Betriebsrenten: “Noch viel Luft nach oben”

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Die Offenheit gegenüber der Entgeltumwandlung ist laut Studie vergleichsweise hoch.

Die Offenheit gegenüber der Entgeltumwandlung ist laut Studie vergleichsweise hoch.

Nur 26 Prozent der Arbeitnehmer nutzen derzeit die betriebliche Altersversorgung (bAV) mit eigenen Beiträgen. Und nur elf Prozent erhalten eine vom Arbeitgeber finanzierte Betriebsrente, mit der sie auch zufrieden sind. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Deloitte-Studie “bAV zwischen Wunsch und Wirklichkeit”.

Demnach profitiert aktuell nur eine Minderheit von einer arbeitgeberfinanzierten Altersversorgung – lediglich 40 Prozent haben einen Anspruch. 28 Prozent davon wissen jedoch nicht, um welche Summen es geht. Und 63 Prozent sind der Meinung, der Arbeitgeber sollte etwas mehr leisten. Die Offenheit gegenüber der Entgeltumwandlung, also der Verzicht auf einen Teil des Bruttogehalts, sei vergleichsweise hoch, so Deloitte. Doch viele Arbeitnehmer beklagten ein mangelndes Angebot ihrer Firma.

Das Problem liegt offenbar auch in der schlechten Informationslage. 65 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich nicht ausreichend oder gar nicht über bAV-Optionen informiert – von den übrigen Befragten finden nicht alle die Informationen auch vertrauenswürdig, ganz gleich, ob diese von den Arbeitgebern, den Versicherungen oder dem Betriebsrat stammen. Laut Studie wünschen sich die meisten ein persönliches Beratungsgespräch, würden sich aber auch mit einer ausführlichen Broschüre zufrieden geben. Apps als Informationsquelle spielen dagegen nur eine ergänzende Rolle.

Stärkung der bAV noch fraglich

Wenn die Arbeitnehmer ein bAV-Angebot in Anspruch nehmen, kommt es ihnen in erster Linie auf Sicherheit an – gegebenenfalls auch zulasten einer größeren, aber risikobehafteten Rendite. Wichtig sind den Befragten flexible Ein- und Auszahlungsoptionen (45 bzw. 42 Prozent). 40 Prozent bevorzugen die Kapitalleistung, 38 Prozent würden eine Rente wählen und 22 Prozent favorisieren Raten. Ein schrittweiser Übergang in den Ruhestand ist für 74 Prozent interessant.

“Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, wie viel Luft nach oben es bei der bAV noch gibt. Um die Zahl der Nutzer zu steigern, müssen die tatsächlichen Wünsche der Arbeitnehmer stärker berücksichtigt werden. Einige Elemente des Betriebsrentenstärkungsgesetzes weisen in die richtige Richtung, andere widersprechen den derzeitigen Vorstellungen der Arbeitnehmer aber sogar. In welchem Maße und in welchem Zeitraum die bAV gestärkt werden wird, ist daher fraglich”, erklärte Peter Devlin, Partner Human Capital Advisory Services bei Deloitte.

Für die Studie wurden 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte befragt. (kb)

Vielen Dank an Cash.Online

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Urteil des Bundesfinanzhofs

Urteil des Bundesfinanzhofs

Keine Steuerermäßigung bei Auszahlung der bAV auf einen Schlag

Betriebsrentner, die sich ihre betriebliche Altersvorsorge auf einen Schlag auszahlen lassen, können dabei nicht auf einen ermäßigten Steuersatz hoffen, wenn ihnen im Vertrag ein Wahlrecht zwischen Rente und Kapitalabfindung eingeräumt wird. Das urteilte nun der Bundesfinanzhof.

Was war geschehen?

Die Klägerin hatte über die Entgeltumwandlung Beiträge für eine Betriebsrente in einer Pensionskasse angespart. Das angesparte Vermögen konnte sie sich entweder auf einen Schlag oder als Rente auszahlen lassen. Die Klägerin wählte die Kapitalabfindung.

Da die Beitragszahlungen nach Paragraf 3 Nr. 63 des Einkommensteuergesetzes (EStG) als steuerfrei behandelt worden waren, musste die Klägerin stattdessen die Kapitalabfindung versteuern. Das erkannte die Klägerin auch an. Sie forderte dabei aber einen ermäßigten Steuersatz nach Paragraf 34 EStG, weil es sich um eine Vergütung für mehrjährige Tätigkeiten handele.

Der Fall landete vor Gericht.

Das Urteil

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat das – anders als noch das Finanzgericht als Vorinstanz – abgelehnt (Aktenzeichen X R 23/15). Die Anwendung der Steuerermäßigung des Paragrafen 34 EStG setze stets voraus, dass die begünstigten Einkünfte als „außerordentlich“ anzusehen sind, meinten die Richter. Und die Zahlung der Kapitalabfindung in diesem Fall sei nicht atypisch, sondern vertragsgemäß gewesen, weil der Klägerin schon im ursprünglichen Vertrag ein entsprechendes Wahlrecht eingeräumt worden war.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Autor: Karen Schmidt