Wann ist man eigentlich berufsunfähig?

Aktenzeichen XI ZR 790/16
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Die Gerichte müssen sich immer wieder mit dem Thema Berufsunfähigkeit befassen. Häufig geht es dabei darum, wann ein Kunde eigentlich berufsunfähig ist. Pfefferminzia klärt über einige wichtige Urteile des Bundesgerichtshofs zu diesem Thema auf, die Leitplanken für die Bewertung vorgeben.

Diese Frage sorgt in der Praxis immer wieder für Ärger: Wann genau ist man eigentlich berufsunfähig (BU)? Laut den meisten Versicherungsbedingungen ist das dann der Fall, wenn der Betroffene seinen aktuellen Beruf zu 50 Prozent nicht mehr ausüben kann. Aha. Und was zählt da genau? Die Arbeitszeit? Oder vielleicht die Aufgaben, die man im Berufsalltag zu erfüllen hat? Oder beides? Oder etwas ganz anderes?

Fakt ist: Dass eine BU-Rente nicht ausgezahlt wird, liegt in fast einem Drittel aller Fälle daran, dass der BU-Grad von 50 Prozent nicht erreicht wurde. In der Liste der häufigsten Ablehnungsgründe ist das immerhin Platz 2.

Weil es in der BU-Versicherung oft um viel Geld geht, landen die Streitfälle um den BU-Grad dann vor Gericht. Und die Richter formen mit ihren Urteilen nach und nach eine Rechtsauffassung, was es eigentlich heißt, berufsunfähig zu ein. Schauen wir uns einige wichtige Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) zu diesem Thema einmal an.

1. Zeitanteile von Aufgaben sind nicht entscheidend

Am 19. Juli 2017 stellt der BGH in einem Urteil klar, dass der Versicherer (beziehungsweise die Sachverständigen) bei der Beurteilung einer BU nicht alleine auf die reinen Zeitanteile einer Beschäftigung schauen darf (Aktenzeichen IV ZR 535/15).

In dem Fall ging es um die angestellte Hauswirtschafterin einer Anwaltskanzlei. Zu ihren Aufgaben gehörte es vor allem, die Kanzleiräume zu putzen, einzukaufen und das Mittagessen für 15 bis 30 Personen zu kochen. Im März 2007 stürzte die Frau eine Treppe herunter, war längere Zeit krankgeschrieben. Auch danach plagten sie noch psychische Probleme und Rückenbeschwerden, sodass sie bei ihrem Versicherer Leistungen wegen Berufsunfähigkeit beantragte.

Sie könne wegen ihres Sturzes maximal drei Stunden am Tag leichte Helfertätigkeiten als Haushaltshilfe ausführen. Schwere Einkäufe schleppen und mehrere Stunden kochen komme nicht mehr infrage. Trotzdem sah der Versicherer keine Berufsunfähigkeit gegeben – mehrere Sachverständige waren zu dem Schluss gekommen, dass die Frau zu maximal 20 Prozent berufsunfähig sei. Einer bestätigte zwar, dass Treppensteigen und ein Gewicht von 10 Kilo heben für die Frau problematisch sei. Hierbei handele es sich ja aber nicht um eine sechsstündige Dauerbelastung.

Die Richter des BGH verwiesen den Fall an das Berufungsgericht zurück. „Für die Bemessung des Grads der Berufsunfähigkeit darf nicht nur auf den Zeitanteil einer einzelnen Tätigkeit abgestellt werden, die der Versicherungsnehmer nicht mehr ausüben kann, wenn diese untrennbarer Bestandteil eines beruflichen Gesamtvorgangs ist“, heißt es in der Urteilsbegründung. Könne die Frau den Großeinkauf nicht mehr durchführen, sei ihr auch die weitere Führung der Kantine nicht mehr möglich, so der BGH. Sie könne dann ihre arbeitsvertraglichen Pflichten in diesem Bereich nicht mehr vollständig erfüllen.

