Worum sich Azubis und Berufsstarter jetzt kümmern müssen

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Geschäftsführer und Mädchen für bei ProFair24
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ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProFair24.
Doch ich bin noch mehr: „Ich bin verheiratet, habe ein Haus gebaut, mehr als einen Baum gepflanzt und bin stolzer Vater eines Sohnes. Zudem bin ich bekennender Glatzenträger und habe Geschichten auf meiner Haut.
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AUSBILDUNGSBEGINN: 1. AUGUST

AUSBILDUNGSBEGINN: 1. AUGUST

Die wichtigsten Versicherungen: Haftpflicht, Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung

Die wichtigsten Konten: Girokonto, Tagesgeld und Vermögenswirksame Leistungen

Vergleichen lohnt sich zum Beispiel bei ProFair24

Mit dem Beginn der Ausbildung verfügen Auszubildende erstmals über ein eigenes Einkommen und sind somit nicht mehr grundsätzlich über ihre Eltern versichert. Gerade zu Ausbildungsbeginn treten zahlreiche Versicherer und Banken an Auszubildende heran und locken mit vermeintlich günstigen Angeboten. Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen rät, „Lassen Sie sich verunsichern! Nicht jede Versicherung, Konto oder Altersvorsorge lohnt sich zum Berufsstart.“

WICHTIGE VERSICHERUNGEN

„Zunächst gilt es, Risiken zu versichern, bei deren Eintritt die wirtschaftliche Existenz bedroht ist. Neben dem Krankversicherungsschutz sollten sich Schulabgänger daher insbesondere über eine Privathaftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung informieren.“

Krankenversicherung

Auszubildende sind versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Studenten können bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern familienversichert in der gesetzlichen Krankenkasse versichert werden. Sind die Eltern privat versichert, ist eine Familienversicherung nicht möglich. Studenten brauchen dann einen eigenen Vertrag.

Für Auslandsaufenthalte wird eine Auslandsreisekrankenversicherung benötigt. Auch bei Reisen in Länder, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, wird ein notwendiger Rücktransport von der Krankenkasse nicht bezahlt. Dadurch können hohe Kosten entstehen.

Privathaftpflichtversicherung

Dieser Schutz ist unverzichtbar. Jeder haftet für Schäden, die er einem anderen zufügt, mit allem was er hat und zukünftig erwirtschaftet. Wenn die Eltern eine Haftpflichtpolice haben, gelten Familienangehörige bei den meisten Tarifen als mitversicherte Personen. Dazu zählen beispielsweise unverheiratete Kinder während der Schulzeit und der sich unmittelbar anschließenden Berufsausbildung. Ist die Ausbildung abgeschlossen, wird ein eigener Vertrag notwendig.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die eigene Arbeitskraft ist die Grundlage zur Sicherung des Lebensunterhalts. Daher ist der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung dringend zu empfehlen.

Schüler, Studenten und Berufseinsteiger stehen bei Verlust ihrer Arbeitskraft vor besonderen Problemen. Sie haben in der Regel die Einstiegsvoraussetzungen für den Bezug einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt. Dafür müssen in den letzten fünf Jahren 36 Monate Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt worden sein.

Doch selbst wenn später ein Anspruch besteht, reichen die Leistungen oft bei weitem nicht aus. Je früher ein Vertrag abgeschlossen wird, desto geringer sind die Beiträge. Außerdem spielen Vorerkrankungen eine große Rolle, ob ein Antragsteller überhaupt einen Vertrag bekommt und zu welchen Bedingungen.

WICHTIGE KONTEN

„Berufsanfänger brauchen neben einem Girokonto in der Regel auch ein Extrakonto für die Vermögenswirksamen Leistungen und ein Tagesgeldkonto zum ansparen des Notgroschens“, empfiehlt Oelmann.

Das Girokonto

Mit der Aufnahme einer Berufsausbildung, unabhängig davon, ob das 18. Lebensjahr schon vollendet ist oder nicht, wird ein Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse benötigt. Minderjährige brauchen zur Eröffnung allerdings noch die Mitwirkung ihrer Erziehungsberechtigten. Oft besitzt der Schulabgänger bereits ein „Taschengeldkonto“, meist bei der Hausbank der Eltern, das weiter genutzt werden kann. Die Bedingungen sollten jedoch geprüft werden.

