Wo die Rohre am häufigsten platzen

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 Eine Ursache für das starke Schaden-Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. © GDV

Eine Ursache für das starke Schaden-Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. © GDV

Köln ist hierzulande die Hauptstadt der Leitungswasserschäden – hier bersten die Rohre doppelt so häufig wie im Bundesdurchschnitt. Insgesamt gibt es teils deutliche regionale Unterschiede in Sachen Rohrbruch und Co. Aktuelle Zahlen des Branchenverbands GDV zeigen, wo es am häufigsten zu Schäden durch Leistungswasser kommt.

Nasser Westen, trockener Osten – ungefähr so lassen sich aktuelle Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammenfassen.

Während mit Krefeld, Mannheim oder Karlsruhe weitere westdeutsche Städte überdurchschnittlich oft Wasserschäden verzeichnen, treten sie in Ostdeutschland wesentlich seltener auf. In keinem einzigen Landkreis in den neuen Ländern liegt der Schadenindex bei über 80 (siehe Grafik).

Den niedrigsten Wert deutschlandweit weist der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster auf – mit einem Indexwert von 36.

Spitzenreiter in Sachen Leitungswasserschäden ist die Rheinmetropole Köln. In der Innen- und Südstadt ist der Index für Leitungswasserschäden mit 263 mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt (100).

Woran liegt das?

Ein Grund ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West.

„In Ostdeutschland sind nach der Wiedervereinigung viele Gebäude saniert worden. Das ist ein Grund, warum die Schäden dort im Vergleich zum Westen seltener sind“, sagt Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung beim GDV.

Deshalb könnten viele Schaden durch regelmäßige Wartung vermieden werden.

Im Schnitt kracht es alle 30 Sekunden

„Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen“, so der GDV-Experte.

Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden gibt es jedes Jahr in Deutschland. Also: Im Schnitt passiert es alle 30 Sekunden.

Jedes Jahr Milliardenschäden

Die Kosten summierten sich 2015 auf 2,3 Milliarden Euro. Hinzu kamen 230 Millionen Euro Schäden in der Hausratversicherung.

In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus wie in Köln. Quelle: GDV

In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus wie in Köln. Quelle: GDV

 

So klappt es mit der Schadensregulierung

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Wenn aus Hausrat Unrat wird

Wenn aus Hausrat Unrat wird

Ein Brand oder ein geplatztes Wasserrohr hinterlassen die eigenen vier Wände häufig im Ausnahmezustand. Haben die Möbel einmal im Wasser gestanden, sind sie oft nur noch Sperrmüll. Umso besser, wenn es mit der Schadensregulierung durch die Hausratversicherung schnell klappt. Reinhard Hinmüller, freier Schadensachverständiger, über die Maßnahmen, die die Abwicklung im Schadenfall beschleunigen.

Pfefferminzia: Wie sah Ihr bisher kniffligster Fall eines Hausratschadens aus?

Reinhard Hinmüller: Es gibt viele Fälle, die knifflig sind. Jeder Fall hat so seine eigenen Reize. In einem relativ neuen Fall hatte ich mich mit einem Raub zu befassen, bei dem Edelsteine im Wert von etwa 300.000 Euro gestohlen wurden. Dahinter steckt eine abenteuerliche Geschichte: In diesem Fall wurde der Kunde während des Aufschließens der Haustür mittels Chloroform betäubt. Als er im Gebäude das Bewusstsein wiedererlangte, waren die Täter gerade damit beschäftigt, seinen Tresor zu öffnen. Nachdem dies nicht gelang, wurde der Kunde unter Gewaltandrohung aufgefordert, den Tresor zu öffnen. Um der Ernsthaftigkeit dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, schossen die Täter einige Male. Die Projektile stellte ich in der Wand sicher.

Bei welchen Schäden werden Sie am häufigsten hinzu gezogen?

Meistens handelt es sich um Brandschäden. In den vergangenen Jahren haben aber auch Einbruchschäden und Schäden durch Unwetterereignisse massiv zugenommen.

Was kann ein Versicherungsnehmer tun, damit die Schadensmeldung anerkannt wird und der Versicherer schnell reguliert?

Der Versicherungsnehmer kann im Vorfeld bereits eine Schadensaufstellung fertigen, die den beschädigten Gegenstand, das Anschaffungsjahr und den Neupreis enthält. Dies beschleunigt die Schadensregulierung ganz erheblich.

Wie kann aus Ihrer Sicht ein Makler seinen Kunden dabei unterstützen?

Makler können Ihre Kunden über versicherte und nicht versicherte Gegenstände in der Hausratversicherung aufklären. Damit wird verhindert, dass die Liste unnötig um nicht versicherte Sachen aufgebläht wird.

Worauf sollte ein Kunde beim Abschluss einer Hausratversicherung insbesondere achten? Welche Fälle einschließen?

Mittlerweile sollte darauf geachtet werden, dass das Elementarrisiko eingeschlossen ist. Auch die Höhe der Versicherungssumme sollte ausreichend bemessen sein. Die von den Versicherern geforderten 650 Euro pro Quadratmeter zur Erlangung der Unterversicherungsverzichtsklausel sind insbesondere bei hochwertig eingerichteten Haushalten oft nicht ausreichend. Außerdem stelle ich immer wieder fest, dass die Versicherungsnehmer vermehrt Goldmünzen und Schmucksachen zu Hause aufbewahren. Dies ist vermutlich der Zinspolitik geschuldet. Aus diesem Grund sollte auch die Entschädigungsgrenze für Wertsachen genau beachtet werden.

Welche Erfahrungen haben Sie als Sachverständiger mit der Abwicklung seitens der Versicherung gemacht? Gibt es besondere Hilfestellungen oder Services, die dem Kunden bei der Regulierung helfen?

