Experten-Hotline unterschlägt internes Tarifwechselrecht bei PKV

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Zweifelhafter Rat für Privatversicherte


Zweifelhafter Rat für Privatversicherte

Einmal PKV, immer PKV? Diese Frage ist in vielen Fällen zu bejahen, denn wer aus der privaten Krankenversicherung (PKV) heraus will, muss hohe Hürden überwinden – und oft ist es dafür zu spät. Diese Erfahrung machte auch eine Expertenrunde, die sich am Lesertelefon einer Tageszeitung den Fragen von Privatversicherten stellte. Doch schon deren erste Empfehlung dürfte bei PKV-Maklern auf Widerspruch stoßen.

Die Feinheiten des deutschen Gesundheitssystems zu verstehen, ist für viele Krankenversicherte – sei es gesetzlich oder privat versichert – eine Aufgabe, an der sie (verständlicherweise) kapitulieren müssen.

Insofern traf die Augsburger Allgemeine offenbar einen Nerv bei ihren Lesern als sie diese dazu animierte, über eine Experten-Hotline ihre teils sehr persönlichen Fragen rund ums Thema Krankenversicherung zu stellen.

„Sehr viele Anrufe von Privatversicherten drehten sich immer wieder um die gleiche Frage“, berichtet die Zeitung – nämlich darum, ob und wann es noch möglich ist von der PKV in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu wechseln. Doch schon die erste Frage, die der Bericht aufgreift, mündet in eine Antwort, die beispielsweise bei versierten Versicherungsmaklern kräftiges Stirnrunzeln auslösen dürfte.

Die Frage lautete so:

„Seit 30 Jahren bin ich privat krankenversichert. Jetzt bin ich Rentnerin und habe Probleme, die Beiträge zu bezahlen. Meine Selbstbeteiligung ist bereits sehr hoch. Kann ich in die gesetzliche Kasse wechseln?“

Die Antwort der Experten ist eindeutig: „Nein, das geht leider nicht mehr.“

Wer über 55 Jahre alt sei, habe nur noch die Chance, auf dem Wege der Familienversicherung in die Gesetzliche zurückzukehren, erklären die Experten. Bedingung sei dabei jedoch, dass keine monatlichen Einkünfte über 425 Euro vorliegen. Hierzu zählten auch Zinsen oder Mieteinnahmen.

So weit so gut. Um der Anruferin eine Alternative zu bieten, verweisen die Experten schließlich auf den Basis-/Standardtarif. Die Frau solle sich ein entsprechendes Angebot ihres Versicherers geben lassen, so der telefonische Rat. „Sie wären dann zwar bei einem privaten Anbieter versichert, bekämen aber die Leistungen der gesetzlichen Kasse“, heißt es. Positiv sei zudem, dass der Versicherer bei einem Wechsel in den Standardtarif die Alterungsrückstellungen der Frau berücksichtigen müsse. „Darauf sollten Sie achten“, fügen die Experten noch hinzu. Offenbar fällt dem Gremium aber nicht ein, auf die Möglichkeit eines anbieterinternen Wechsels in einen günstigeren Tarif mit vergleichbarem Leistungsniveau (das zugleich oberhalb des Basis-/Standardtarifs liegt) hinzuweisen.

Dabei räumt das Versicherungsvertragsgesetz seit 2009 jedem Versicherten dieses Recht ein. Auch hier gilt, dass dem Versicherungsnehmer alle bis dahin erworbenen Rechte – und vor allem seine Alterungsrückstellungen – erhalten bleiben müssen.

„Bei einem Wechsel innerhalb Ihrer Versicherungsgesellschaft werden Ihre Alterungsrückstellungen auf den neuen Tarif übertragen“, stellt beispielsweise die als Versicherungsmakler registrierte Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten auf ihrer Webseite klar. Für gesunde Versicherungsnehmer sei sogar der Wechsel in einen günstigeren Tarif mit höherem Leistungsumfang als bisher möglich, heißt es dort. Versicherte mit Vorerkrankungen müssten sich hingegen bei einem internen Tarifwechsel darauf einstellen, dass sie dabei „möglicherweise auf die Mehrleistungen im neuen Tarif verzichten, um der Erhebung eines Risikozuschlags zu entgehen“.

Wer dem Kreis der Experten angehörte, geht aus dem Beitrag im Übrigen nicht hervor.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Von

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Was taugt eine Krankenhauszusatzversicherung?

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Chefarztbehandlung in der GKV

Chefarztbehandlung in der GKV

Wer gesetzlich versichert ist, aber nicht auf gewisse Vorzüge einer privaten Krankenversicherung verzichten will, kann auch eine Krankenhauszusatzversicherung abschließen – Chefarztbehandlung und Einzelzimmer inklusive. Aber lohnt das?

Überfüllte Krankenhäuser, überforderte Ärzte – ein Albtraum für viele. Jeder möchte im Fall der Fälle die bestmögliche Versorgung. Privatpatienten genießen hier Vorzüge: freie Wahl des Krankenhauses ohne Aufpreis, Chefarztbehandlung, Einzelzimmer und besseres Essen – und das ist noch nicht alles.

Viele Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wünschen sich ähnlich gute Voraussetzungen für ihren Krankenhausaufenthalt.

Die gute Nachricht: Das geht – mit einer Krankenhauszusatzversicherung. Damit können auch GKV-Patienten Vorzüge der Privatversicherten genießen. Rund 6 Millionen Bundesbürger haben eine solche Police bereits. Trotzdem gibt es einiges zu beachten.

Die Standards, mit denen Anbieter werben, sind unter anderem die Chefarztbehandlung und die Unterbringung im Einzel- oder Zweibettzimmer. Das sollte aber nicht als einziges ausschlaggebend sein.

Was ist also noch wichtig?

Wer eine Krankenzusatzpolice abschließen will, muss sich auch fragen: Werden ambulante Operationen übernommen?

Es gilt: Man sollte auf Policen verzichten, die eine Begrenzung des Gebührensatzes für die Abrechnung vorsehen.

Und: Wer auch sein Kind mitversichern möchte, muss auf Altersbeschränkungen achten.

Manchmal steht im Kleingedruckten auch, dass es eine Wartezeit von drei Monaten gibt, bis die erste Leitung übernommen wird. Billigtarife sehen außerdem oft vor, dass es nur nach einem Unfall Leistungen gibt. Auch hier sollte man aufpassen und genau prüfen.

Je früher desto besser

„Wer eine Krankenhauszusatzversicherung abschließen will, sollte sich um einen Vertrag bemühen, solange die Gesundheit stabil ist“, sagte Ulricke Steckkönig von der Stiftung Warentest gegenüber dem Weser Kurier.

Wer Vorerkrankungen hat, muss bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung auch mehr bezahlen. Es kommt aber auch aufs Alter an: Ein 43-jähriger Versicherter zahlt für eine Krankenhauszusatzversicherung zwischen 37 und rund 70 Euro monatlich. 60-Jährige müssen mit rund 80 Euro im Monat rechnen.

Ein weiterer Faktor ist der, ob man stabile Beiträge im Alter wünscht oder steigende Beiträge in Kauf nimmt:

Tarife, die nach Art der Lebensversicherung kalkuliert sind, steigen mit dem Alter nicht an, weil Altersrückstellungen gebildet werden, berichtet der Weser Kurier.

Es kann trotzdem teurer werden, wenn die eingenommenen Beiträge über einen längeren Zeitraum niedriger ausfallen als die Ausgaben.

Vielen Dank an die Pfefferminzia