Schlagwort Forderungsausfalldeckung

Wer muss bei Gefälligkeitsschäden zahlen?

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ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen.
Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.
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Klar gießt man die Blumen, wenn der Nachbar ein paar Tage verreist ist. Geht dabei etwas schief, sollte man aber ordentlich versichert sein.

Klar gießt man die Blumen, wenn der Nachbar ein paar Tage verreist ist. Geht dabei etwas schief, sollte man aber ordentlich versichert sein.

Eigentlich sind Freundschaftsdienste wie beim Umzug helfen oder die Blumen gießen gut gemeint. Trotzdem können sie gründlich schiefgehen und Geld kosten. Wer muss dann für einen solchen Gefälligkeitsschaden aufkommen? Und kann man sich dagegen versichern? Hier kommen die Antworten.

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Preisanalyse zur Privathaftpflicht. © Check24

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Deckungssumme, Selbstbehalt, Bestleistungsgarantie – in einer Privathaftpflichtversicherung gibt es zahlreiche Tarifmerkmale, die den Preis der Police entweder erhöhen oder senken – doch um wieviel? Das Vergleichsportal Check24 hat das mal analysiert.

Wichtige Tarifmerkmale in der Privathaftpflichtversicherung (PHV) verteuerten den jährlichen Beitrag für einen Single kaum – so lautet das Fazit des Vergleichsportal Check24 auf Basis einer internen Auswertung.

Die Analyse legt den Basispreis für einen 21-jährigen Single zu Grunde, der für seine Privathaftpflicht 53 Euro im Jahr bezahlt. Dabei entspricht der Basispreis dem Mittelwert des je günstigsten PHV-Tarifs über 30 Versicherer, die Check24 miteinander verglichen hat. Die weiteren Kriterien lauten: 5 Millionen Euro Deckungssumme, keine Selbstbeteiligung, kein öffentlicher Dienst, Mindestlaufzeit ein Jahr, Zahlweise jährlich, Wohnort: 60329 Frankfurt am Main.

Würde der Versicherte seine Deckungssumme von 5 Millionen auf 50 Millionen verzehnfachen, so müsste er 31 Euro mehr zahlen (siehe erste Grafik). Einen ähnlich hohen Preisaufschlag muss der Single entrichten, wenn er einen PHV-Tarif mit Bestleistungsgarantie wünscht: Tarife mit dieser Zusatzleistung kosten ihn im Schnitt aller verglichenen Versicherungen 24 Euro mehr im Jahr als der Basistarif. Mit der Bestleistungsgarantie kommt der Versicherer auch für Haftpflichtschäden auf, die nicht ausdrücklich mitversichert sind. Bedingung: Eine andere Versicherung auf dem deutschen Markt würde dafür aufkommen. Von Familien mit Kindern verlangten Versicherer durchschnittlich 31 Euro mehr für diese Mehrleistung.

Quelle: Check24

Quelle: Check24

Um die Prämie zu drücken, gibt es in nahezu allen Policen die Möglichkeit, die Selbstbeteiligung zu erhöhen. Allerdings sinken die jährliche Kosten dadurch nur leicht: Wählen Verbraucher einen Selbstbehalt von 150 Euro, verringert sich der jährliche Beitrag für Singles durchschnittlich nur um sechs Euro, berichtet Check24, für Familien sind es zehn Euro weniger (siehe Grafik unten). „Eine höhere Selbstbeteiligung spart kaum mehr und ist daher nicht empfehlenswert“, lautet der Rat der Analysten.

Ausfalldeckung günstiger als Schlüsselverlust

Die zusätzliche Absicherung von Drohnen-Unfällen schlägt im Beispiel mit durchschnittlich 7 Euro mehr zu Buche, ein Schlüsselverlust mit 6 Euro mehr sowie eine Ausfalldeckung mit 4 Euro zusätzlich. Letztere leistet, wenn man selbst Opfer eines Unfalls wird, den ein Dritter verursacht hat – dieser jedoch keine PHV besitzt und man somit Gefahr läuft, auf dem Schaden sitzen zu bleiben. Daher wird dieses Tarifmerkmal von vielen Maklern unbedingt empfohlen.