2. Die letzte Tätigkeit in gesunden Tagen zählt

In einem anderen Fall stellte ein Versicherer die Zahlung der BU-Rente ein, nachdem ein vormals selbstständiger, an Arthrose erkrankter HNO-Arzt in den Angestelltenstatus wechselte. Zu Unrecht, urteilte der BGH (Aktenzeichen IV ZR 527/15).

Der Arzt war ab dem Jahr 2000 an Arthrose in der rechten Schulter erkrankt. Fünf Jahre später war sein Leiden so schlimm, dass der Arzt keine ambulanten chirurgischen Eingriffe mehr durchführen konnte. Er beantragte Leistungen aus seinem BUZ-Vertrag, und der Versicherer zahlte.

Vier Jahre später informierte der Arzt seine Versicherung darüber, dass seine Praxis in ein Medizinisches Versorgungszentrum übergegangen, er dort seitdem angestellt und zum ärztlichen Leiter bestellt worden sei. Die Folge: Die Versicherung stellte die Leistungen ein, da eine bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit nicht mehr vorliege. Die neu ausgeübte Tätigkeit des Arztes wahre seine bisherige Lebensstellung.

Für die Prüfung der BU sei grundsätzlich die letzte konkrete Berufsausübung maßgebend, wie sie „in gesunden Tagen“ ausgestaltet war, führt der BGH in seiner Urteilsbegründung aus. Ausgangspunkt für die Beurteilung sei also die vor der Arthrose ausgeübte Tätigkeit als selbstständiger HNO-Arzt. Die Tätigkeit als Praxisvertreter sei damit nicht vergleichbar.

3. Das Einkommen und die Lebensstellung

Um die Lebensstellung drehte sich auch ein weiteres Urteil, das der BGH ausgesprochen hat. Dabei ging es um eine Krankenschwester, die bei einem ambulanten Pflegedienst arbeitete. Sie betreute dort 40 Stunden pro Woche Pflegebedürftige stationär und ambulant. Im Schnitt verdiente sie brutto 1.359 Euro. Wegen mehrerer Bandscheibenvorfälle wurde sie berufsunfähig. Der Versicherer erkannte dies auch an und zahlte die BU-Rente.

Nach einiger Zeit nahm die Versicherte wieder eine Arbeit als Krankenschwester auf, war allerdings nur administrativ tätig. Sie arbeitete außerdem nun 30 Stunden pro Woche und bekam monatlich 1.050 Euro dafür. Der Versicherer stellte daraufhin die Leistung ein.

Der Bundesgerichtshof stellte sich auf die Seite der Krankenschwester (Aktenzeichen IV ZR 434/15). Die Begründung des Versicherers, die Betroffene habe jetzt mehr Freizeit und besondere Belastungen seien weggefallen, ließ der BGH nicht gelten. Das gleiche den Einkommensverlust nicht aus, so die Richter: „Von der zusätzlich gewonnenen Freizeit kann der Unterhalt nicht bestritten werden.“ Auch wenn die Versicherte nur eine Teilzeittätigkeit ausübe, bleibe für die Bewertung ihr tatsächliches aus der Teilzeittätigkeit erzieltes Einkommen maßgeblich. Man könne nicht den Verdienst der 30 Stunden pro Woche auf 40 Stunden hochrechnen.

Übrigens bedeutet auch ein höheres Einkommen einer neuen Tätigkeit nicht automatisch, dass der Kunde nicht berufsunfähig im Sinne der Versicherungsbedingungen ist. Das zeigt der Fall eines Mannes aus Schleswig-Holstein. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker, arbeitete danach aber lange als Hufschmied. Wegen chronischer Lendenwirbel- und Schultergelenksbeschwerden konnte er diesen Beruf nicht mehr ausüben und arbeitete seitdem als Maschinenführer, später als Lagerist. Die Versicherung verweigerte aber die Zahlung der BU-Rente – der Versicherte könne ja als Maschinenführer tätig sein.

Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein stellte sich auf die Seite der Versicherung, doch der BGH entschied anders (Aktenzeichen IV ZR 11/16). Warum? Die Richter hätten nicht auf die Qualifikation des Versicherten bei der Bewertung der Lebensstellung geachtet. Dass der Mann als Maschinenführer mehr verdient, ändert hieran nichts. Laut BGH ist eine Verweisung nur dann in Ordnung, „wenn die neue Erwerbstätigkeit keine deutlich geringeren Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert und in ihrer Vergütung sowie in ihrer sozialen Wertschätzung nicht spürbar unter das Niveau des bislang ausgeübten Berufs sinkt.“

Was zeigen diese Urteile des BGH?

Dass es eine allgemeingültige Erklärung, wann jemand berufsunfähig ist, nicht gibt. Wahrscheinlich auch nicht geben kann, da jeder Fall unterschiedlich ist. Der Versicherer muss jeden einzelnen Antrag prüfen und neu entscheiden. Dabei geben ihm die höchstrichterlichen Urteile Leitplanken vor.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Verbesserte Rahmenbedingungen für die Altersvorsorge

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uniVersa Krankenversicherung a.G., Lebensversicherung a.G., Allgemeine Versicherung AG Hauptverwaltung: Sulzbacher Str. 1-7, 90489 Nürnberg


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Altersvorsorge wird seit Jahresbeginn vom Staat stärker gefördert. Neben höheren Steuervorteilen gibt es verbesserte Regelungen bei der Riesterrente und einen neuen Altersvorsorgefreibetrag bei der Grundsicherung im Alter. Die Politik hat damit ein wichtiges Signal gesetzt, dass sich Altersvorsorge weiter lohnt, erklärt die uniVersa.

Höhere Förderung der Altersvorsorge
Arbeitnehmer können über die betriebliche Altersvorsorge jetzt bis zu acht Prozent (vorher vier) der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung steuerfrei fürs Alter sparen. Für das Jahr 2018 ergibt das umgerechnet bis zu 6.240 Euro. Die Hälfte davon kann sozialabgabenfrei gespart werden. Auch die Förderung der Rüruprente wurde ausgebaut. Für dieses Jahr können 86 Prozent (Vorjahr 84) der Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 23.712 Euro (Vorjahr: 23.362) pro Person steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Verbesserte Regelungen bei Riester
Bei der Riesterrente wurde die jährliche Grundzulage von 154 auf 175 Euro erhöht. Diese wird auch für bestehende Riesterverträge gewährt, so die uniVersa. Ist der spätere Rentenanspruch sehr gering, kann er mit einer Einmalzahlung abgefunden werden. Dies ist bis zu einer monatlichen Rente von 30,45 Euro möglich. Die Abfindung wird seit 1. Januar nicht mehr voll, sondern nach der sogenannten „Fünftelregelung“ ermäßigt besteuert. Damit wird nur ein Fünftel der Einmalzahlung zur Ermittlung des Steuersatzes herangezogen.

Neuer Freibetrag bei Grundsicherung
Seit 1. Januar wird Einkommen aus zusätzlicher Altersvorsorge, beispielsweise Riester-, Rürup- oder Betriebsrente, bei der Berechnung der staatlichen Grundsicherung nicht mehr voll angerechnet. Künftig bleibt ein Grundfreibetrag von 100 Euro monatlich anrechnungsfrei. Falls die zusätzliche Altersvorsorge höher ist, werden 30 Prozent des übersteigenden Betrags bis zu einem Höchstbetrag von 208 Euro monatlich nicht angerechnet.

Was sich ab Januar bei der Riester-Rente ändert

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Gerade Familien mit Kindern profitiern von der Riester-Rente.


Gerade Familien mit Kindern profitiern von der Riester-Rente.

Für Riester-Sparer und Riester-Interessenten gibt es zum Jahreswechsel fünf Neuerungen. So steigt etwa die Grundzulage und die Abfindung bei kleinen Renten wurde angepasst. Hier kommen die Details.

1.    Grundzulage steigt

Ab Januar 2018 erhöht sich die staatliche Förderung bei der Riester-Rente. Wie das Bundesfinanzministerium (BMF) mitteilt, steigt die Grundzulage dann von 154 auf 175 Euro pro Jahr.