„Das Girokonto für Auszubildende sollte grundsätzlich kostenfrei sein“, so Oelmann. Doch aufgepasst! „Gebührenfrei“ heißt nicht automatisch, dass keinerlei Kosten entstehen dürfen. Bei Ausbildungskonten sind oft bestimmte Bedingungen einzuhalten und für die Bargeldversorgung im In- oder Ausland oder eine Kreditkarte können unterschiedliche Entgelte anfallen.

Die Kontonutzer müssen regelmäßig Ausbildungsnachweise oder Immatrikulationsbescheinigungen einreichen. Einige Banken haben Altersbegrenzungen. Hier enden die Vergünstigungen beispielsweise mit dem 26. Lebensjahr, auch wenn die Ausbildung noch nicht beendet ist.

Das Konto für Vermögenswirksame Leistungen

Eine gute Basis, um Geld anzusparen, sind Vermögenswirksame Leistungen. Unternehmen zahlen in der Regel zwischen 6 und 40 € zusätzlich zum Gehalt. Auszubildende sollten sich unbedingt danach erkundigen und können das „geschenkte Geld“ vom Arbeitgeber auf ein spezielles Vertragskonto einzahlen lassen. Als Produktklasse kommen Fonds-, Bauspar- oder Banksparvertrag in Frage. Je nach Vertragsart und Einkommen können für diese Verträge zusätzlich staatliche Förderungen wie Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage beantragt werden.

Diese Informationen sind im Rahmen des Projektes „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz entstanden.

Das Tagesgeldkonto

Sinnvoll kann es auch schon sein, einen Teil seiner Vergütung zur Seite zu legen. Hierfür bietet sich ein Tagesgeldkonto an, auf dem eine Reserve für Notfälle oder für den nächsten Urlaub gespart werden kann. Im Bedarfsfall kann der Kontoinhaber jederzeit von dort etwas abheben, sei es für ein neues Smartphone oder für einen Urlaub.

Die Verbraucherzentrale Bremen bietet Auszubildenden im Rahmen der Versicherungs-,  Geldanlage– und Altersvorsorgeberatung umfangreiche Informationen zu sinnvollen Finanzprodukten an.

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Die Verbraucherzentrale Bremen bietet hierzu persönliche Beratung in Bremen und Bremerhaven an. Telefonische Terminvereinbarungen sind montags bis donnerstags von 10:00 bis 16:00 Uhr und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr unter (0421) 160 77-7 oder per E-Mail: info@vz-hb.de möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/versicherung-fuer-azubis

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/ausbildung-startet

Warum eine Privathaftpflicht für Studenten wichtig ist

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Privathaftpflicht für Studenten

Privathaftpflicht für Studenten

Anfang April beginnt bundesweit für alle Studenten das Sommersemester. Gerade Neu-Studenten sollten sich dabei mit ihrem Versicherungsschutz befassen. Eine der wichtigsten Policen ist die Privathaftpflicht. Hier kommen zwei Beispiele, warum diese Absicherung sinnvoll ist.

Fall Nummer 1: Der Kaffee im Laptop

Viele Studenten setzen sich inzwischen mit ihrem Laptop in den Hörsaal und tippen die Ausführungen des Dozenten gleich in eine Datei ein. Was passiert aber, wenn man den vollen Kaffeebecher umstößt und der Kaffee in den Laptop des Nachbarn fließt? Das kann teuer werden, denn die Wiederherstellung von Daten oder auch eine Laptop-Reparatur gehen oft ordentlich ins Geld. „Die private Haftpflichtversicherung sollte daher unbedingt auch Computerschäden abdecken“, rät die Deutsche Vermögensberatung (DVAG), die die Beispiele zusammengetragen hat.

Fall Nummer 2: Der Schlüssel ist weg

Studenten wohnen oft in Mehrfamilienhäusern oder Studentenwohnheimen. Geht der Haustürschlüssel verloren, kann das tausende Euro kosten. Denn oft muss dann die komplette Schließanlage der Immobilie ausgetauscht werden. In diesen Fällen übernimmt die private Haftpflichtversicherung die Kosten – wenn der Schlüsselverlust mit abgedeckt ist. Wer einen Nebenjob hat, sollte auch gleich beruflich genutzte Schlüssel mitversichern.