Weitere Tarifmerkmale, die Check24 untersucht hat, lauten unter anderem so: Ehrenamtliche Tätigkeiten plus 3 Euro – Mietsachschäden gibt es ausnahmsweise kostenlos.

Quelle: Check24

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Lassen Sie regelmäßig ihre Versicherungsverträge überprüfen

Lassen Sie regelmäßig ihre Versicherungsverträge überprüfen

Bestehende Haftpflichtversicherungsverträge sind häufig veraltet und der Kunde mitunter nicht ausreichend versichert. Modernisierung und Technisierung ziehen sich durch alle Lebensbereiche – Versicherer und Makler sollten auch im Bereich Haftpflicht ein Auge darauf haben.

Die meisten Kunden schließen ihre erste Haftpflichtversicherung ungefähr im Alter von 20 Jahren mit Beendigung ihrer Berufsausbildung oder der Gründung ihres ersten eigenen Haushaltes ab und fassen das Thema danach nie wieder an.

Jahrzehntelang bleibt die Versicherung zu veralteten Bedingungen bestehen. Sinnvolle Marktinnovationen und Deckungserweiterungen sind meist nicht mit eingeschlossen und das obwohl die Gefahren des täglichen Lebens sowie die Deckungsinhalte in der Privathaftpflichtversicherung sich in der Zwischenzeit (häufig erheblich) verändert haben.

Gerade im Hinblick auf die zunehmende Nutzung neuer Technologien und der Mobilisierung unserer Gesellschaft entwickeln sich immer neue Haftpflichtrisiken, die der Versicherungsnehmer mit berücksichtigen und in seinen Versicherungsschutz aufnehmen sollte.

Ein Tarif kann bereits nach einem Jahr nicht mehr auf dem neuesten Stand sein. Moderne Privathaftpflichtkonzepte warten mit einer Vielzahl an Leistungen auf, die oftmals in älteren Versicherungsverträgen noch nicht Bestandteil der Deckung waren.

Gefälligkeitshandlungen und Leihgaben
Dazu zählen unter anderem Gefälligkeitsschäden sowie die Mitversicherung geliehener Sachen. Im Falle von Gefälligkeitshandlungen sieht die Rechtsprechung einen stillschweigenden Haftungsverzicht vor, vorausgesetzt es handelt sich um einfache Fahrlässigkeit. Das heißt zum Beispiel: Bei einem Umzug stolpert einer der Helfer aus dem Freundeskreis und beschädigt hierbei die teure Spiegelreflexkamera des Umziehenden. Dann bleibt nicht nur der Versicherungsnehmer auf dem Schaden sitzen, auch das persönliche Verhältnis zwischen Schädiger und Geschädigtem kann nachhaltig beeinträchtigt werden. Ähnlich verhält es sich bei geliehenen Sachen. Es sollte davon ausgegangen werden, dass derjenige, der sich einen Gegenstand leiht, ebenso mit diesem umgeht, als wäre es sein eigener. Das ist auch der Grund, weshalb viele alte Haftpflichtkonzepte Schäden an geliehenen Sachen wie Eigenschäden betrachten und somit kein Versicherungsschutz besteht.

Forderungsausfalldeckung
Ebenfalls einen wichtigen Baustein, der erst in den letzten Jahren Einzug in die Bedingungen der privaten Haftpflichtversicherung gefunden hat, stellt die Forderungsausfalldeckung dar. Diese erbringt Leistungen für den Versicherungsnehmer, wenn der eigentliche Schädiger mittellos beziehungsweise von diesem keine ausreichende Leistung zu erwarten ist. Insbesondere für den Bereich der Personenschäden mit gegebenenfalls sehr hohen Entschädigungsansprüchen (zum Beispiel durch Rentenansprüche) ist diese für den Versicherungsschutz in einer guten Haftpflichtversicherung unabdingbar, vor allem wenn auch vorsätzliches Handeln des Schädigers mitversichert ist.

