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Rentenversicherung schwimmt im Geld

Gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland
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In den ersten neun Monaten 2018 konnte die gesetzliche Rentenversicherung so viele Beiträge einsacken wie es ihr in den vergangenen zehn Jahren nicht gelungen ist. Insgesamt dürften die Rücklagen deshalb wohl auf knapp 38 Milliarden Euro wachsen.

Die gesetzliche Rentenversicherung profitiert von der anhaltend guten Konjunktur: Für dieses Jahr zeichnet sich ein Überschuss von 4 Milliarden Euro ab, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr kam ein Plus von insgesamt rund 500 Millionen Euro zustande. Und wie es aussieht, werden die Rücklagen Ende 2018 wohl knapp 38 Milliarden Euro betragen, gegenüber 33,4 Milliarden Euro zum Vorjahreszeitpunkt.

Das gute Wachstum geht vor allem auf die stark sprudelnden Beiträge der Versicherten zurück. Denn: In den ersten neun Monaten 2018 stiegen die Beiträge so sehr wie innerhalb der gesamten vergangenen zehn Jahren nicht.

Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen sie um 4,6 Prozent. „Das ist die höchste Zunahme in den vergangenen zehn Jahren“, kommentierte die Vorsitzende des Bundesvorstands, Annelie Buntenbach, die Entwicklung.

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Zahlen Beamte bald in die gesetzliche Rente ein?

Deutsche Rentenversicherung - Rentenarten & Leistungen
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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte prüfen lassen, „ob, und wenn ja, wie“, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden können. Das erklärte Heil zum Auftakt des neuen „Zukunftsdialogs“ in Berlin. Der Sozialverband VdK begrüßte die Ankündigung, Kritik kam von der FDP.

Vorfestlegungen solle es zwar keine geben, gleichwohl möchte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nicht verhehlen, dass er sich eine „breitere Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme“ wünscht.  

Im Rahmen des ersten „Zukunftsdialog“, bei dem Heil bis Frühjahr 2019 auf vier sogenannten Bürgerforen über die Zukunft des Sozialstaats diskutieren möchte, machte er nun den Vorschlag, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Die Altersvorsorge von Beamten ist bislang gesondert geregelt. Die Staatsdiener erhalten dementsprechend keine Renten, sondern Pensionen.

Selbstständige sollen Vorsorgeart ab 2019 frei bestimmen

Bei den Selbstständigen ist Heil schon ein gutes Stück weiter. Laut Medienberichten bekräftigte der SPD-Politiker, den Weg für die Aufnahme dieser Berufsgruppe in die Rente im kommenden Jahr freimachen zu wollen. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass sie zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und anderen Vorsorgearten wählen können.

Beim Sozialverband VdK Deutschland nimmt man die Stoßrichtung des Ministers positiv auf. Die gesetzliche Rentenversicherung müsse zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut werden, wird Präsidentin Verena Bentele in einem Medienbericht zitiert. Daher sollten auch Beamte und Politiker berücksichtigt werden.

Ablehnung kommt demnach von der FDP. Mehr Rentenbeitragszahler lösten keines der Demographie- und Finanzprobleme der Rente, wird Fraktionsexperte Johannes Vogel zitiert. „Denn zusätzliche Einzahler jetzt bedeuten auch zusätzliche Ausgaben in der Zukunft“, so Vogel.

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