Die Kinderzulage ändert sich indes nicht. Für jedes Kind, das nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurde, erhalten Sparer zusätzlich 300 Euro pro Jahr und Kind, für davor geborene Kinder 185 Euro pro Jahr.

Laut Rechnung des BMF kämen für eine Person mit zwei Kindern, die 20 Jahre in einen Riester-Vertrag einzahlt, 15.500 Euro Zulagen zusammen – wenn die Person mindestens 4 Prozent der Einkünfte, maximal 2.100 Euro, pro Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlt (abzüglich der Zulagen).

2.    Abfindung von Kleinstrenten

Neue Regeln gibt es auch bei der Abfindung bei kleinen Renten: Ist der monatliche Rentenanspruch bei einem Riester-Vertrag gering, hat der Anbieter das Recht, diesen Rentenanspruch mit einer Einmalzahlung zu Beginn der Auszahlungsphase abzufinden.

Bisher ist es so, dass diese Einmalzahlung im Jahr ihrer Auszahlung voll zu versteuern ist.

Das ändert sich nun.

Ab 2018 gibt es für Riester-Sparer hierbei Ermäßigungen, die „Fünftelregelung“ ist hier nun anzuwenden. Zwar wird die Auszahlung voll besteuert, aber nur ein Fünftel davon wirkt sich progressiv auf den Steuersatz aus. Das soll verhindern, dass der Steuersatz wegen der Einmalzahlung in diesem einem Jahr über die Steuerprogression stärker steigt als bei Verteilung der Auszahlung auf mehrere Jahre.

Zudem müssen neue Riester-Produkte ab 2018 ein Wahlrecht enthalten: Sparer können wählen, ob sie die Abfindung ihrer Kleinbetragsrente zu Beginn der Auszahlungsphase erhalten möchte oder zum 1. Januar des darauffolgenden Jahres.

Was bringt das?

„So kann beispielsweise erreicht werden, dass die Abfindung in dem Jahr des ersten vollen Rentenbezugs gezahlt wird. Dann hat man üblicherweise geringere Einkünfte und die Steuerlast, die sich durch die Einmalzahlung ergibt, ist geringer“, schreibt das Bundesfinanzminsterium.

3.    Grundsicherung

In der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung gibt es künftig einen Freibetrag von 100 Euro monatlich. Das heißt, Riester-Renten werden künftig bei der Berechnung der Grundsicherungsleistungen nicht mehr voll angerechnet.

Ist die Riester-Rente höher als 100 Euro, ist der übersteigende Betrag zu 30 Prozent anrechnungsfrei. Auf diese Weise können bis zu 202 Euro ohne Anrechnung zusammenkommen.

Auch hier liefert das BMF ein Beispiel:

Ein Rentner erhält 160 Euro Riester-Rente monatlich. Diese Einkünfte reichen aber nicht aus, um seinen Lebensunterhalt zu decken. Er beantragt daher Grundsicherung. Seine Riester-Rente muss dabei als Einkommen angerechnet werden.

Hier greift dann der neue Freibetrag:

Bei seiner Riester-Rente sind 100 Euro anrechnungsfrei sowie 30 Prozent der übersteigenden 60 Euro, also 18 Euro. Insgesamt sind dann 118 Euro anrechnungsfrei, und es werden nur 42 Euro bei der Berechnung der Grundsicherungsleistungen als Einkommen berücksichtigt.

Die 118 Euro behält der Riester-Rentner zusätzlich zu den Grundsicherungsleistungen beziehungsweise seinen anderen Einkünften.

4.    Doppelverbeitragung

In der betrieblichen Altersversorgung besteht die Möglichkeit, dass man sich seine Beiträge auch durch Riester fördern lassen kann. Das kann vor allem für Sparer mit Kindern vorteilhaft sein, da sie neben der Förderung durch die Grundzulage auch die Kinderzulagen erhalten können.