Drohnendeckung
Ein neues Risiko, welches regelmäßig in älteren Privathaftpflichtversicherungsverträgen gar nicht und in aktuellen Bedingungen nur selten versichert ist, sind auch Multicopter. Was früher zum Beispiel das Modellflugzeug war, ist heute die Drohne: Ein “Spielzeug” für Jedermann. Rund 6,4 Millionen Einheiten dieser unbemannten Flugobjekte wurden im Jahr 2015 weltweit zu zivilen Zwecken verkauft.
Laut Schätzungen der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt es etwa 400.000 Stück momentan in Deutschland. Sei es nun für die private Nutzung in der Freizeit, Aufnahmen für Film und Fernsehen, Vermessungen oder auch zur Dokumentation von Schäden für Versicherungen. Mit der Anzahl der Drohnen steigt auch das damit einhergehende Risiko: Die gemeldeten Behinderungen des Luftverkehrs durch Drohnen haben sich von 2015 auf 2016 mehr als vervierfacht.
Nicht ohne Grund besteht eine gesetzlich geregelte Versicherungspflicht für nahezu alle Luftfahrzeuge, so natürlich auch für Drohnen. Sofern dieses Risiko von den Besitzern einer Drohne überhaupt versichert ist, beschränkt sich der Versicherungsschutz oftmals nur auf Deutschland. Doch was liegt näher als das neue “Spielzeug” mit in den Urlaub zu nehmen? Hier ist gut beraten, wer bei seiner Drohnendeckung auch auf Versicherungsschutz im Ausland achtet.

Innovations- und Marktgarantie
Wer mit einer “Innovationsgarantie” aufwarten kann, punktet besonders beim Kunden. Im Rahmen dieser Klausel gelten Leistungsverbesserungen, die zu Gunsten des Versicherungsnehmers in das Deckungskonzept mit aufgenommen wurden, automatisch auch für bestehende Verträge.
Ein zunehmender Trend ist auch die sogenannte “Marktgarantie“, die die besten am Markt erhältlichen Leistungen garantiert. Sie richtet sich insbesondere an Kunden, die rundum sorglos versichert sein und auf die regelmäßige Überprüfung ihres Versicherungsschutzes verzichten wollen.

Autor Horst-Ulrich Stolzenberg ist Vorstand für Vertrieb & Marketing bei der Domcura AG mit Sitz in Kiel.

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Ob etwa Gefälligkeitsschäden in der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, müssen Kunden zusammen mit ihrem Berater überprüfen. © Stiftung Warentest

Ob etwa Gefälligkeitsschäden in der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, müssen Kunden zusammen mit ihrem Berater überprüfen. © Stiftung Warentest

Nicht immer ist es einfach zu beurteilen, wann die eigene private Haftpflichtversicherung einen Schaden übernimmt. Oft hängt das auch von der Qualität der Versicherungsbedingungen ab. Gerade Kunden mit älteren Verträgen sind hier eher im Nachteil, weil viele neue gute Klauseln nicht enthalten sind. Die Infografik gibt einen schönen Überblick, wann die Haftpflicht zahlt und auf welche Klauseln man seinen Vertrag prüfen sollte.

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Wann Gewaltopfer in der Privathaftpflicht leer ausgehen, trotz Forderungsausfalldeckung

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Trotz Forderungsausfalldeckung

Trotz Forderungsausfalldeckung

Die Forderungsausfalldeckung ist in der Privathaftpflichtversicherung eine wichtige Klausel. Sie springt ein, wenn der Schadenverursacher selbst keine Haftpflicht oder kein Geld hat – das Opfer bekommt dann Geld von der eigenen Versicherung. So zumindest die Theorie. Wann man trotz Forderungsausfalldeckung leer ausgehen kann, zeigt ein aktueller Fall.

Die Stiftung Warentest berichtet von einem Fall, in dem ein Mann trotz Forderungsausfalldeckung in seiner Privathaftpflichtversicherung leer ausging. Der Mann wurde von mehreren Männern zusammengeschlagen und landete im Krankenhaus. Einer der Täter war bereits polizeibekannt, trotzdem wurde das Strafverfahren eingestellt.