Bevor es eine eigene Police wird, sollten Studenten erstmal nachfragen, ob sie nicht noch bei ihren Eltern mit versichert sind. Im Normalfall ist das bis zum Ende der ersten Ausbildung oder bis zum Ende des 25. Lebensjahres problemlos möglich.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

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So sind Bewusstseinsstörungen in der Privathaftpflicht abgedeckt

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Herzinfarkt, Alkoholeinfluss & Co.

Herzinfarkt, Alkoholeinfluss & Co.

Wenn ein Fahrradfahrer einen Herzinfarkt erleidet und dadurch jemanden verletzt, kommt dann seine private Haftpflichtversicherung für diesen Schaden auf? Die Antwort hat Makler Hubert Gierhartz zusammengefasst.

Laut Paragraf 823 BGB besteht nur eine Schadensersatzpflicht, wenn ein Schaden vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht wird. Paragraf 827 BGB dagegen besagt: Wer im Zustand der Bewusstlosigkeit oder in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit einem anderen Schaden zufügt, ist für den Schaden nicht verantwortlich.

Hat jemand sich durch hochgeistige Getränke oder ähnliche Mittel in einen vorübergehenden Zustand dieser Art versetzt, so ist er für den Schaden, den er in diesem Zustand widerrechtlich verursacht, in gleicher Weise verantwortlich, wie wenn ihm Fahrlässigkeit zur Last fiele; die Verantwortlichkeit tritt nicht ein, wenn er ohne Verschulden in den Zustand geraten ist.

Schadenbeispiel: Ein Fahrradfahrer erleidet ein Herzinfarkt, und dadurch kommt es zu einem Verkehrsunfall mit einem Personen- und Sachschaden. Die private Haftpflichtversicherung wird eine Regulierung des Schadens ablehnen, weil dieser Schaden durch den Herzinfarkt (Bewusstseinsstörung) ausgelöst wurde.

Je nach Versicherer unterschiedliche Leistungen

Allerdings können die Versicherer im Rahmen der besonderen Bedingungen und Risikobeschreibung (BBR) Bewusstseinsstörungen im Versicherungsschutz einschließen. Hier gibt es im Rahmen der Vertragsfreiheit sehr unterschiedliche Bedingungen und Höchstleistungen.

Die Haftpflichtkasse Darmstadt leistet in Ihrer Produktlinie „Einfach besser“ bei Sach- und Vermögensschäden beispielsweise bis zu einer Summe von 100.000 Euro. Für Personenschäden gilt die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme bis maximal 10 Millionen Euro je Person. Das gleiche gilt für die Interrisk XXL bis maximal 15 Millionen Euro je Person. Auf diesen Versicherungsschutz sollte eigentlich keiner in seiner privaten Haftpflichtversicherung verzichten.

Deliktunfähigkeit sollte eingeschlossen sein

Eine nahestehende Person, etwa ein Enkelkind kann durch einen demenzkranken Opa einen dauerhaften Personenschaden erleiden. Besteht hier seitens der Versicherung vom Opa kein Versicherungsschutz, dann hat das Enkelkind (und die Eltern) das Nachsehen. Bei Einschluss der Deliktunfähigkeit mit einer entsprechend hohen Versicherungssumme im Versicherungsschutz sollte die Versicherungsprämie hier absolut keine Rolle spielen.

Über den Autoren

Hubert Gierhartz ist seit 1985 als Versicherungsmakler tätig. Er hat sich insbesondere auf die Beratung der Zielgruppe 60plus spezialisiert.

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Warum Gefälligkeitsschäden in der Privathaftpflicht abgedeckt sein sollten

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Freundschaftsgesten können teuer enden

Freundschaftsgesten können teuer enden

Auf Nachbars Katze aufpassen, Fenster putzen und Co. – Freundschaftsdienste übernimmt jeder mal. Aber solche eigentlich netten Gesten können schnell in einer Kostenfalle enden. Auf der sicheren Seite sind dabei Personen, deren private Haftpflichtversicherung auch Gefälligkeitsschäden abdeckt.

Man ist hilfsbereit, will nett sein, etwa dem Nachbarn helfen – und dann macht man was kaputt, und steht man vor einem Riesen-Kostenberg. Das muss aber nicht sein, wenn man gut versichert ist.