Allerdings waren diese Renten in der Auszahlungsphase als Renten aus der betrieblichen Altersversorgung beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Es kam also zur „Doppelverbeitragung“. Sowohl die Beiträge als auch die daraus resultierenden Leistungen unterlagen der Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Auch das hat sich jetzt geändert. Leistungen aus dem „betrieblichen Riester“ unterliegen in der Auszahlungsphase nicht mehr der Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.

5.    Verfahrensverbesserungen bei Beamten & Co.

Riesternde Beamte, Richter, Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit & Co. müssen einwilligen, dass die Besoldungsstelle ihre Besoldungsdaten an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermittelt. Das musste bisher bis zwei Jahre nach dem Ablauf des jeweiligen Beitragsjahres passieren.

Ab 2019 müssen Beamte & Co. diese Einwilligung nun grundsätzlich im Beitragsjahr erteilen. Stellt sich dann heraus, dass das vergessen wurde, kann die Einwilligung nachträglich, bis zum rechtskräftigen Abschluss des Festsetzungsverfahrens nachgeholt werden. So sollen Fehler früher aufgedeckt werden.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Von

 

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Gewerkschaft Verdi sagt Altersarmut für Millionen voraus

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Wenn sich an der Rentenpolitik nichts ändert

Wenn sich an der Rentenpolitik nichts ändert

Laut einer Analyse für die Gewerkschaft Verdi kann man das Thema Altersarmut nur noch durch ein Umdenken in der Rentenpolitik bekämpfen. Sonst würden bald auch 45 Beitragsjahre mit nur noch 800 Euro Rente im Monat belohnt. Mit einer neuen Kampagne will die Gewerkschaft nun ein Zeichen setzen und dieser Entwicklung entgegengehen. Die Forderung: ein Rentenniveau von 50 Prozent.

Früher war es einfach: Wer arbeitete und dabei immer brav in die Rentenkasse einzahlte, der wurde im Alter mit einer ausreichenden Rente belohnt. Heute sieht das anders aus. Grund dafür ist das Rentenniveau, das bis 2030 auf 43 Prozent sinken könnte. Die Gesellschaft Verdi warnt nun davor, dass das Problem der Altersarmut „weit in die Mitte der Gesellschaft hinein“ reichen wird, wenn sich gesetzlich nichts ändere. 

Eine aktuelle Studie des Eduard Pestel Instituts, die Spiegel Online vorliegt, zeigt, dass selbst 45 Jahre Beitragsjahre einem Arbeitnehmer bald nur noch 800 Euro Rente bringen könnten. Das heißt auch, dass unterbrochene Erwerbsbiografien zu noch weniger Rente im Alter führen würden.

Viele Arbeitnehmer sorgen bis heute noch nicht oder zu wenig fürs Alter vor – auch das war ein Ergebnis der Studie. Die rund 4,9 Millionen Arbeitnehmer, die hierzulande 1.500 bis 2.500 Euro brutto verdienen, werden so im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein. Und die rund 9 Millionen Arbeitnehmer mit einem Einkommen unter 1.500 Euro brutto werden wohl auch mit privater Vorsorge kaum über das Grundsicherungsniveau kommen.

Verdi-Chef Frank Bsirske fände es „nicht akzeptabel“, kämen so viele Menschen trotz Einzahlungen in die Rentenkasse kaum über das Grundsicherungsniveau. Seine Gewerkschaft plant daher eine neue Kampagne in zahlreichen Betrieben und Behörden, berichtet Spiegel Online. Sie soll unter dem Namen „Gute Löhne – gute Rente“ laufen.

Rentenniveau von 50 Prozent als Ziel

Bsirskes Forderung: „Der Sinkflug der Renten muss gestoppt, das Niveau der gesetzlichen Rente muss stabilisiert und wieder angehoben werden.

