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Reform bringt mehr Menschen Pflegeleistungen

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Die Reform in der Pflegeversicherung kommt an und bringt den Bedürftigen mehr Leistungen als zuvor


Die Reform in der Pflegeversicherung kommt an und bringt den Bedürftigen mehr Leistungen als zuvor

Dank der Pflegereform beziehen immer mehr Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung – seit Januar ist die Zahl der Empfänger im Vorjahresvergleich um 220.000 gestiegen. Die meisten von ihnen sind vor den Neuerungen sogar ganz leer ausgegangen.

Grund zur Freude: Die Pflegereform scheint anzukommen – und zwar direkt bei den Bedürftigen. Von Januar bis September dieses Jahres ist die Zahl der Empfänger von Leistungen aus der Pflegeversicherung um 220.000 Personen gestiegen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), welche dem Ärzteblatt vorliegen.

Ohne die Pflegereform wären diese Bezieher von Leistungen wohl leer ausgegangen. Denn: Seit Januar werden auch Wahrnehmungs- und Erinnerungsschwächen in der Pflegeversicherung berücksichtigt.

Für die Ermittlung der Zahlen haben die Gutachter in den ersten drei Quartalen dieses Jahres laut MDS mehr als 1,11 Millionen Versicherte begutachtet.
Bei rund 197.000 Versicherten empfahlen die Gutachter den neuen Pflegegrad 1, bei rund 324.000 Pflegegrad 2.
241.000 Versicherte bekamen laut MDS Pflegegrad 3 zugesprochen mit Leistungen bis zu 1.262 Euro fürs Heim, 139.000 Grad 4 mit bis zu 1.775 Euro und rund 62.000 Grad 5 mit bis zu 2.005 Euro.

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Wann ist die richtige Zeit für den Abschluss?

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Diese Pflegezusatztarife überzeugen im Test

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Um sich im Alter auch ausreichende Pflege leisten zu können, kann man eine Pflegezusatzpolice abschließen


Um sich im Alter auch ausreichende Pflege leisten zu können, kann man eine Pflegezusatzpolice abschließen

Es gibt eine ganze Menge Pflegezusatztarife auf dem Markt. Aber welche taugen wirklich etwas? Die Verbraucherzeitschrift Finanztest hat sich dieser Frage gewidmet. Auf ihrer Teststrecke erklären sie zugleich, für welchen Kundenkreis sich die Policen eigentlich lohnen würden.

Wer im Alter weder vom Staat noch von den eigenen Angehörigen abhängig sein will, braucht Geld, um für eventuelle Pflegekosten im Alter aufzukommen – viel Geld. Hier kann beispielsweise eine private Pflegezusatzversicherung helfen. Aber welche Tarife lohnen sich überhaupt? Und was ist für wen geeignet? Genau damit hat sich Finanztest in seiner aktuellen Ausgabe 11/2017 mit den beiden Tarifvarianten befasst, die von privaten Krankenversicherern angeboten werden.

Diese lauten:

Pflegetagegeldversicherung

Hier erhalten Versicherte je nach Pflegegrad Geld, über das sie frei verfügen können.

Pflegekostenversicherung

Besonders, wenn man professionelle Unterstützung brauche, sei solch eine Police passend, meinen die Tester.

Wer braucht eine Pflegezusatzpolice?

Zunächst einmal ist Beratung sehr wichtig. Denn oftmals müssen Kunden auch dann noch Beiträge zahlen, wenn sie bereits pflegebedürftig sind. Wofür dann noch das Geld reicht, sollte man sich genau überlegen. Falls ein Kunde vorzeitig kündigt – beispielsweise aus Geldnot –,  erlischt der Schutz und vom Eingezahlten gibt es auch nichts zurück.

Auch ist ein sicheres Einkommen wichtig. Denn bei vielen Policen steigen die Beiträge, je älter man wird.

Wer ohne auskommt

Finanztest erklärt aber auch, dass manche Menschen einfach „zu reich“ für eine Pflegezusatzversicherung seien. Habe man beispielsweise ein Mehrfamilienhaus in seinem Besitz, könne man im Alter auch über regelmäßige Mieteinnahmen seine Pflegekosten tragen. Eine Pflegezusatzversicherung würde also nur dafür sorgen, dass mehr für die Erben übrig bleibe.

In welchem Alter sollte die Versicherung her?

Für die 45-jährigen Modellkunden im Test kostet sowohl die Pflegetagegeld- als auch die Pflegekostenversicherung etwa 30 Euro weniger im Monat als dies beim Abschluss mit 55 Jahren der Fall wäre. Je jünger man ist, desto günstiger fallen anfangs auch die Beiträge aus. Ein Mitte-30-Jähriger zahlt also entsprechend noch weniger als ein 45-Jähriger.

Aber: Finanztest zufolge ist es nicht zu empfehlen, eine Police bereits so frühzeitig abzuschließen. Schließlich lasse sich das Leben nicht auf so lange Zeit vorausplanen, heißt es. Zudem bräuchten die Menschen „in diesem Alter ihr Geld für andere Dinge wie die Absicherung gegen eine Berufsunfähigkeit und den Aufbau einer privaten Altersvorsorge“. Älter als 65 sollte man aber auch nicht sein – sonst wird es schwierig, sich überhaupt noch zu versichern. Mitte 50 sei daher das beste Alter.

Welche Pflegetagegeld-Tarife überzeugen?

31 Pflegetagegeldtarife von 27 Krankenversicherern haben sich die Tester angeschaut. Gegliedert sind die Ergebnisse in zwei Modellkundenarten:

Testsieger in der Kategorie „Modellkunde im Alter von 45 Jahren“

Hier erreichten sowohl die Hanse Merkur (Tarife: PGA, PGS) als auch die Württembergische (Tarif: PTPU) die Note „Sehr gut“ (1,5).

Die Concordia (Tarife: PG1, PG2, PG3, PG4), Deutsche Familienversicherung (Tarif: DeutschlandPflege Flex) und Deutsche Krankenversicherung (Tarife: PTG, KPET) teilen sich Platz 2 mit jeweils der Note „Gut“ (1,6).

Testsieger in der Kategorie „Modellkunde im Alter von 55 Jahren“

In dieser Kategorie machte die Deutsche Familienversicherung (Tarif: DeutschlandPflege Flex) gemeinsam mit der Deutschen Krankenversicherung (Tarif: PTG) und der Hanse Merkur (Tarife: PGA, PGS) den ersten Platz mit der Note „Gut“ (1,6).

Den zweiten Platz machte ebenfalls die Deutsche Krankenversicherung (Tarif: KPET) mit der Note „Gut“ (1,7).

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