Allgemein gilt: Im Schadenfall wird zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit sowie Vorsatz unterschieden. Nicht haftbar gemacht wird der Helfer, wenn er leicht fahrlässig handelt: Der Geschädigte hat also keinen Anspruch auf Schadensersatz.
„Zerbricht der hilfsbereite Nachbar etwa beim Blumengießen versehentlich eine Vase, gilt dies als leichte Fahrlässigkeit. Er kann nicht haftbar gemacht werden“, heißt es vom Finanzvertrieb DVAG.

Hätte der Schaden aber durch den Einsatz des gesunden Menschenverstands verhindert werden können, gilt das als grobe Fahrlässigkeit. „Fällt ein auf dem Fenstersims abgestellter Gegenstand durch einen Windstoß herunter und beschädigt etwas, liegt grobe Fahrlässigkeit vor“, so die DVAG weiter. „Und vorsätzlich handelt, wer bewusst und gewollt schädigt. Beispielsweise wenn der Helfer aus Neid oder Wut Eigentum des Nachbarn zerstört.“

Ratsam sind daher private Haftpflichtversicherungen, die auch Gefälligkeitsschäden abdecken – und zwar idealerweise unbegrenzt bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Dann bleiben Betroffene nicht auf den Kosten sitzen. Denn auch bei grober Fahrlässigkeit zahlt die Versicherung im Falle von Gefälligkeitsschäden meist nur in eingeschränktem Maße bis zu einer bestimmten Entschädigungsgrenze.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

Forderungsausfalldeckung, Gefälligkeitsschäden & Co.

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Haftpflichtversicherungen

Haftpflichtversicherungen

Welche Klauseln in der Privathaftpflichtversicherung entscheidend sind

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Zu schnell ist es passiert, dass man aus Versehen einer anderen Person schadet und dafür dann mit seinem gesamten Vermögen haften muss. Die Versicherer haben ihre Tarife dabei in den vergangenen Jahren kräftig um neue Leistungen ergänzt. Welche sinnvoll sind, erklärt Versicherungsmakler Hubert Gierhartz in seinem Kommentar.

In Paragraf 823 BGB heißt es:

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Eine eindeutige Gesetzeslage. Wie kann sich ein Bürger davor schützen, dass er nicht mit seinem Privatvermögen haftet? Er schließt eine private Haftpflichtversicherung ab.

Versicherungsverträge mit einer Versicherungssumme zwischen 10 und 50 Millionen Euro  pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sind auf dem Markt für 130 Euro  Jahresprämie ohne Selbstbeteiligung oder für rund 70 Euro mit 100 Euro Selbstbeteiligung zu haben. Für Singles und Senioren kann es noch etwas preiswerter werden. Angesichts der Gesetzeslage darf es hier keine Kompromisse geben, und die Beiträge sind für jeden Verbraucher erschwinglich.

Die Vertragsbedingungen (GDV) sind von den Versicherern einzuhalten. Darüber hinaus können sie aber die Verträge gestalten, wie sie Lust und Laune haben. Das hat dazu geführt, dass es einen fast undurchschaubaren Wust von Versicherungsbedingungen gibt. Für den Verbraucher, aber selbst für den Versicherungsmakler ein schwieriges Unterfangen, hier den richtigen Tarif zu wählen.

Die „Geiz ist geil“-Mentalität, die von den Verbraucherschützern immer wieder forciert wird, hilft hier auf jeden Fall nicht weiter.

Nie nur nach dem Preis gehen

Ein Beispiel: Der Versicherer sagt, Segelboote sind bis zur einer Segelfläche von 15 Quadratmetern in der privaten Haftpflichtversicherung im Premium-Tarif mitversichert. Der Versicherungsmakler fragt den Kunden, ob er segeln geht, der Kunde antwortet mit „Nein“ und entscheidet sich für den Basis-Tarif, um ein paar Euro zu sparen.

Im Sommer fährt der 18-jährige Sprössling mit seinen Kumpel in den Urlaub, und die beiden kommen doch tatsächlich auf die wundersame Idee, sich ein Segelboot zu leihen. Es kommt durch das Verschulden des Sohnes zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Boot, und es entsteht ein erheblicher Personen- und Sachschaden. Aufgrund der Entscheidung zu Gunsten des Basis-Tarifes besteht kein Versicherungsschutz, und der Kunde muss mit seinem Privatvermögen haften. Gute Zukunftsaussichten für einen 18-jährigen Jungen.

