Berufsunfähigkeitsversicherung: Drei Tipps um Beiträge zu sparen

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Umso früher die BU abgeschlossen wird, desto günstiger können die Beiträge ausfallen


Umso früher die BU abgeschlossen wird, desto günstiger können die Beiträge ausfallen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zählt zu den wichtigsten Versicherungen zur Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Die Versicherungsgruppe Universa erklärt, wie der Beitragsaufwand für die BU so gering wie möglich gehalten werden kann.

Um die Sparpotenziale der verschiedenen Tipps zu veranschaulichen, macht sich die Universa das Beispiel eines 35-jährigen Maschinenbauingenieurs zu Nutze.

Dieser möchte dem Beispiel zufolge eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer monatilichen Rente von 1.500 bis zum 67. Lebensjahr abschließen. Bei Universa würde ein derartiger Schutz monatlich 85,85 Euro kosten, im Jahr also 1.030,20 Euro.

1. Jährliche Zahlungsweise

Werden die Beiträge nicht monatlich, sondern jährlich gezahlt, so reduziert sich Universa zufolge der Aufwand vom ursprünglichen Jahresbeitrag auf nur noch 985,19 Euro.

Dies mache eine Ersparnis von 45 Euro jährlich, und auf die gesamte Laufzeit der BU hochgerechnet rund 1.440 Euro aus.

2. Eigenbeteiligung 

Auch durch eine finanzielle Beteiligung an der Risikoabsicherung sei es möglich Beiträge zu sparen. Reiche beispielsweise eine BU-Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr aus, so reduziere sich der Jahresbeitrag dadurch auf 813,83 Euro.

Alternativ ist es laut Universa auch möglich die Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr unverändert zu lassen und stattdessen eine Karenzzeit als Eigenbeteiligung zu wählen.

Werde die BU-Rente nicht sofort, sondern erst nach 24 Monaten gezahlt, reduziere sich der Jahresbeitrag um mehr als ein Viertel (28,2 Prozent) auf nur 739,62 Euro. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass die monatliche BU-Rente in der Karenzzeit aus Rücklagen finanziert werden kann.

3. Frühzeitiger Abschluss

Eine weitere Möglichkeit bei den Beiträgen für die BU zu sparen sei eine möglichst frühzeitige Vorsorge für den möglichen Arbeitskraftverlust.

Hätte der 35-Jährige aus dem Beispiel seinen Vertrag bereits zehn Jahre früher abgeschlossen, hätte ihn eine BU-Rente bis zum 67. Lebensjahr und mit einer 24-monatigen Karenzzeit nur 579,73 Euro im Monat gekostet.

Der ungünstigste Fall wäre Universa zufolge jedoch ein kompletter Verzicht auf den BU-Schutz, da der 35-Jährige das finanzielle Risiko über die verbleibende Erwerbsdauer von bis zu 567.000 Euro alleine tragen müsste. Bei einem zehn Jahre jüngeren Interessenten läge das Risiko sogar bei etwa 756.000 Euro. (bm)

Vielen Dank an Cash.Online

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Kranksein gehört zum Leben dazu

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Straßenumfrage zur Absicherung schwerer Krankheiten

Straßenumfrage zur Absicherung schwerer Krankheiten

Jährlich erkranken fast so viele Deutsche neu an Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt wie es Einwohner in Köln gibt. Grund genug, sich abzusichern? Und welche Policen kommen hierfür überhaupt infrage? Das haben wir gemeinsam mit der Gothaer Lebensversicherung Passanten gefragt. Zu den Antworten geht es hier lang.

Was ist eine schwere Krankheit? Fragt man das die Bürger hierzulande, sind sich die meisten in einer Sache einig: „Etwas, das mich in meinem Leben einschränkt.“ Das meinte auch ein Passant im Rahmen unserer Pfefferminzia-Straßenumfrage zum Thema „Absicherung schwerer Krankheiten“. Angst haben die Deutschen dabei auch vor der Abhängigkeit, die eine solche Erkrankung mit sich bringt.

Diese kann man – zumindest finanziell – aber umgehen, indem man sich absichert. Fragt man Passanten nach Absicherungsmöglichkeiten, so nennen die Passanten unter anderem die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie auch die Unfall– und Krankentagegeldversicherung. Einige Befragte sind der Meinung, ihre Krankenkasse würde alle Kosten übernehmen.

Wie hoch ist das Risiko, schwer zu erkranken – auch das fragten wir die Bundesbürger. „Bei mir kann ich das nicht einschätzen“, so eine Passantin. „Aber dass es jemandem aus meinem Bekanntenkreis passiert, halte ich für sehr wahrscheinlich.“

Tatsächlich gibt es jedes Jahr Neuerkrankungen an Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall in der Höhe der Einwohnerzahl einer Millionenstadt wie Köln. Wir wollten wissen, ob die Bundesbürger ihre Absicherung deshalb anpassen wollen.

„Ich würde eher mein Leben anpassen“, antwortete ein Passant. „Gesünder leben“, sagte eine weitere Befragte. „Aber Kranksein gehört zum Leben dazu.“ Eine andere Passantin hingegen gab zu, dass sie diese Zahl doch ins Grübeln über ihre Absicherung bringt.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

 

 

 

Versicherung gegen „Frauenkrebs”

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Werbung für spezielle Frauenkrebsvorsorge

Werbung für spezielle Frauenkrebsvorsorge

Momentan gibt es viel Werbung für spezielle Frauenkrebsvorsorge. Anette Weiß, Geschäftsführerin der Geld.wert Finanzbildung, erklärt, was es mit dieser Versicherung auf sich hat und rechnet vor.

