Was an der Kindergeld-Rente dran ist

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ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProFair24.
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192 Euro im Monat von „Vater Staat“

192 Euro im Monat von „Vater Staat“

Für Eltern, die ihren Kindern eine stattliche Altersvorsorge ohne eigenes Zutun finanzieren möchten, hört sich dieser Weg überaus bequem an: Sie müssen einfach nur das Kindergeld in Höhe von 192 Euro Monat für Monat in einen guten Fonds oder einen ETF einzahlen – so lautet zumindest der Finanztipp eines Vermögensmanagers. Die Details erfahren Sie hier.

Seinen Kindern eine profitable Rente aufzubauen sei ganz einfach, verspricht André Kunze, geschäftsführender Gesellschafter der Prometheus Vermögensmanagement GmbH. Eltern bräuchten dazu nur „ein paar gute Fonds oder ETFs, Disziplin und viel Zeit“. Die Beiträge zahle „Vater Staat“, schreibt Kunze bei Focus Online.

Das Prinzip ist einfach: Jeden Monat erhalten die Erziehungsberechtigten für ihre Tochter oder ihren Sohn 192 Euro Kindergeld – und das mindestens bis zur Volljährigkeit. Geht das Kind noch zur Schule, oder absolviert es eine Berufsausbildung beziehungsweise ein Studium, besteht der Kindergeldanspruch sogar bis zum 25. Geburtstag fort.

Der staatliche Geldsegen von fast 200 Euro pro Monat sollte Kunze zufolge m Rahmen eines monatlichen Fondssparplans „in drei bis vier gute und renditeorientierte Fonds“ fließen – so lange, bis das Kind zum Beispiel seine Ausbildung beendet hat. Das wird im Durchschnitt nach 20 Jahren der Fall sein, so Kunze. Dann stehen aus den insgesamt eingezahlten Kindergeldbeträgen in Höhe von 46.080 Euro (192 Euro x 12 Monate x 20 Jahre), stattliche 62.915 Euro zur Verfügung – sofern eine durchschnittliche jährliche Verzinsung von 3 Prozent angenommen wird.

Bis zur Rente ist das Kindergeld 250.000 Euro wert – mindestens, so Kunze

„Anschließend sorgen Sie dafür, dass Ihr dann Großer oder Ihre Große die Ersparnisse bis zur Rente – nach derzeitigem Stand also weitere 47 Jahre – für sich arbeiten lässt“, empfiehlt Kunze. Demnach ergeben sich bis zum 67. Lebensjahr bei einer weiterhin gültigen Rendite von 3 Prozent per anno ein Gesamtbetrag von 252.409 Euro – oder eine 20 Jahre laufende Rente von umgerechnet 1.051 Euro pro Monat. Bei 4 Prozent Rendite steigern sich die Zahlen auf 442.848 Euro beziehungsweise 1.845 Euro pro Monat, bei 5 Prozent sind es 775.115 Euro beziehungsweise 3.229 Euro pro Monat.

„Für die Berechnung der monatlichen Zusatzrente ab dem 67. Lebensjahr wurde sogar die unwahrscheinliche Annahme zugrunde gelegt, dass ab diesem Zeitpunkt keine Zinsen mehr vereinnahmt werden“, berichtet Kunze – und setzt (unter Verletzung der Straßenverkehrsordnung) verbal noch einen drauf: „Während die Masse noch vergeblich versucht, bei Riester und Rürup die Bremse zu lösen, überholt Ihr Nachwuchs mit der Kindergeld-Rente auf halber Strecke breit grinsend rechts auf dem Standstreifen.“

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

Alleinerziehende verliert Altersvorsorge wegen falscher Unterschrift

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Eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn auf einem Spielplatz: Eine falsche Unterschrift beim Kindergeldantrag kann einen die Altersvorsorge kosten - gerade nach einer Scheidung sind solche Fälle häufig.

Eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn auf einem Spielplatz: Eine falsche Unterschrift beim Kindergeldantrag kann einen die Altersvorsorge kosten – gerade nach einer Scheidung sind solche Fälle häufig.

Eine alleinerziehende Mutter hat nach ihrer Scheidung von ihrem Ex-Mann über einige Jahre Kindergeld für ihre beiden Söhne bekommen. Jetzt fällt sie aus allen Wolken: Anscheinend war der Vater der Söhne die ganze Zeit über kindergeldberechtigt – und sie nicht. Wegen des Missverständnisses soll ihre mühselig angesparte Altersvorsorge nun zunichte sein.

Stephany Hahne ist eine geschiedene, alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, sie geht in Teilzeit arbeiten und bekommt Kindergeld. Über einen Riester-Vertrag hat sie bereits neun Jahre lang für ihre Altersvorsorge gespart, 9.500 Euro sind so zusammengekommen. Dann Der Schock: Versicherung und Familienkasse teilen ihr mit, dass ihre Altersvorsorge erstmal auf Eis liegt.

„Ich habe zwar nach der Trennung von meinem Mann durchgehend das Kindergeld für beide Söhne von der Familienkasse auf mein Konto überwiesen bekommen. Aber plötzlich meinten meine Versicherung und die Familienkasse, ich sei doch gar nicht kindergeldberechtigt, weil mein Ex-Mann damals die Kindergeldanträge unterschrieben hat“, erklärt die Mutter gegenüber der Neuss-Grevenbroicher Zeitung.

Jetzt muss Hahne erst beweisen, dass sie durchgehend Kindergeld bekommen hat, bevor sie weiter in ihre Riester-Rente einzahlen kann. Dafür bräuchte sie eine Bescheinigung der Familienkasse. Diese aber weigert sich. Hahne hätte nach der Scheidung einen neuen Antrag auf Kindergeld stellen müssen, damit sie selbst kindergeldberechtigt ist, so eine Sprecherin gegenüber der Zeitung.

Die 49-Jährige verdient nach eigenen Angaben 963 Euro monatlich – Steuern & Co. schon abgezogen. So, wie es jetzt aussieht, glaubt sie auf dem direkten Weg in die Altersarmut zu sein. „Es sei denn, die Familienkasse würde doch noch einlenken“, sagt sie.

Vielen Dank an die Pfefferminzia