Deshalb hier einige wichtige Punkte, die eine private Haftpflichtversicherung immer beinhalten sollte:

•    Blick auf den versicherten Personenkreis: Ist zum Beispiel die im Haushalt lebende Oma mitversichert?
•    Gefälligkeitsschäden: Der Vater hilft der Tochter beim Umzug, und lässt den Fernseher fallen.
•    Grobe Fahrlässigkeit abgesichert?
•    Deliktunfähige Personen/Kinder: Der fünfjährige Sohn beschädigt mit seinem Fahrrad das geparkte Auto des Nachbarn.
•    Privates und berufliches Schlüsselrisiko: Ein dem Versicherungsnehmer anvertrauter Schlüssel geht verloren und es wird Schadensersatz verlangt.
•    Leistung auch bei ehrenamtlichen Tätigkeit
•    Mietsachschäden: Aus Unachtsamkeit läuft die Badewanne über, und es kommt zu einem erheblichen Wasserschaden an Wänden und Decken.
•    Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung: Man kommt im Winter der Streupflicht nicht nach, und dadurch kommt es zu einen folgenschweren Unfall – eine Person rutscht aus und bricht sich das Bein.
•    Vermietung von Eigentumswohnungen
•    Besitz von bebauten und unbebauten Grundstücken
•    Besitz einer Photovoltaikanlage/Solaranlage
•    Unbemannte Flugkörper, hier sind auch Drohnen gemeint
•    Gewässerschadenshaftpflichtversicherung – Heizöltank
•    Nicht versicherungspflichtige E-Bikes und Pedelecs

Alle diese Risiken, falls vorhanden, müssen im Versicherungsschutz der privaten Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen sein. Es gibt aber explizit noch rund 200 zusätzliche Risiken, die zum Leistungsfall führen können.

Das Risiko im Schadenfall nicht versichert zu sein, kann man aber ausschließen, indem man sich für einen Top-Tarif mit einer „Best-Leistungs-Garantie entscheidet und abschließt. Bietet ein Versicherer in seinen Versicherungsbedingungen diese Garantie an, dann leistet er zum Beispiel auch dann, wenn in seinem Tarif Segelboote nur bis 15 Quadratmeter Segelfläche abgedeckt sind, aber eine andere Versicherung bis 20 Quadratmeter Segelfläche leistet. Die besseren Bedingungen gelten.

Aber selbst hier müssen Kunden und Makler genau hinschauen, ob die Leistungen gedeckelt sind und ob der Versicherer im Rahmen der „Best-Leistung-Garantie“ beispielsweise nur bis eine Million Euro leistet.

Eine besondere Vereinbarung in der privaten Haftpflichtversicherung ist die Forderungsausfalldeckung. Was verbirgt sich dahinter?

Beispiel: Ein nicht versicherter Fahrradfahrer fährt einen Fußgänger an und verletzt diesen schwer. Die geschädigte Person hat erfolgreich geklagt, und der Fahrradfahrer wird auch zum Schadenersatz verurteilt, aber bei ihm ist leider nichts zu holen. Wurde die Ausfalldeckung im Vertrag des Geschädigten mit eingeschlossen, dann leistet in diesem Fall die eigene Haftpflichtversicherung gegen Vorlage des vollstreckbaren Urteils.

Eine deutliche Erweiterung dieser Ausfalldeckung ist es, wenn der Haftpflichtversicherer auch bei nicht versicherten Autos leistet und auch Vorsatz in seinem Versicherungsschutz abdeckt.

Vorsatz ist grundsätzlich ausgeschlossen, aber …

Wird man überfallen und zusammengeschlagen, wird der Täter ermittelt und zum Schadenersatz verurteilt, leistet seine private Haftpflichtversicherung – sollte er eine haben – dann trotzdem nicht, da der Vorsatz grundsätzlich ausgeschlossen ist. Ist „Vorsatz“ aber in der eigenen privaten Haftpflichtversicherung in der Forderungsausfalldeckung mit drin, dann leistet hier ebenfalls meine eigene Haftpflichtversicherung.

Fazit: Optimalen Versicherungsschutz in der privaten Haftpflichtversicherung gibt es schon für eine Jahresprämie von rund 130 Euro ohne Selbstbeteiligung. Man muss jedoch die Versicherungsbedingungen genau kennen. Da helfen nicht die Verbraucherzentralen, Verbraucherschützer oder Direktversicherer, sondern der gut aufgestellte Versicherungsmakler vor Ort.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Autor: Hubert Gierhartz

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