München sei die Absicherung vergleichsweise erschwinglich. (bm)

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