Wo die Rohre am häufigsten platzen

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Hallo,
ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProFair24.
Doch ich bin noch mehr: „Ich bin verheiratet, habe ein Haus gebaut, mehr als einen Baum gepflanzt und bin stolzer Vater eines Sohnes. Zudem bin ich bekennender Glatzenträger und habe Geschichten auf meiner Haut.
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 Eine Ursache für das starke Schaden-Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. © GDV

Eine Ursache für das starke Schaden-Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. © GDV

Köln ist hierzulande die Hauptstadt der Leitungswasserschäden – hier bersten die Rohre doppelt so häufig wie im Bundesdurchschnitt. Insgesamt gibt es teils deutliche regionale Unterschiede in Sachen Rohrbruch und Co. Aktuelle Zahlen des Branchenverbands GDV zeigen, wo es am häufigsten zu Schäden durch Leistungswasser kommt.

Nasser Westen, trockener Osten – ungefähr so lassen sich aktuelle Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammenfassen.

Während mit Krefeld, Mannheim oder Karlsruhe weitere westdeutsche Städte überdurchschnittlich oft Wasserschäden verzeichnen, treten sie in Ostdeutschland wesentlich seltener auf. In keinem einzigen Landkreis in den neuen Ländern liegt der Schadenindex bei über 80 (siehe Grafik).

Den niedrigsten Wert deutschlandweit weist der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster auf – mit einem Indexwert von 36.

Spitzenreiter in Sachen Leitungswasserschäden ist die Rheinmetropole Köln. In der Innen- und Südstadt ist der Index für Leitungswasserschäden mit 263 mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt (100).

Woran liegt das?

Ein Grund ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West.

„In Ostdeutschland sind nach der Wiedervereinigung viele Gebäude saniert worden. Das ist ein Grund, warum die Schäden dort im Vergleich zum Westen seltener sind“, sagt Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung beim GDV.

Deshalb könnten viele Schaden durch regelmäßige Wartung vermieden werden.

Im Schnitt kracht es alle 30 Sekunden

„Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen“, so der GDV-Experte.

Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden gibt es jedes Jahr in Deutschland. Also: Im Schnitt passiert es alle 30 Sekunden.

Jedes Jahr Milliardenschäden

Die Kosten summierten sich 2015 auf 2,3 Milliarden Euro. Hinzu kamen 230 Millionen Euro Schäden in der Hausratversicherung.

In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus wie in Köln. Quelle: GDV

In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus wie in Köln. Quelle: GDV

 

RICHTIG VERSICHERT BEI UNWETTER

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Elementarschäden zusätzlich versichern

Elementarschäden zusätzlich versichern

  • Versicherungsschutz rechtzeitig prüfen
  • Zusätzlicher Schutz für Elementarschäden erforderlich
  • Vorsicht bei Kündigung nach einem Schadenfall

Streckensperrungen bei der Bahn, umgestürzte Bäume, abgesagte Karnevalsveranstaltungen: Orkan „Thomas“ hat am Donnerstag zu zahlreichen Schäden geführt. Die  Verbraucherzentrale Bremen gibt Tipps für den richtigen Versicherungsschutz bei Unwetter.

Ob Betroffene Geld von ihrer Versicherung bekommen, hängt davon ab, wodurch der Schaden konkret entstanden ist. Für einen umfassenden Schutz bei Schäden durch Unwetter sind verschiedene Versicherungen ratsam. Werden Kraftfahrzeuge durch Hochwasser oder Hagelschlag beschädigt, greift die Teilkaskoversicherung. Ist der Hausrat betroffen, sind Versicherte verpflichtet, den Schaden der Hausratversicherung zu melden. Schäden am Wohngebäude reguliert die Wohngebäudeversicherung.

Elementarschäden zusätzlich versichern

Schäden, die durch Hochwasser und Rückstau entstanden sind, werden jedoch nur erstattet, wenn im Rahmen der Hausrat– und Wohngebäudeversicherung eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde. Dies ist eine Zusatzdeckung, die gesondert in die Verträge eingeschlossen werden muss und die Gefahren durch Feuer, Sturm und Hagel und Leitungswasser ergänzt.

Die Versicherungsbedingungen können unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass auch der Rückstau mitversichert ist, wenn durch Starkregen die Kanalisation überfordert ist und Wasser in die Gebäude eindringt. Darüber hinaus sollten Verbraucher prüfen, ob der Versicherer eine Rückstauklappe verlangt und ob diese regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit geprüft werden muss.

Dr. Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen: „Je nach Gefährdungszone können die Versicherungsbeiträge unterschiedlich sein. Häufig wird eine Selbstbeteiligung vereinbart. Ist ein Ort regelmäßig stark von Unwettern betroffen, können die Anbieter eine Versicherung auch ablehnen.“

Maßnahmen nach einem Schadenfall

Ist ein Schaden bereits eingetreten, hat der Betroffene eine Schadenminderungspflicht. Er muss geeignete Maßnahmen treffen, damit der Schaden nicht noch größer wird. Beispielsweise sollten abgedeckte Dachflächen notdürftig abgedichtet werden. Der Schaden sollte umgehend der Versicherung gemeldet und nach Möglichkeit durch Fotos dokumentiert werden. Schickt die Versicherung einen Schadenregulierer, wird dieser von der Versicherungsgesellschaft bezahlt und ist daher nicht unabhängig. Bevor ein Handwerksbetrieb beauftragt wird, sollte sich der Geschädigte Kostenvoranschläge einholen oder ein Festpreisangebot vereinbaren.

Kündigung durch den Versicherer vermeiden

Nach einem Schadenfall kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich kündigen. Das sollte aber nach Möglichkeit vermieden werden, da mit Schwierigkeiten gerechnet werden muss, wenn ein neuer Vertrag mit vergleichbarem Preis und Bedingungen gesucht wird. In einer solchen Situation ist es sinnvoll, mit dem Versicherungsunternehmen zu vereinbaren, selber zu kündigen.

Die Verbraucherzentrale Bremen berät bei Fragen zu konkreten Schadenfällen oder zur Hausratversicherung. Verbraucher können unter Telefon (0421) 160 777 (Montag bis Donnerstag von 10:00 bis 16:00 Uhr und Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr) oder info@vz-hb.de einen Beratungstermin vereinbaren. Die Beratungen sind kostenpflichtig und finden in der Verbraucherzentrale Bremen, Altenweg 4 in 28195 Bremen statt.

Für weitere Informationen

Gabriele Zeugner | Versicherungsberaterin
Tel. (0421) 160 77-86
versicherung@vz-hb.de