Nach rund zwei Jahren Behandlungszeit hatten sich beim Opfer ein materieller Schaden von 5.000 Euro und ein Schmerzensgeldanspruch von 10.000 Euro angesammelt. Der Täter selbst hatte weder Geld noch eine eigene Privathaftpflichtversicherung.

Deshalb wandte sich das Opfer an den eigenen Versicherer. Denn: Er erinnerte sich an die Forderungsausfalldeckung in seinem Vertrag. Wenn der Versicherte einen Schaden erleidet und der Täter nicht zahlen kann, springt die eigene Privathaftpflicht ein. Normalerweise.

In diesem Fall hatte der Versicherte das Kleingedruckte seines Vertrags allerdings nicht gründlich genug gelesen. Denn dort stand, dass der Versicherer nicht bei vorsätzlichem Handeln zahlt.

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Forderungsausfalldeckung, Gefälligkeitsschäden & Co.

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Haftpflichtversicherungen

Haftpflichtversicherungen

Welche Klauseln in der Privathaftpflichtversicherung entscheidend sind

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Zu schnell ist es passiert, dass man aus Versehen einer anderen Person schadet und dafür dann mit seinem gesamten Vermögen haften muss. Die Versicherer haben ihre Tarife dabei in den vergangenen Jahren kräftig um neue Leistungen ergänzt. Welche sinnvoll sind, erklärt Versicherungsmakler Hubert Gierhartz in seinem Kommentar.

In Paragraf 823 BGB heißt es:

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Eine eindeutige Gesetzeslage. Wie kann sich ein Bürger davor schützen, dass er nicht mit seinem Privatvermögen haftet? Er schließt eine private Haftpflichtversicherung ab.

Versicherungsverträge mit einer Versicherungssumme zwischen 10 und 50 Millionen Euro  pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sind auf dem Markt für 130 Euro  Jahresprämie ohne Selbstbeteiligung oder für rund 70 Euro mit 100 Euro Selbstbeteiligung zu haben. Für Singles und Senioren kann es noch etwas preiswerter werden. Angesichts der Gesetzeslage darf es hier keine Kompromisse geben, und die Beiträge sind für jeden Verbraucher erschwinglich.

Die Vertragsbedingungen (GDV) sind von den Versicherern einzuhalten. Darüber hinaus können sie aber die Verträge gestalten, wie sie Lust und Laune haben. Das hat dazu geführt, dass es einen fast undurchschaubaren Wust von Versicherungsbedingungen gibt. Für den Verbraucher, aber selbst für den Versicherungsmakler ein schwieriges Unterfangen, hier den richtigen Tarif zu wählen.

Die „Geiz ist geil“-Mentalität, die von den Verbraucherschützern immer wieder forciert wird, hilft hier auf jeden Fall nicht weiter.

Nie nur nach dem Preis gehen

Ein Beispiel: Der Versicherer sagt, Segelboote sind bis zur einer Segelfläche von 15 Quadratmetern in der privaten Haftpflichtversicherung im Premium-Tarif mitversichert. Der Versicherungsmakler fragt den Kunden, ob er segeln geht, der Kunde antwortet mit „Nein“ und entscheidet sich für den Basis-Tarif, um ein paar Euro zu sparen.

Im Sommer fährt der 18-jährige Sprössling mit seinen Kumpel in den Urlaub, und die beiden kommen doch tatsächlich auf die wundersame Idee, sich ein Segelboot zu leihen. Es kommt durch das Verschulden des Sohnes zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Boot, und es entsteht ein erheblicher Personen- und Sachschaden. Aufgrund der Entscheidung zu Gunsten des Basis-Tarifes besteht kein Versicherungsschutz, und der Kunde muss mit seinem Privatvermögen haften. Gute Zukunftsaussichten für einen 18-jährigen Jungen.