Der Plan der SPD, nämlich das jetzige Rentenniveau von 48 Prozent beizubehalten, reicht seiner Meinung nach nicht aus. Verdi verlangt stattdessen 50 Prozent. Ein Beitragsanstieg auf bis zu 25 Prozent soll das finanzieren, sowie auch eine Anhebung des Bundeszuschusses für die Rentenkassen um rund 30 Milliarden Euro.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

BU neu denken: Zwischen Dread-Disease und Disruption

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Eine BU-Beratung sollte immer dort ansetzen, wo der einzelne Kunde steht und was er im Ernstfall wirklich braucht

Eine BU-Beratung sollte immer dort ansetzen, wo der einzelne Kunde steht und was er im Ernstfall wirklich braucht

Die Versicherer haben sich Gedanken über die Ursachen für die geringe Marktdurchdringung von klassischen BU-Policen gemacht. Jetzt sind alternative Angebote und neue Konzepte auf dem Markt. Doch ihr Nutzen ist nicht unumstritten.

“Eine BU-Beratung sollte immer dort ansetzen, wo der einzelne Kunde steht und was er im Ernstfall wirklich braucht”, sagt Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement und stellvertretender Niederlassungsleiter Canada Life Deutschland.

An diesem Punkt wird es aber häufig problematisch: Dann nämlich, wenn der Kunde feststellt, dass er sich den oftmals hohen Beitrag zur BU-Police nicht leisten kann.

Günstige Alternativen mit Knackpunkt

Viele Versicherer haben deshalb mittlerweile alternative Angebote wie Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, Grundfähigkeitsversicherungen, Dread-Disease und Multi-Risik-Policen im Angebot, die jeweils ganz unterschiedlichen Versicherungsschutz bieten – und häufig deutlich günstiger sind als eine klassische BU.

Bei der privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlen die Versicherer eine monatliche Rente, wenn der Versicherungsnehmer keine drei Stunden am Tag irgendeine Tätigkeit ausüben kann. Der Versicherungsschutz gilt unabhängig vom konkret ausgeübten Beruf und von bestimmten Krankheitsbildern.

Bei der Grundfähigkeitsversicherung steht die Leistung des Versicherers nicht im Zusammenhang zur ausgeübten Berufstätigkeit oder zur Fähigkeit des Versicherungsnehmers, irgendeiner Tätigkeit nachzugehen. Ausschlaggebend für die Zahlung ist der Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören, Schreiben oder Treppen steigen.

Die Anbieter von Dread-Disease-Versicherungen zahlen in dem Fall, dass den Versicherten eine Krankheit trifft, die im Bedingungswerk ausdrücklich genannt sein muss, zum Beispiel Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Multiple Sklerose.

“Augenmerk auf die wichtigsten Leistungsauslöser”

“Die Versicherungswirtschaft und die Berater sollten dies noch besser transportieren, sodass unsere Kunden auch die leistungsfähigen Alternativen als guten und bezahlbaren Schutz verstehen”, rät Dr. Stefanie Alt, Leiterin Produkt- und Marktmanagement Leben bei der Nürnberger Versicherung.

“Kann sich ein Kunde eine BU in ausreichender Höhe schlichtweg nicht leisten, sollte im Rahmen einer Beratung das Hauptaugenmerk auf den wichtigsten Leistungsauslösern liegen.“

Allerdings lastet den Alternativen der Ruf an, dass sie lediglich ein “Notnagel” sind, um auch Kunden versorgen zu können, für die eine klassische BU aus finanziellen Gründen nicht infrage kommt – oder die aufgrund von Vorerkrankungen vom Versicherer abgelehnt wurden.

 

Nutzen nicht unumstritten

Und auch ihr Nutzen ist nicht unumstritten. “Ihr Marktanteil ist durchweg noch bescheiden. Bis auf die Erwerbsunfähigkeitsversicherung handelt es sich bei den Alternativen um Ausschnittsdeckungen, die preislich verlockend sind, den Kunden aber nicht die notwendige Sicherheit bringen”, äußert Michael Stille, Vorstandschef der Dialog Lebensversicherung, Vorbehalte.

Fiknet Veseli, Abteilungsleiterin Produktmanagement private Altersvorsorge und Biometrie bei der Ergo, weist zudem darauf hin, dass bei Angeboten wie einer Grundfähigkeitsversicherung oder einer Versicherung mit Multi-Risk-Ansatz ein Ausfall aufgrund psychischer Leiden nicht versichert ist. “Und diese sind heutzutage eine der Hauptursachen für Berufsunfähigkeit.”

