Wie man Unwetterschäden von der Steuer absetzt

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ich bin Roland Richert, Gründer und Mädchen für alles bei ProKlartexxt dem Versicherungs- und Finanzmagazin. Als gelernter Versicherungsfutzi biete ich kostenlose Informationen zu Versicherungen und Finanzen.
Ich verkaufe keine Versicherungs- und/oder Finanzprodukte, hierfür stelle ich Euch nur Vergleichsrechner von namhaften Unternehmen zur Verfügung.
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Gewitter, Überschwemmung und Co.


Gewitter, Überschwemmung und Co.

Starkregen und Blitze sind dieses Jahr häufige Sommerbegleiter. Wer dadurch Schäden an Haus oder Wohnung erleidet, kann diese gegebenenfalls von der Steuer absetzen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Nicht immer zahlt die Versicherung für alle Schäden, die durch Unwetter an den eigenen vier Wänden entstehen können. Aber was machen die Opfer in so einer Situation?

„Für diese Menschen gibt es unter Umständen die Möglichkeit, die Ausgaben rund um die Schadensbeseitigung von der Steuer abzusetzen“, so die Experten des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). „Dabei ist von Bedeutung, in welchem Verhältnis der Betroffene zur Immobilie steht.“

Vermieter: Unwetterbedingte Reparaturkosten als Werbungskosten absetzen

Vermieter müssen in ihren Steuererklärungen die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung angeben. Hier lassen sich auch Ausgaben für beispielsweise unwetterbedingte Schäden als Werbungskosten geltend machen. „Unter Umständen kann man auch eine Sonderabschreibung realisieren“, erklären die VLH-Experten.

Selbstnutzer und Mieter: Kosten für die Schadensbeseitigung als außergewöhnliche Belastung

Die Kosten für Unwetterschäden können Selbstnutzer unter Umständen als außergewöhnliche Belastungen in die Steuererklärung eintragen. Das gilt auch für Mieter, wenn der Vermieter Schönheitsreparaturen nicht übernehmen will.

Was gilt als sogenannte außergewöhnliche Belastung?

  • Bauarbeiten, Reparaturen oder Instandsetzungsmaßnahmen, die existenziell wichtige Bereiche am Haus oder an der Wohnung betreffen. Heißt beispielsweise: zerbrochene Fensterscheiben, kaputte Haustüren und Co. Personenkraftwagen, Gartenterrassen, Garagen oder Ähnliches gehören indes nicht in diese Rubrik.
  • Kosten für die Anschaffung von Möbeln, Hausrat oder Kleidung, die durch die unwetterbedingten Schäden nutzlos geworden sind. Hier gilt meist der Zeitwert, nicht der Neuwert. Für Vermögensgegenstände wie kostbare Bilder gibt’s kein Geld.

Folgende Bedingungen gilt es, zu beachten:

  • Der Schaden darf nicht eigenverschuldet oder durch Dritte zustande gekommen sein. Er muss sich auf ein sogenanntes unabwendbares Ereignis – also zum Beispiel auf Blitzeinschlag, Starkregen, Hagel oder Sturm – zurückführen lassen, heißt es vom VLH.
  • Das Finanzamt darf zu allem Nachweise verlangen
  • „Bei den außergewöhnlichen Belastungen berechnet der Fiskus zunächst einmal für jeden Einzelnen eine sogenannte zumutbare Eigenbelastung, die sich individuell am Einkommen, Familienstand und der Kinderanzahl orientiert“, erklären die VLH-Profis. „Erst Belastungen, die diese Zumutbarkeitsgrenze überschreiten, wirken sich steuermindernd aus.“

Kosten für die Schadensbeseitigung als Handwerkerleistungen

Wenn es mit der außergewöhnlichen Belastung nicht klappt, gibt es auch noch eine andere Möglichkeit.

Man kann entsprechende professionell ausgeführte Reparaturarbeiten in der selbst genutzten Wohnung, im eigenen Haus oder auf dem zugehörigen Grundstück als haushaltsnahe Handwerkerleistungen geltend machen. Das gilt auch für Zweit- oder Ferienwohnungen sowie für Wochenendhäuser.

20 Prozent der Anfahrts-, Lohn- und Gerätekosten lassen sich in der Steuererklärung angeben. Die Steuerersparnis ist allerdings auf 1.200 Euro im Jahr begrenzt. Materialkosten werden nicht berücksichtigt. Außerdem muss eine korrekte Rechnung vorliegen – und zwar per Überweisung. Barzahlung zählt nicht.

Katastrophenerlasse für Steuererleichterungen

Besonders schlimme, große, weitverbreitete Gewitter können für einen Katastrophenerlass sorgen.

Konkret bedeutet das, dass der Fiskus den Geschädigten entgegenkommt. So können zum Beispiel besondere Steuererleichterungen oder bestimmte vereinfachende Verfahrensregeln zustande kommen.

Ist das der Fall, ist es insgesamt einfacher, außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen.

Grundsätzlich gilt aber: Das Finanzamt entscheidet individuell und hat das letzte Wort. Aber es zu probieren kostet schließlich nichts.

Vielen Dank an die Pfefferminzia – Von

 

Wo die Rohre am häufigsten platzen

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 Eine Ursache für das starke Schaden-Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. © GDV

Eine Ursache für das starke Schaden-Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. © GDV

Köln ist hierzulande die Hauptstadt der Leitungswasserschäden – hier bersten die Rohre doppelt so häufig wie im Bundesdurchschnitt. Insgesamt gibt es teils deutliche regionale Unterschiede in Sachen Rohrbruch und Co. Aktuelle Zahlen des Branchenverbands GDV zeigen, wo es am häufigsten zu Schäden durch Leistungswasser kommt.

Nasser Westen, trockener Osten – ungefähr so lassen sich aktuelle Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammenfassen.

Während mit Krefeld, Mannheim oder Karlsruhe weitere westdeutsche Städte überdurchschnittlich oft Wasserschäden verzeichnen, treten sie in Ostdeutschland wesentlich seltener auf. In keinem einzigen Landkreis in den neuen Ländern liegt der Schadenindex bei über 80 (siehe Grafik).

Den niedrigsten Wert deutschlandweit weist der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster auf – mit einem Indexwert von 36.

Spitzenreiter in Sachen Leitungswasserschäden ist die Rheinmetropole Köln. In der Innen- und Südstadt ist der Index für Leitungswasserschäden mit 263 mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt (100).

Woran liegt das?

Ein Grund ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West.

„In Ostdeutschland sind nach der Wiedervereinigung viele Gebäude saniert worden. Das ist ein Grund, warum die Schäden dort im Vergleich zum Westen seltener sind“, sagt Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung beim GDV.

Deshalb könnten viele Schaden durch regelmäßige Wartung vermieden werden.

Im Schnitt kracht es alle 30 Sekunden

„Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen“, so der GDV-Experte.

Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden gibt es jedes Jahr in Deutschland. Also: Im Schnitt passiert es alle 30 Sekunden.

Jedes Jahr Milliardenschäden

Die Kosten summierten sich 2015 auf 2,3 Milliarden Euro. Hinzu kamen 230 Millionen Euro Schäden in der Hausratversicherung.

In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus wie in Köln. Quelle: GDV

In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus wie in Köln. Quelle: GDV