Versicherungen sind erfinderisch. Jedes Quartal kommen neue Versicherungsprodukte auf den Markt – und da die zu versichernden Risiken endlich sind, werden eben die Namen immer phantasievoller und die Fallkonstruktionen immer abenteuerlicher.

Eine Freundin aus dem Gesundheitsbereich hat zum Beispiel festgestellt, dass momentan viel Werbung für spezielle „Frauenkrebsvorsorge” gemacht wird. Für sie, die sich als ausgewiesene Expertin auf die Begleitung von Krebserkrankten spezialisiert hat, war das Grund genug, mich zu fragen, was ich aus Finanzprofisicht von dieser Art der Versicherung halte.

Wie (fast) immer ist die Antwort auch auf diese Finanzfrage: Es kommt drauf an!

Diese Art der Versicherung ist eine reine Risikoabsicherung, das heißt, frau bezahlt monatlich einen gewissen Beitrag und erhält, sobald die Diagnose „Frauenkrebs” (also Brust, Gebärmutter, Eierstöcke, Vagina, Vulva) gestellt wird, 50.000 Euro. Wird diese Diagnose also irgendwann gestellt, so erhält sie das Geld – wird sie, wie erhofft, niemals zum Thema, so sind alle eingezahlten Beträge perdu. Soweit zur Systematik.

Zur Rechnung

Diese 50.000 Euro können vollkommen frei verwendet werden – was sich im ersten Augenblick ja ganz gut anhört. Lassen Sie uns da mal näher hinschauen. Die Krankenversorgung an sich übernimmt die Krankenkasse, auch eine eventuell notwendige Brustrekonstruktion wird übernommen. Gut zupass kommt diese Summe, sollen alternative / außergewöhnliche kosmetische Behandlungen dazukommen.

Dann aber weiter: Was ist mit dem riesigen Verdienstausfall in der Rekonvaleszenzphase? Was ist mit dem Finanzausfall, wenn der Partner wegen der Kinderbetreuung nur noch halbtags arbeitet, solange die Frau vollkommen out of order ist? Was ist mit den auflaufenden Kreditraten für das Haus?

50.000 Euro sind zu wenig

Jetzt mal im Ernst: 50.000 Euro sind für eine Familie  in einer solchen Situation ein (nicht sonderlich lustiger) Witz.

Entweder, die Diagnose wird einer kinderlosen Singlefrau in einem solch späten Stadium gestellt, dass die Überlebensaussichten gleich null sind und es ihr trotzdem gut genug geht, das Geld dafür zu nutzen, noch eine Weltreise zum Schluss zu machen (Hollywood läßt grüßen). Oder sie wird so früh gestellt, dass die Erkrankung mit einem Minimalaufwand an Arbeitsausfall und Rekonvaleszenz gestemmt werden kann (Ja, es gibt Wunder. Aber nicht so oft).

Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten für diese beiden Fälle sind, kann sich jede Frau selbst ausrechnen – dazu braucht es nicht mal einen Taschenrechner.

Welche Frau bezahlt was wofür?

Sagen wir mal, eine 25-Jährige schließt diese Versicherung ab, so zahlt sie bis zum 69-ten Lebensjahr mindestens 25 Euro (im Durchschnitt auf die Gesamtlaufzeit gerechnet) monatlich ein. Das sind 25 Euro, die sie nicht in eine allgemein greifende Krankenzusatzversicherung oder in eine Berufsunfähigkeitsversicherung einzahlen kann.

Erkrankt sie also, so muss es eine der oben aufgezählten Krebsformen sein. Statistisch deutlich wahrscheinlicher erkrankt sie allerdings an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder an einem psychischen Leiden. Und auch wenn Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei der Frau ist, so sind es doch nur 15 Prozent aller Krebserkrankungen.

Da fast alle Krebsarten bei älteren Menschen sehr viel häufiger auftreten als bei Jüngeren, könnte sie ja mit dem Abschluss der Versicherung auch warten bis zum Rentenalter. Leider hat sie Pech, denn die Versicherung darf nur von unter 65-Jährigen abgeschlossen werden – und wird natürlich umso teurer, umso älter frau ist. Erkrankt sie dagegen mit 70 Jahren, so hat sie doppelt Pech: Denn die Versicherung ist in diesem Alter laut Bedingungen erloschen. Es kommt also auf die einzelne Frau an, ob diese Versicherung sinnvoll ist oder nicht.

Eher ein Nischenprodukt

Ich für meinen Teil lege mich aber fest und sage: Das ist kein Produkt, über das die Frauenwelt im großen Stil nachdenken sollte.

Hat frau eine familiäre Prädisposition für eine dieser Frauenkrebsarten, so könnte sie eventuell im Sinne von „nice to have” darüber nachdenken – aber selbst dann würde ich das erst nach der Sicherung einer grundsätzlich großzügigen Berufsunfähigkeitsversorgung oder einer Dread Disease (Schwere-Krankheiten-Versicherung) tun.

Vielen Dank an die Pfefferminzia