Canada-Life-Direktor Rapp hält es für wichtig, eine passgenaue Lösung für jeden Kunden zu finden. “Jedem eine BU überzustülpen, bloß weil sie als Königsweg der Arbeitskraftabsicherung gilt, ist weder realitätsnah, noch löst es das Problem der viel zu geringen Penetration an Arbeitskraftabsicherung in der deutschen Bevölkerung”, sagt er.

Er erwartet, dass sich der Markt weiter an den Kundenbedürfnissen orientieren wird – und dass künftig noch mehr Alternativen zur BU angeboten werden.

Auch an neuen BU-Konzepten wird bereits gebastelt – auf verschiedenen Ebenen. Bei der interaktiven Veranstaltung “Disrupt.me” beispielsweise konnten Mitte Mai in Köln Start-ups, Gründungsinteressierte und Studenten einen Tag lang mit professionellem Coaching eine Geschäftssparte eines großen deutschen Versicherungsunternehmens angreifen und umkrempeln – zumindest hypothetisch.

“Ideenfindung extrem spannend”

Zielscheibe beim “Disrupt.me” der Gothaer war das Geschäftsmodell Arbeitskraftabsicherung. Die Ideen der Teilnehmer sollten nach Angaben des Versicherers besser auf die Lebensläufe und die veränderten Bedürfnisse der “Generation Y”, also der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, eingehen als traditionelle Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Das Gewinner-Team kann nun darauf hoffen, seine Idee gemeinsam mit der Gothaer in die Realität umzusetzen.

“Wir setzen sehr auf Digitalisierung, in dem Zusammenhang ist ein solcher Ansatz zur Ideenfindung für uns extrem spannend und hilft uns, die Bedürfnisse der künftigen Kunden zu kennen und erfüllen zu können”, sagte Emanuel Issagholian, bei der Gothaer für digitale Projekte verantwortlich.

Tatsächlich könnte dies genau der richtige Weg sein, um die jüngeren Zielgruppen auf das Thema Arbeitskraftabsicherung aufmerksam zu machen. (kb)

Vielen Dank an Cash.Online

 

Krankenkasse KKH erhöht Zusatzbeitrag

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Um 0,3 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent wird die Krankenkasse KKH ihren Zusatzbeitrag anheben.

Um 0,3 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent wird die Krankenkasse KKH ihren Zusatzbeitrag anheben.

Sie hat versucht, ein Anheben des Zusatzbeitrags so lange wie möglich zu unterlassen. Nun aber muss auch die Krankenkasse KKH sich dem finanziellen Druck beugen. Um 0,3 Prozentpunkte geht es mit dem Zusatzbeitrag am 1. April 2017 nach oben. Statt 1,2 sind es dann 1,5 Prozent.

Das bestätigte ein Sprecher der Kasse gegenüber dem Handelsblatt (zahlungspflichtig). Betroffen sind davon 1,8 Millionen Versicherte. Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten Krankenkassen hierzulande.

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„Wer vorsorgt und dennoch Grundsicherung braucht, ist der Dumme“

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Problem Altersarmut

Problem Altersarmut

Würde ein höheres Rentenniveau Geringverdienern im Alter ein höheres Einkommen bescheren? Nein, meint Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes. Um ihnen zu helfen, müsste man vielmehr die Grundsicherung ändern, meint er.

Hier geht es zum Artikel.

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So leben Rentner von 4,50 Euro am Tag

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Altersarmut

Altersarmut

75 Jahre alt, 48 Jahre ins Rentensystem eingezahlt und trotzdem im Rentenalter nur 202 Euro im Monat zum Leben – das ist die Realität von Dieter Neumann. Ihn und zahlreiche andere Rentner hat das ZDF für das TV-Programm „Reportage“ besucht. Warum diese Menschen so wenig Rente bekommen und wie sie versuchen, über die Runden zu kommen, zeigt das Video des ZDF.