Deshalb hier einige wichtige Punkte, die eine private Haftpflichtversicherung immer beinhalten sollte:

•    Blick auf den versicherten Personenkreis: Ist zum Beispiel die im Haushalt lebende Oma mitversichert?
•    Gefälligkeitsschäden: Der Vater hilft der Tochter beim Umzug, und lässt den Fernseher fallen.
•    Grobe Fahrlässigkeit abgesichert?
•    Deliktunfähige Personen/Kinder: Der fünfjährige Sohn beschädigt mit seinem Fahrrad das geparkte Auto des Nachbarn.
•    Privates und berufliches Schlüsselrisiko: Ein dem Versicherungsnehmer anvertrauter Schlüssel geht verloren und es wird Schadensersatz verlangt.
•    Leistung auch bei ehrenamtlichen Tätigkeit
•    Mietsachschäden: Aus Unachtsamkeit läuft die Badewanne über, und es kommt zu einem erheblichen Wasserschaden an Wänden und Decken.
•    Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung: Man kommt im Winter der Streupflicht nicht nach, und dadurch kommt es zu einen folgenschweren Unfall – eine Person rutscht aus und bricht sich das Bein.
•    Vermietung von Eigentumswohnungen
•    Besitz von bebauten und unbebauten Grundstücken
•    Besitz einer Photovoltaikanlage/Solaranlage
•    Unbemannte Flugkörper, hier sind auch Drohnen gemeint
•    Gewässerschadenshaftpflichtversicherung – Heizöltank
•    Nicht versicherungspflichtige E-Bikes und Pedelecs

Alle diese Risiken, falls vorhanden, müssen im Versicherungsschutz der privaten Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen sein. Es gibt aber explizit noch rund 200 zusätzliche Risiken, die zum Leistungsfall führen können.

Das Risiko im Schadenfall nicht versichert zu sein, kann man aber ausschließen, indem man sich für einen Top-Tarif mit einer „Best-Leistungs-Garantie entscheidet und abschließt. Bietet ein Versicherer in seinen Versicherungsbedingungen diese Garantie an, dann leistet er zum Beispiel auch dann, wenn in seinem Tarif Segelboote nur bis 15 Quadratmeter Segelfläche abgedeckt sind, aber eine andere Versicherung bis 20 Quadratmeter Segelfläche leistet. Die besseren Bedingungen gelten.

Aber selbst hier müssen Kunden und Makler genau hinschauen, ob die Leistungen gedeckelt sind und ob der Versicherer im Rahmen der „Best-Leistung-Garantie“ beispielsweise nur bis eine Million Euro leistet.

Eine besondere Vereinbarung in der privaten Haftpflichtversicherung ist die Forderungsausfalldeckung. Was verbirgt sich dahinter?

Beispiel: Ein nicht versicherter Fahrradfahrer fährt einen Fußgänger an und verletzt diesen schwer. Die geschädigte Person hat erfolgreich geklagt, und der Fahrradfahrer wird auch zum Schadenersatz verurteilt, aber bei ihm ist leider nichts zu holen. Wurde die Ausfalldeckung im Vertrag des Geschädigten mit eingeschlossen, dann leistet in diesem Fall die eigene Haftpflichtversicherung gegen Vorlage des vollstreckbaren Urteils.

Eine deutliche Erweiterung dieser Ausfalldeckung ist es, wenn der Haftpflichtversicherer auch bei nicht versicherten Autos leistet und auch Vorsatz in seinem Versicherungsschutz abdeckt.

Vorsatz ist grundsätzlich ausgeschlossen, aber …

Wird man überfallen und zusammengeschlagen, wird der Täter ermittelt und zum Schadenersatz verurteilt, leistet seine private Haftpflichtversicherung – sollte er eine haben – dann trotzdem nicht, da der Vorsatz grundsätzlich ausgeschlossen ist. Ist „Vorsatz“ aber in der eigenen privaten Haftpflichtversicherung in der Forderungsausfalldeckung mit drin, dann leistet hier ebenfalls meine eigene Haftpflichtversicherung.

Fazit: Optimalen Versicherungsschutz in der privaten Haftpflichtversicherung gibt es schon für eine Jahresprämie von rund 130 Euro ohne Selbstbeteiligung. Man muss jedoch die Versicherungsbedingungen genau kennen. Da helfen nicht die Verbraucherzentralen, Verbraucherschützer oder Direktversicherer, sondern der gut aufgestellte Versicherungsmakler vor Ort.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Autor: Hubert Gierhartz

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