Ja, den Versicherungsnehmern können im Bedarfsfall Kontakte zu spezialisierten Handwerkern zur Verfügung gestellt werden. Bei einem Einbruch zum Beispiel werden in der Regel Fenster- und Türelemente beschädigt. Die regionalen Handwerksbetriebe bieten hier meist den Austausch der Elemente an. Das ist mit hohen Kosten und auch Unannehmlichkeiten durch beispielsweise Baustaub verbunden. Mittlerweile gibt es hier spezialisierte Betriebe, die Reparaturen ohne großen Aufwand und auch kostengünstig durchführen können.

Reinhard Hinmüller (47) ist freiberuflicher Schadensachverständiger. Er lebt und arbeitet in Bayern. Er reguliert für Versicherungsunternehmen unter anderem Schäden an Wohngebäuden, Gewerbe- und Industriebauten. Hinmüller führt seit 2008 die Geschäfte der Eurokonzept24 in Mettenheim.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

Hausratversicherer muss auch bei Rußschäden bezahlen

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Das Landgericht Bielefeld stellt sich auf die Seite der Versicherten (Aktenzeichen 22 S 39/16).

Das Landgericht Bielefeld stellt sich auf die Seite der Versicherten (Aktenzeichen 22 S 39/16).

Ein Hausratversicherer lehnt die Zahlung von Hausratschäden, die durch Ruß und Rauch entstanden sind, ab. Der Grund: Die Schäden seien durch angebranntes Essen verursacht worden, und das sei nicht versichert. Dieses Argument ließ das Landgericht Bielefeld aber nicht gelten.

Was ist geschehen?

In einer Küche kommt es durch anbrennendes Essen und sich daraus entwickelndem Rauch und Ruß zu Schäden am Hausrat. Die Betroffenen möchten das Geld von ihrer Hausratversicherung zurück haben. Der Versicherer weigert sich aber zu zahlen, berichtet Christian Luber, Fachanwalt für Versicherungsrecht bei der Fachkanzlei für Versicherungsrecht L & P Luber Pratsch Rechtsanwälte, auf dem Portal anwalt.de.

Die Rußschäden seien nicht vom Versicherungsschutz umfasst, da das Anbrennen von Essen keinen Versicherungsfall darstelle. Der Fall landet vor Gericht.

Das Urteil

Das Landgericht Bielefeld stellt sich auf die Seite der Versicherten (Aktenzeichen 22 S 39/16). Die Schäden seien versichert, denn eine Einschränkung, dass der Ruß durch eine Feuerstelle entstanden sein muss, ergebe sich bei der Auslegung der Versicherungsbedingungen nicht.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

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Urteil zur Hausratversicherung

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Wenn ein vermeintlich leeres Feuerzeug doch zum Brand führt

Wenn ein vermeintlich leeres Feuerzeug doch zum Brand führt

Der achtjährige Sohn einer Frau darf im Keller für eine Viertelstunde unbeaufsichtigt Computerspielen. Stattdessen schnappt er sich aber ein – vermeintlich leeres – Feuerzeug und verursacht einen Brand. Der Hausratversicherer kürzt daraufhin die Leistung um 50 Prozent. Das ist zu viel, urteilte nun das Oberlandesgericht Nürnberg.

Was ist geschehen?

Eine Frau lässt ihren achtjährigen Sohn unbeaufsichtigt für 15 Minuten im Keller der Mietwohnung – dabei handelt es sich um das Home-Office des Vaters – Computerspielen. Der Kleine nimmt sich ein Feuerzeug und zündet damit ein Blatt Papier an. Das Feuer breitet sich so schnell aus, dass der Sohn es nicht mehr löschen kann. Es entsteht ein Schaden von rund 50.000 Euro.

Die Hausratversicherung stellt vor diesem Hintergrund ein grob fahrlässiges Verhalten der Mutter fest und reduziert die Leistung auf 50 Prozent. Sie zahlt rund 27.330 Euro an die Familie aus.

Die Frau klagt. Ihr Sohn habe aus einer unverschlossenen Schublade als leer zum Wiederbefüllen abgelegte Feuerzeuge ausprobiert, wobei eins noch soweit funktionierte, dass er ein Blatt Papier in Brand setzten konnte. Die Frau macht, gestützt auf ein Sachverständigen-Gutachten, weitere 27.330 Euro als Hausratschaden geltend. Sie fordert außerdem eine Erstattung der Mehrwertsteuer. Sie habe mehrere Rechnungen zur Beseitigung der Brandfolgen bezahlt, die Versicherung habe aber nur Nettobeträge reguliert.

Der Versicherer wiederum verweist auf das Bild bei Eintreffen der Feuerwehr. Die Feuerzeuge hätten frei zugänglich herumgelegen.

Das Urteil

Das Oberlandesgericht Nürnberg folgt der Vorinstanz und gibt dem Versicherer Recht (Aktenzeichen 8 U 1688/15). Er darf die Leistung wegen grob fahrlässigen Verhaltens kürzen – allerdings nur um 25 Prozent. Knapp 10.200 Euro muss der Versicherer also noch bezahlen.

Die Richter sahen die grobe Fahrlässigkeit durchaus gegeben, aber eher in einem nicht sehr hohen Maße. Sie glauben der Frau, dass die Feuerzeuge in einer Schublade aufbewahrt worden waren und dass der Sohn von diesem Aufbewahrungsort nichts wusste. „Zum Zweiten waren die Feuerzeuge jedenfalls aus subjektiver Sicht der Klägerin und ihres Ehemannes leer und zum Dritten waren die Feuerzeuge an einem Ort, an dem sich Kinder nicht regelmäßig aufhielten“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

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