Unter dem Titel „Armes reiches Deutschland“ brachte das ZDF am Sonntag eine Reportage über Menschen, die als Rentner noch arbeiten müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Laut ZDF ist mindestens jeder siebte Rentner armutsgefährdet, etwa eine halbe Million Bundesbürger bekommen im Alter Grundsicherung.

Eine Betroffene ist Marion Z. aus Berlin. Die 69-Jährige lebe von 4,50 pro Tag, berichtet das ZDF. Sie sei auf der verzweifelten Suche nach einem Minijob. Um dabei bessere Chancen zu haben, verschweige sie sogar ihre Schwerbehinderung.

Dieter N. aus Dortmund habe lange als Schmelzer in der Schwerindustrie gearbeitet. Trotzdem müsse der 75-Jährige für Lebensmittel zur Tafel gehen, Anziehsachen bekomme er von der Kleiderkammer. Er versuche sich mit allerlei Handwerksarbeiten über Wasser zu halten.

Hier geht es zur Reportage des ZDF.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Autor: Karen Schmidt

Höheres Rentenniveau bringt kaum was gegen Altersarmut

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Rentenversicherung fordert Alterssicherungspflicht für Selbstständige

Rentenversicherung fordert Alterssicherungspflicht für Selbstständige

Die Deutsche Rentenversicherung hat die Politik davor gewarnt, sich beim Kampf gegen Altersarmut auf ein höheres Rentenniveau zu verlassen. Selbst wenn dieses deutlich erhöht werde, würde das zwei Drittel der heute von Altersarmut Betroffenen nicht aus der Grundsicherung holen, heißt es einem Medienbericht zufolge in einem Schreiben an den Bundestag. Doch auch die alternativen Vorschläge der Behörde dürften auf Kritik stoßen.

Um Altersarmut in Deutschland zu bekämpfen, hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) unter anderem eine Erhöhung des Rentenniveaus gefordert. Doch dieser Vorschlag stößt bei der Deutschen Rentenversicherung auf Kritik.

So würde selbst eine „ganz erhebliche“ Erhöhung des gesetzlichen Rentenniveaus bei zwei Drittel der heute von Altersarmut Betroffenen nicht dazu führen, dass sie auf ein Einkommen oberhalb des Grundsicherungsanspruchs kämen. Diese Einschätzung beruht auf einem Schreiben der Deutschen Rentenversicherung Bund an den Bundestag, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

Grundlage des Schreibens ist eine von der Behörde geförderte Studie: Demnach bezieht rund jeder vierte der heutigen Empfänger von Grundsicherung im Alter (24 Prozent) überhaupt keine Rente aus der gesetzlichen Versicherung. Weitere 40 Prozent der Betroffenen erhalten laut Studie eine Rente von weniger als 400 Euro.

Behörde fordert Alterssicherungspflicht für Selbstständige

„Es ist inzwischen wohl unstrittig, dass Altersarmut häufig auf konkret benennbare Ursachen zurückzuführen ist und es zu ihrer Bekämpfung gezielter, an diesen Ursachen orientierter Ansätze bedarf“, zitiert die Berliner Morgenpost aus der Stellungnahme. Ein höheres Rentenniveau löst demnach „die Probleme von spezifischen Gruppen mit erhöhtem Altersarmutsrisiko“ dagegen nicht.

Um Altersarmut wirksam zu bekämpfen, befürwortet die Behörde, eine Alterssicherungspflicht für Selbstständige einzuführen. Die bislang nicht obligatorisch gesicherten Selbstständigen sollten vorzugsweise in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden, heißt es.

Positiv bewertet die Deutsche Rentenversicherung die Forderung von Nahles, die Haltelinien für die gesetzliche Rente über das Jahr 2030 hinaus bis 2045 festzuschreiben: Das Einziehen solcher Leitplanken sei „unabdingbar“, heißt es. Die Haltelinien müssten demnach sowohl ein zu starkes Absinken des Rentenniveaus als auch einen zu starken Anstieg des Beitragssatzes verhindern.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Autor: Lorenz Klein